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Burkhardswalde

Wissenswertes

Burkhardswalde liegt im südlichen Teil des Gemeindegebietes, in einem Seitental der Großen Triebisch. Der Ort liegt zwischen 220 und 280 m über NN. Weithin sichtbar ist die gotische Wallfahrtskirche, die “Perle“ unter den gotischen Kirchen im Meißner Land und darüber hinaus wohl auch in ganz Sachsen,  mit ihrem schiefergedeckten breiten Dach und dem Dachreiter. Sie wurde vermutlich um die Mitte des 15.Jahrhunderts errichtet, besitzt ein dreischiffiges Langhaus auf fast quadratischem Grundriß und einen Chor mit gotischem Netzgewölbe. Sie soll einst Wallfahrtskirche gewesen sein, wofür auch die zwei bis drei Jahrmärkte sprechen, die bis Anfang des 20.Jahrhunderts noch in Burkhardswalde als "Bauernmärkte" stattfanden. 

Luftbildaufnahme (E. Pelenus)

Der Ort wurde 1334 als "Burchartswalde" erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1840 gehörte Burkhardswalde mit 6 Hufen Land zum Rittergut Taubenheim, die übrigen 11 und 1/2 Hufe gehörten zum Rittergut Rothschönberg. Bereits "seit ältesten Zeiten" soll es auch Kalksteinabbau gegeben haben. Belegt ist, dass 1834 der Abbau wieder aufgenommen wurde und seit 1837 auch Eisenstein gefördert wurde. Der Eisenerzabbau in der "Graf Karl- Eisenstein- Fundgrube" erbrachte eine Fördermenge von 8.090 Fuder Erz und wurde 1874 eingestellt. 1892 wurde auch der Kalksteinabbau aufgegeben. Als Technisches Denkmal dieser Epoche findet man in Burkhardswalde noch einen mächtigen Niederschachtofen.