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Garsebach

Wissenswertes

Der Ortsteil Garsebach, am nördlichen Rand des Gemeindegebietes, vor den Toren der als Zentrum der europäischen Porzellanfabrikation berühmten Kreisstadt Meißen. Er liegt weit unten im hier tief eingeschnittenen Triebischtal auf nur noch 150 bis 200 m NN.

Die "Garsebacher Schweiz" ist nicht nur die kleinste "Schweiz" weltweit, sondern vor allem ein geologisches Naturdenkmal und das größte Pechstein- Vorkommen Mitteleuropas.

PechsteinklippenBlick auf Garsebach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unmittelbar vor den Toren der Stadt Meißen gelegen, ist auch Garsebach eine der sehr alten Siedlungen im Gemeindegebiet. Bereits 1228 taucht der Name "Cozzebuc" in einer Urkunde auf, ein Jahr später wird der Ortsname bereits "Korzebuc" geschrieben. 1334 schreibt man "Corsebog" und ab 1551 Garsebach. Der ursprünglich ältere Ort lag oberhalb des Tales (Obergarsebach). Im 16.Jahrhundert kam eine Häuslerzeile hinzu, die 1588 als "Niedergarsebach" erstmals erwähnt wurde. Bis 1848 gehörte Niedergarsebach je zur Hälfte zu den Rittergütern Ober- und Niederpolenz, Obergarsebach hingegen zur Herrschaft Hirschstein. 

Zwischen Robschütz und Meißen lagen auf Garsebacher Flur einst vier Mühlen, von denen die schon seit 1800 als "Fichtenmühle" bekannte Getreidemühle bis heute produziert. Die einstige Walkmühle oder Muckmühle wurde erst nach 1800 erbaut und war bis 1959 in Betrieb. Die Mittelmühle in Garsebach wurde in ihrer heutigen Form zwischen 1830 und 1844 errichtet, hat bis 1972 noch Mehl und Getreideprodukte erzeugt und ist heute ein sehenswertes technisches Museum. Die Barth-Mühle ist bereits um 1600 auf Karten verzeichnet. Die heutigen Gebäude wurden nach einem Brand 1857 errichtet. Bis 1988 hat die Mühle noch Getreide geschrotet, seit 1990 wurde sie zur Gaststätte und als Tagungszentrum umgebaut.