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Impulse für den Tourismus

Die Gemeinde Klipphausen ist jetzt Mitglied im Tourismusverband Sächsisches Elbland.

Seit dem 1. März dieses Jahres ist die Gemeinde Klipphausen dem Tourismusverband Sächsisches Elbland beigetreten, dessen Einzugsbereich sich von Pirna bis Torgau erstreckt. Der Gemeinderat Klipphausen hatte das in seiner Februar-Sitzung beschlossen.

„Wir erhoffen uns dadurch gute Möglichkeiten und neue Impulse, um unser Tourismuskonzept zielgerichtet zu verwirklichen“, sagt Beigeordneter und Bauamtsleiter Dieter Schneider. Im Vorjahr hatte Klipphausen unter engagierter Mitarbeit zahlreicher Bürger ein solches Konzept beschlossen, das auf eine naturnahe, umwelt- und sozialveträgliche touristische Entwicklung der Gemeinde zielt. Für den Beigeordneten geht es zum Beispiel darum, die Schönheiten und Attraktionen in den linkselbischen Tälern noch bekannter zu machen und besser zu vermarkten. „Der Tourismusverband Sächsisches Elbland kann uns da mit seiner vielfältigen Vernetzung, mit seinen Partnern sowie Präsentationen im Internet, auf Messen und in Publikationen gut zur Seite stehen“, bemerkt Schneider.

Da wären zum Beispiel der Mühlentag zu Pfingsten in den linkselbischen Tälern, das Besucherbergwerk in Miltitz, der Rothschönberger Stolln oder auch die Schulze-Mühle in Gauernitz, die kleinste Getreidemühle Deutschlands. Aber auch bei solchen touristischen Möglichkeiten wie dem gut ausgeschilderten Rad- und Wanderwegenetz in den linkselbischen Tälern oder dem Anradeln am 1. Mai könne der Tourismusverband wirksame Unterstützung geben, wie Schneider weiter sagt, um noch mehr Touristen und Ausflügler aus ganz Deutschland in die Region zu locken.

Das treffe auch auf die Entwicklung neuer touristischer Angebote in der Gemeinde Klipphausen zu wie der Schaffung eines Mühlenweges oder auch eines neuen Wanderweges von Schloss Gauernitz über Schloss Scharfenberg, Schloss Batzdorf bis nach Meißen zum Schloss Siebeneichen und dem Kloster Heilig Kreuz, der nach dem Dichter Novalis (1772 bis 1801) benannt werden soll, der hier einst im Meißner Land seine Spuren hinterließ. Schneider: „Ein weiteres Beispiel wäre in Scharfenberg die Einrichtung eines Museums im Treibehaus mit dem Hoffnungsschacht des ehemaligen Bergwerks Grube Güte Gottes und die Öffnung des sanierten König-David-Hilfsstollns für Besucher.“ Für den Tourismusverband Sächsisches Elbland seien solche touristischen Attraktionen und Ziele genau das Richtige, wie Geschäftsführerin Sindy Vogel in einem Gespräch sagt. „Wir freuen uns deshalb, solch einen starken Partner wie die Gemeinde Klipphausen nun mit im Verband zu haben“, sagt die 34-Jährige. Zum Beispiel sollen jetzt das Wander- und Radwegenetz in der Gemeinde, Sehenswürdigkeiten oder auch Kulturveranstaltungen, Heimatfeste und andere Events auf Webseiten und in Publikationen des Verbandes mit popularisiert werden. „Auch auf Messen werden wir für Klipphausen werben und für die Gemeinde die Interessenvertretung in übergeordneten Tourismusorganisationen und bei Politik und Ministerien mit übernehmen“, so die Geschäftsführerin. Bei der Umsetzung des Tourismuskonzepts der Gemeinde wolle der Verband mit seinen Erfahrungen helfen. Seine Einflussnahme erstrecke sich beispielsweise auch auf die Beantragung von Fördermitteln für touristische Vorhaben, wo sich das Sächsische Elbland wie jetzt bei der Schaffung eines geplanten Museums im ehemaligen Schachtgebäude der Grube Güte Gottes in Scharfenberg mit seiner Befürwortung an Behörden mit einbringt.

Zum Tourismusverband Sächsisches Elbland gehören gegenwärtig der Landkreis Meißen sowie 13 Kommunen an wie unter anderem die Städte Meißen, Radebeul, Coswig, Dresden, Torgau, Wilsdruff und Tharandt sowie die Gemeinden Strehla, Moritzburg, Weinböhla und andere wie nun auch Klipphausen. Auch die Dresden Marketing GmbH, der Förderverein für Heimat und Kultur in der Lommatzscher Pflege, der Tourismusverein Meißen und weitere Vereine sind Mitglied in dieser Gemeinschaft. Für die Mitgliedschaft zahlt die Gemeinde Klipphausen in diesem Jahr einen Beitrag von 5 822 Euro.

Text: Dieter Hanke, 21.03.2017