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Rückkehr der Soraer Madonna

Soraer MadonnaDer Meißner Modelleur Peter Häßlich hat das drei Meter hohe Standbild einer Jungbäuerin aus Porzellan im Park restauriert. Im Soraer Park wurde am 23. Oktober 2009 die Rückkehr der Madonna, wie das drei Meter hohe Standbild einer Jungbäuerin von den Bürgern genannt wird, feierlich begangen.

Der Meißner Modelleur Peter Häßlich hatte in den vergangenen zwei Jahren in mühevoller Arbeit diese Skulptur aus der Porzellanmanufaktur Meißen restauriert. Von Vandalen war diese überlebensgroße Plastik aus Porzellanmasse stark beschädigt worden. „Es ist dem Engagement und dem handwerklichen Können des Meisters zu verdanken, dass diese Skulptur wieder in Sora steht“, sagte Klipphausens Bürgermeister. Da die Zerstörungen an der Figur sehr groß waren, gab es auch Zweifel, ob diese Skulptur jemals wieder aufgestellt werden könnte.
Das Wahrzeichen von Sora steht jetzt an einem neuen Standort im Park mehr zum Eingang zu, wodurch sie besser zur Geltung kommt. Das Soraer Bauunternehmen Riße fertigte dazu eine Fassung aus Beton und Kies und befestigte Wege. Diese Leistungen sponserte der Betrieb. Die Grünpflegefirma Winkler aus Röhrsdorf versetzte einen Hecke und verschnitt Gehölze. Der Bauhof der Gemeinde wird später noch Bänke im Park aufstellen, um die Anlage attraktiver zu gestalten.

Häßlich, der viele Jahrzehnte Obermeister in der Gestaltung/Bossiererei der Meißner Porzellan-Manufaktur war, hatte in die Skulptur Stahlrohre, Anker und Gewindestäbe eingesetzt, um deren Statik zu verbessern. Das Innere wurde mit einem Schaum verfestigt. Mit einer Spezialmasse – diese besteht zu 70 Prozent aus Porzellanscherben-Mehl –restaurierte der Meister die Teile der Figur.
Dieter Hanke
(Auszug aus der SZ vom 24.10.2009)