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Röhrsdorf

Geschichte

Erstmals schriftlich erwähnt: 1334

Eingemeindet: 1994

Röhrsdorf hat allein im Freistat Sachsen fünf Namensvettern. Aber nur unser Dorf liegt an einem der linkselbischen Täler im Landschaftsschutzgebiet zwischen Dresden und Meißen, dem Regenbachtal.

Typisch für die Besiedlung durch Franken, Thüringer und Niedersachsen Ende des 11. / Anfang des 12. Jahrhunderts ist Röhrsdorf ein Waldhufen- (Reihen-) dorf. Vermutlich im 13./14. Jahrhundert beginnend, waren seine Einwohner bis mindestens 1838 fünf (!) Grundherrschaften (Rittergütern) zinsverpflichtet. Diesbezüglich nahm es in Sachsen einen Spitzenplatz ein.

Etwa 7,2 km² Gemarkungsfläche sind die Heimat von derzeit rd. 730 Einwohnern. Ausgehend vom Mittel der letzten 150 Jahre mit rd. 560 Einwohnern resultiert der Zuwachs vor allem aus zwei größeren und zwei kleineren Wohnungsneubau-Standorten, die seit 1993 entstanden. Im ebenfalls 1995 erschlossenen und noch erweiterungsfähigen Gewerbegebiet Röhrsdorf direkt an der S177 sind z. Zt. 10 Unternehmen ansässig.

Der Regenbach, im Unterlauf wurde er auch als Röhrsdorfer Wasser oder Röhrsdorfer Forellenbach bezeichnet, entspringt nicht weit von der Ortsmitte entfernt. Auf seinem Weg hinab ins Tal durchfließt er in tiefem Einschnitt den Syenit-Sockel, der sich von Strehla bis nach Wesenstein erstreckt. Wenn unser Heimatbach nach rund 4,3 km neben dem Friedhof des Ortsteils Constappel in die Wilde Sau (ehemaliger Grenzfluss zwischen den Gauen Daleminzien und Nissan) mündet, hat er einen Höhenunterschied von ca. 125 m überwunden. Zu unterschiedlichen Zeiten trieb er auf Röhrsdorfer Flur bis zu fünf Getreidemühlen an. Die letzte stellte 1974 ihr Mahlwerk ab.
Röhrsdorf hatte nie Ortsteile, kein Schloss und/oder Rittergut, aber es hat lohnende Sehenswürdigkeiten.

  • Ins Tal des Niederdorfes grüßt der 49 hohe Turm der barocken Skt. Bartholomäuskirche. In den Jahren 1737 - 39 erbaut, offenbart sie im Inneren zwei Kleinode bezüglich des Seltenheitswertes und des Künstlers: der freistehende Altar und der frei schwebende Taufengel. Beide Kostbarkeiten schuf der Königliche Hofbildhauer Thomae, Lehrmeister des J. Kaendler.
  • Das "Sühnekreuz" am Ortsausgang des Friedhofes, gefunden 1895 bei Schachtarbeiten im Ort.
  • Die stattliche Friedenslinde mit 5,40 m Stammumfang, gepflanzt 1855 anlässlich des 300. Jahrestages des Augburger Religionsfriedens.
  • Instandgesetzte Gehöfte und Einzelhäuser, bei denen das Erhalten der alten Bauweise mit beachtet wurde, stellvertretend z. B. Am Regenbach 3 und 5 ( Vieseitgehöfte), 66 (ehem. Mühle), 83 (Wohnhaus), 91 (Wohnhaus), Kirchberg 2 (Wohnhaus ehem. Vierseitgehöft im Umgebindestil)Fachwerkhaus

Wandern und Rasten

Im Regenbachtal erinnern Zeitzeugen an die Vergangenheit, zum Beispiel Reste alter Weinbergmauern, bis zum Reblausbefall Ende des 19. Jh. waren mehrere Weinberge bewirtschaftet, aufgelassene Steinbrüche auf Syenit (Abbau bis etwa 1930) und eine Einbogenbrücke (Wirtschaftsweg über den Regenbach hinweg). Vom Dorfplatz Röhrsdorf aus erreichen sie zwei andere linkselbische Täler: den "Eichhörnchengrund" am Gauernitzbach und das Tal der Wilden Sau. Rasten können Sie am 1998 geschaffenen Dorfplatz , Buslinie R 428) oder im Gasthof "Deutsches Haus". Er lädt werktags sowie an den Wochenenden zum Einkehren und Stärken ein.

Gaststätte Gasthof

 Ein Trip nach Röhrsdorf ist entspannend und lohnend. Bitte erleben Sie es selbst