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Kindertagesstätte in Taubenheim

Für fast zwei Millionen Euro entstand eine schmucke Kindertagesstätte.

Ein großer Tag für Taubenheim:  Die neue Kindertagesstätte wurde am Sonnabend, den 10. Dezember 2016, festlich eingeweiht. Hunderte Besucher, auch aus umliegenden Orten,  schauten sich bei einem Tag der offenen Tür die neue Einrichtung an und zollten viel Lob.  Für knapp zwei Millionen Euro entstand ein wahres Kinderparadies. Landrat Arndt Steinbach zur Eröffnung: „Ein wunderschönes Kinderhaus. Die Gemeinde  hat hier beste Bedingungen für die Mädchen und Jungen und ihre Erzieherinnen geschaffen und damit erneut unter Beweis gestellt, wie wichtig ihr eine moderne Infrastruktur für Bildung und Erziehung der Kinder ist.“

Der einstöckige Ziegelbau, 60 Meter lang und 14 bis 17 Meter breit, auf dem Standort der einstigen Mittelschule vereint eine kluge Umsetzung gesetzlicher Raumvorgaben des Freistaates und  modernste technische Ausstattung mit individueller Gestaltung. „Das  macht diesen Bau so attraktiv“, freute sich Bürgermeister Gerold Mann. Platz für 99 Kinder, davon 39 im Krippenbereich und 60 im Kindergarten gibt es hier.  Dazu gehören drei Gruppenräume für die Krippe, angrenzend sind jeweils der Schlafraum  und der Sanitärtrakt mit  Wickeltisch, Dusche und Toiletten.  Ebenfalls drei Gruppenräume befinden sich im separaten Kindergarten. Dort sind auch zwei extra  Räume, einmal  für Projekte und zum anderem zur Integration gehandicapter Kinder.  Ein großer Mehrzweckraum schließt sich an, ebenso Ausgabeküche, Personalraum und  Zimmer für die Leiterin.  Technik- und Abstellräume komplettieren das Ganze.

Ansicht der neuen KitaSehr gefragt ist das Klettergerüst vor der Einrichtung.Die Kinder gratulieren mit Liedern. Fasziniert: Das Aquarium im Zimmer der Regenbogengruppe.            

Was  macht diese neue Tagesstätte zu einem Schmuckstück?  Viele der Besucher schwärmten von dem gelungenen Zuschnitt der Räume, den großen Fenstern und der hellen, freundlichen Farbgebung - die Zimmer in  Gelb-beige,  die Krippen-Schlafräume in einem Blauton, die Türzargen in Rubinrot oder Blau.

Für andere Bürger  war Funktionalität und technische Ausstattung besonders interessant. Ob nun die moderne Fußbodenheizung (eine Heizung mit Luft-Wärme-Pumpe kombiniert mit einer Gasheizung)  oder wärmegedämmte Ziegel des Baus, Wechselbeleuchtung, dimmbare LED-Lampen, Raffstores als Sonnenschutz, Entrauchungs- und Lüftungsanlagen,  automatische Brandschutztüren oder die Stiefelwagen an den verkleideten Heizkreisverteilern und anderes -  an diesem Sonnabend hatte Bauingenieur Jürgen Vogt,  der die Gesamtplanung für das Objekt hatte, viele Fragen der Besucher zu beantworten.  Und  es zahlte sich in Taubenheim aus, dass  dieser Meißner Planer schon mehrere Schulen und  Tagesstätten im Landkreis Meißen - unter anderem auch die Burkhardswalder Grundschule - mit saniert hat und da über reiche Erfahrungen verfügt. „Kinder wollen doch Farbe, Leben in der Einrichtung, Individuelles zum Anfassen“,   sagte der 53-Jährige. Und so gibt es im Flur zum Beispiel auch einen schönen  Brunnen, der den Kindern Trinkwasser spendet. Ornamentfliesen mit lustigen Tiermotiven in den Sanitärtrakten schaffen ebenfalls eine freudvolle Atmosphäre.  Und am Eingang der Kita „Sonnenschein“ sind an der rechten Fassade reizvolle Keramikkacheln angebracht.  In einer Projektarbeit hatten Mädchen und Jungen des Kindergartens die vier Jahreszeiten dargestellt. Links stehen Sonne, Mond und Sterne für den Krippenbereich. Zudem versinnbildlichen auf dem Gebäudedach eine Katze und eine Taube, dass in diesem neuen Gebäude Kinder aufwachsen, die zur Natur einen engen Kontakt haben.

Spielmöglichkeit auch im FlurFrüher gab es keinen Platz für die Burg. Jetzt ist sie wieder begehrt.Auch Landrat Arndt Steinbach und Landtagsabgeordnete Daniela Kuge (CDU) freuen sich über die neue Einrichtung.Vertieft ins Spielen                                                                                                                                       

Bei all den neuen Möbeln in der Einrichtung, dem vielen Spielzeug mit Puppenhäusern, Burgen, Kinder-Küchen, Büchern, Spielen, Bauklötzern, Plüschtieren und anderen Dingen, im Projektraum steht sogar eine kleine Werkbank, werden es in dieser kalten Jahreszeit die Mädchen und Jungen wohl verschmerzen, dass sie die Außenanlagen noch nicht nutzen können. Das Gras muss erst noch anwachsen. Im späten Frühjahr können sie sich dann auf den großen Spielflächen  vergnügen. So werden die  Krippenkinder unter anderem Besitz ergreifen von einem Haus mit einer Kletterwand, von Nestschaukel und Sandkasten mit Sonnensegel. Die Terrasse ist mit Fallschutzplatten, einem Gummigranulat,  ausgestattet. Der Kindergarten auf der rechten Seite des Baus  steht dem nicht nach. Ebenfalls eine große Nestschaukel, zwei Spielhäuser, Bockrutsche, Sandkasten und ein Oval als Rollerstrecke laden dann zum Spielen ein.

Das eingezäunte Areal der Tagesstätte mit 3 500 Quadratmetern Spielfläche hat noch andere Besonderheiten.  Eine bunte Wiesenhecke wurde angelegt, auch als Rückzugsraum für Vögel. Zudem pflanzten die Landschaftsgestalter auch Naschsträucher wie Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren. „insgesamt haben wir auf den Freiflächen 2 000 Sträucher und einige Bäume wie Kastanien und Eichen in den Boden gebracht“, sagte Planer Jürgen Vogt. Vor der Einrichtung wurden die Zufahrten asphaltiert und 17 Pkw-Stellplätze geschaffen. 

„Herrn Vogt, den weiteren Planern sowie allen Bauleuten ein großes Dankeschön für ihre solide Arbeit“, sagte Klipphausens  Beigeordneter und Bauamtsleiter Dieter Schneider zur Eröffnung und hob hervor, dass dieses Vorhaben exakt im geplanten  Zeit- und Kostenrahmen verwirklicht wurde. Ein Dankeschön galt da auch Frau Schneider vom Landratsamt Meißen, die der Gemeinde bei den Fördermittelanträgen zur Seite stand.  So steuerte der Bund 710 000 Euro bei, das Land Sachsen 418 000 Euro und  der Landkreis Meißen 170 000 Euro. Klipphausen brachte einen Eigenanteil von 590 000 Euro auf.  Nächstes Jahr, so Dieter Schneider, soll dann noch die schmale Straße am Berg von der Tagesstätte bis zur Kreisstraße  etwas verbreitert und saniert werden.

Auch Dynamo-Sportgeschäftsführer Ralf Minge kam zur Einweihung, daneben Kita-Leiterin Manuela Franke.Blick in einen WaschraumPlaner Jürgen Vogt  mit den Geschenken der KinderEin Gruppenraum               

Im Oktober 2015 hatten die Arbeiten für den Neubau begonnen. Zunächst wurde die alte Mittelschule mit dem Keller abgerissen. Da mussten dann in Folge auch Setzungsdifferenzen ausgeglichen  werden, denn der Kindergarten steht auf dem Standort der einstigen Schule, die Krippe zum Großteil aber auf gewachsenem Boden.  Für die Gründung wurden so auch recycelte Betonteile der Mittelschule verwendet. Bewehrungen kamen ebenfalls in den Boden.  Richtfest war im April 2016, dann begann der Innenausbau. „Diese Baustelle hat Spaß gemacht“, bemerkte Planer Vogt. Die Entscheidungswege wären kurz gewesen. Der Bauingenieur:  „Das Zusammenwirken  mit der Gemeinde, dem Kita-Team und den Handwerkern hat prima geklappt.“

Dichtes Gedränge herrschte zur Einweihung und zum Tag der offenen Tür.  Nicht nur viele Eltern, sondern auch zahlreiche weitere Besucher aus Taubenheim und umliegenden Orten waren gekommen. Auch  Ralf Minge,  Sportgeschäftsführer von Dynamo Dresden, der seit einigen Jahren in der Gemeinde wohnt, schaute sich die neue Einrichtung an.  „Großartig was hier für die Kinder geschaffen wurde“, bemerkte er. Der 56-Jährige schenkte der Einrichtung mehrere Bälle. „Mit dem  neuen Kinderhaus setzt doch die Gemeinde ihren Weg fort, sich engagiert um gute Bedingungen für die Bürger zu kümmern“, sagte der Dynamo-Sportgeschäftsführer, der in den linkselbischen Tälern Ruhe und Entspannung fände nach der anspruchsvollen Arbeit.

Im Personalraum des Erzieher-Teams stapelten sich an diesem Tag die Geschenke. Viele Besucher und Partner der Einrichtung gratulierten, so auch Pfarrer Mathias Tauchert, der ein Grußwort sprach, sowie die Taubenheimer Feuerwehr.  Neben einem Fußball und einer Lehrtafel hatten Leiter Gerold Hanschmann, Stefan Hanschmann, stellv. Gemeindewehrleiter, und Jugendwart Christian Veith ein Spielzeug-Feuerwehrauto mitgebracht. „Für unseren Feuerwehr-Nachwuchs von morgen“, schmunzelte der Jugendwart.  Die CDU-Landtagsabgeordnete Daniela Kuge schenkte den Kindern eine Uhr. „Damit die Schlafenszeiten nicht überzogen werden“, scherzte sie.

Neben dem Eingangsraum gab es einen Kuchenbasar. Den hatten Eltern organisiert. Ihre Backkünste kamen bei den Besuchern groß an. 410 Euro war der Erlös des Basars, der  an die Mitteldeutsche Krebsforschung und den Verein für Knochenmark- und Stammzellenspende geht. Im Mehrzweckraum konnten sich die Besucher ein interessantes Video anschauen.  Rico Oehme, dessen Sohn in die Kita geht, hatte Bilder  vom Baugeschehen zusammengestellt.

Viele Geschenke zur EinweihungDas Außengelände für die KrippeDas Außengelände für den KindergartenDer attraktive Trinkbrunnen

 

 

 

 

                                                                               

Kita-Chefin Manuela Franke war überglücklich. „So ein schöner Tag.“ Für das elfköpfige Erzieherinnen-Team haben sich jetzt die Bedingungen entscheidend verbessert. „Große helle Räume, es gibt nun einen Personalraum“, meinte sie.  In der bisherigen Einrichtung, einer ehemaligen Bauarbeiter-Baracke, ging es beengt zu, war vieles verschlissen. Spielzeug musste eingelagert werden, weil Platz fehlte. Jetzt konnten auch im Mehrweckraum vier Bilder eines Taubenheimer Malers, die die Jahreszeiten zeigen, angebracht werden. „In der alten Einrichtung hatten wir dafür ebenfalls keinen Platz“, sagte Manuela Franke. Sie dankte Eltern, dem Bauhof der Gemeinde, dem Elternbeirat der Kita und weiteren Helfern, die vor der Einweihung mit tatkräftig zugepackt hatten – beim Saubermachen, Einräumen und dem Transport.

Was sagen Eltern, weitere Besucher und Erzieherinnen zum neuen Kinderdomizil?

Tina Kühne, Erzieherin: „Wunderbar, es ist hell und freundlich, wir haben jetzt mehr Platz und auch einen Personalraum.“

Jacqueline Schuhmann, Taubenheim: „Ein Haus zum Wohlfühlen. Kinder und Erzieherinnen haben jetzt sehr gute Bedingungen.“

Katrin Ritter, Erzieherin: „ Die Akustikdecken sind prima. Schön, dass jetzt jede Gruppe auch eine Garderobe für sich hat.“

Falk Kurze, Röhrsdorf: „Ich bin begeistert.“

Markus Schillheim, Seeligstadt: „Das Konzept wurde gut umgesetzt. Auch ein großzügiges Außengelände ist vorhanden.“

Sarah Reinert, Erzieherin: „Einfach super.“

Dr. Holm Bräuer, Klipphausen: „Farbenfroh, viel Platz, sehr hell.“

Stefanie Zwilling, Elternbeiratsvorsitzende, Taubenheim: „Dank den Eltern für ihre Mithilfe und auch dem vorhergehenden Elternbeirat.“

Kathrin Jahn, Erzieherin: „Wir freuen uns auch über den attraktiven Trinkbrunnen für die Kinder.“

Fabian Riedel, Ullendorf: „Bedeutend mehr Platz,  neue Möbel. Sehr gute Bedingungen für die Kinder.“

Tina Züchner, Erzieherin: „Ab Januar kommt eine neue Krippengruppe. Es gibt ein eigenes Bad, auch einen Schlafraum. Das Haus ist sehr farbenfreudig.“

Yvonne Jäger, Groitzsch: „Auch der Essenraum ist groß.“

Ulrike Meißner, Kettewitz: „Bedeutend mehr Platz,  auch das Außengelände ist großzügig.“

Oliver Kaden, Seeligstadt: „Die Tagesstätte ist sehr schön geworden.“

Fotos und Text: Dieter Hanke