^ Nach oben

Illegal abgelagerter Müll

...macht  Ärger und ist teuer. Fast 20 Tonnen kamen 2016 in den linkselbischen Tälern zusammen.

Die illegale Ablagerung von Sperrmüll  in den linkselbischen Tälern der Gemeinde Klipphausen kommt den Bürgern teuer zu stehen.  An die 4 000 Euro, so die Berechnung des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Oberes Elbtal, mussten 2016 für dessen Beseitigung aufgebracht werden. Das ist zum Nachteil aller Einwohner im Landkreis Meißen, denn diese tragen  mit den Abfallgebühren auch die Kosten für die Beseitigung illegaler Ablagerungen.

So räumten  im Vorjahr Beschäftigte des Bauhofs der Gemeinde Klipphausen nahezu 20 Tonnen Müll von den Fluren der linkselbischen  Gebiete und lagerten die Sachen vorübergehend in ihrem  Betriebsgelände ab, ehe dann der Müll zur Entsorgung auf eine Deponie transportiert wurde.   Der Zweckverband Abfallwirtschaft stellte dafür der Gemeinde insgesamt im vergangenen Jahr drei große Container zur Verfügung, die jeweils 20 Kubikmeter fassen, sowie noch fünf kleinere Behälter für jeweils zehn Kubikmeter.  „Das ist für die Gemeinde Klipphausen schon eine beträchtliche  Menge an illegalen Ablagerungen“, stellte Sachbearbeiterin Sabine Hörig vom Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal fest. 

Wie  der Klipphausener Bauhofchef Andreas Uhlmann sagte, werden vor allem alte Computer, Radios,  Reifen, Felgen, Geschirrspüler, Waschmaschinen, aber auch  Möbel,  Pappe, Flaschen, Farb- und Tapetenreste sowie Kleinschrott wie Kaffeemaschinen , Toaster und weitere elektronische Kleingeräte in die Landschaft geworfen. Erst vor einigen Tagen hatten Bauhof-Mitarbeiter eine abgestellte Couch und Sessel  auf einer Fläche hinter dem Unternehmen Ostec Oberflächen- und Schichttechnologie GmbH im Gewerbegebiet Klipphausen  geborgen und abtransportiert.  Ebenfalls vor Kurzem entdeckten  sie in der Nähe des Hundesportplatzes in Weistropp zerschlagene alte Autobatterien.  „Die Zeit, die wir für die Beseitigung der Umweltverschmutzung aufbringen müssen, fehlt uns für die Erledigung anderer kommunaler Aufgaben“, sagte Andreas Uhlmann.

Jeden Freitag sind  die Bauhof-Mitarbeiter auf ihren sogenannten „Müllrunden“  im Gemeindegebiet unterwegs, um die illegalen Ablagerungen von Umweltfrevlern einzusammeln.   Markante Stellen in den linkselbischen  Tälern, wo oftmals Müll zu finden ist,  sind zum Beispiel am alten Feldweg zwischen Weistropp und Unkersdorf, im Gelände von Spittewitz an der S 177 oder auch am Buschbadweg nach Meißen.  „Falls wir solche unbelehrbare Zeitgenossen ermitteln, droht ihnen ein saftiges Bußgeld“, bemerkte Detlef Dittmann von der Gemeindeverwaltung Klipphausen.

Sabine Hörig vom Zweckverband wies darauf hin, dass die Bürger doch mit der Sperrmüllkarte zweimal im Jahr jeweils drei Kubikmeter kostenlos entsorgen können. Auch die Wertstoffhöfe würden zum Beispiel Plaste, Gläser, elektrische Geräte und anderes kostenfrei annehmen.   

Dieter Hanke