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Miltitz

Miltitz ist der Hauptort im Großen Triebischtal (etwa 180 m bis 240 m NN). Der Ort wird bereits in der Urkunde aus dem Jahr 1186 als Herrensitz erwähnt. Wahrscheinlich geht der Ortsname auf einen slawischen Personennamen zurück, ebenso wie beim 1334 erstmals urkundlich genannten Ort "Zcwoswicz" - dem späteren Zwuschwitz, das auf der Hochfläche oberhalb von Miltitz lag. Beide Orte sind schon vor langer Zeit zusammengewachsen. Miltitz

Im Oberdorf befand sich auch das ausgedehnte Rittergut der Familie von Miltitz, das 1457 erstmals urkundlich genannt wurde. Berühmt ist auch der Edelkastanienhain an der  Kirche – der wohl größte Edelkastanienhain nördlich der Alpen wurde der Legende nach bereits um 1100 durch den bekannten Meißner Bischof Benno angelegt. Die Kirche gibt es jedenfalls belegbar seit 1372. In ihrer heutigen Form wurde sie von 1738 bis 1740 errichtet.

 

Durch die seit Jahrhunderten in Miltitz ansässige Kleinindustrie (vor allem Mühlen und Kalksteinbergbau) und durch den Bahnhof (seit 1867) ist Miltitz weniger stark ländlich geprägt. Mindestens seit 1792 existiert an der Großen Triebisch in Miltitz die Furkert-Bartsch-Mühle, die bis 1852 zum Rittergut gehörte. 1890 wurde das heutige Gebäude errichtet und 1922 mit einer Wasserturbine und Transmissionsantrieben ausgerüstet. Bis heute kann man im Mühlenladen schmackhafte Produkte aus heimischer Produktion erwerben. In Miltitz hat heute auch die Gemeindeverwaltung ihren Sitz. 

Im Sommer lädt das vom örtlichen Arbeiterturnverein 1933 errichtete "Jahnbad" zum Baden ein. 1993 wurde die Rekonstruktion des Freibades beendet und 1994 auch die Sportanlagen (Tennisplätze, PKW-Parkplatz) übergeben.

Ab dem 01. Juli 2012 gehört der Ort Miltitz zur Gemeinde Klipphausen auf Grund einer erneuten Gemeindegebietsreform. Das ehemalige Gemeindeamt wurde grundhaft saniert und zu einer neuen und modernen Kindertagesstätte umgebaut.