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Sora

Erstmals erwähnt: 1186
Eingemeindet: 1974

Wissenswertes

1186 Sivritthissare,
1334 Sar Parvum und Sarmagnum,
1428 Soraw,
1465 zcum Sara

Die älteste Form ist zusammengesetzt aus Sivritth = Siegfrieds Brandrodung. Der Ortsname kennzeichnet das Dorf als eine Gründung mainfränkischer Bauern.

Kirche Sora

Ev.-Luth. Kirche Sora Die Kirche ist von einer Sage umrankt: An Stelle der heutigen Kirche habe früher eine arme Katholische Kapelle gestanden. In einer schweren Gewitternacht sei die Herrin des Schlosses Taubenheim an dieser Kapelle vorbeigefahren. In ihrer Angst habe sie ein Gelübde getan: Wenn sie glücklich nach Hause käme, wolle sie der Kapelle einen Teil ihres Vermögens schenken. Es geschah und dadurch wurde die Soraer Kirche eine der reichsten im ganzen Sachsenlande. Adalbert von Duverheim mag ihr Gründer gewesen sein. Sie wurde früh selbständig und kam am 03.05.1445 unter das Patronat der Herren von Schönberg auf Limbach. Am 01.10.1925 vereinigten sich die Kirchgemeinden Sora und Röhrsdorf.

100 Jahre Schule Sora

Die Soraer Schule war eine Pfarr- und Küsterschule, zurückgehend bis in die Vorreformationszeit. Während der Küster seinem Handwerk nachging, schusterte, böttcherte, Besen band, gab er den Kindern, worüber er in seinem Wissen und Können verfügte. Im Frühjahr 1540 stehen Richter und sonst welche vorgeladene Soraer Einwohner vor den Visitatores, um Rede und Antwort über die heimischen Verhältnisse zu geben. "Die zwo Pfarren Sora und Limbach werden zusammengeschlagen. Es sollen an jedem Orte die Kirchen behalten werden, die die Kinder in Zucht helfen aufzuziehen ..."

15 Jahre gehen ins Land, ehe sich die Regierung abermals um die Kirchen- und Schulverhältnisse des Landes kümmert: Das Visitationsbuch der Superindentur Meißen bringt auf Blatt 426 Angaben über die Soraer Verhältnisse. Die Anfänge der Volksschule sind zu sehen.

1574 werden die Kirchen und Schulen erneut visitiert. 1580 erging die "Kursächsische Schulordnung", das erst sächsische Schulgesetz. Kriege und böse Zeiten gehen am Schulhaus nicht spurlos vorüber. Schwere Zeiten, die zu durchleben waren, die Jahre des Dreißigjährigen Krieges, Plünderungen, Seuchen, Pest, kamen wiederholt auch über die Schwelle des Schulhauses.

1773 wurde die "Erneuerte Schulordnung" veröffentlicht.

Isolde Kümmel