Wird Klipphausen wieder benachteiligt?

Am 12. Mai 15 Uhr  wird Richtfest in Naustadt gefeiert. Der Anbau  an die Grundschule ist im Rohbau fertig.  Bis spätestens zum Start in das neue Schuljahr 2016/17 soll die neue Einrichtung übergeben werden.  Zwei neue Klassen- und zwei Hortzimmer sowie ein Sanitärtrakt werden dringend benötigt. Denn die Grundschule in Naustadt platzt aus allen Nähten. Für die über 100 Schüler fehlen Räume. Besonders die Hortkinder haben dadurch große Nachteile.

Nachteile hat aber auch die Gemeinde Klipphausen. Denn wahrscheinlich bekommt sie für den Schulanbau in Naustadt keine Fördermittel vom Freistaat Sachsen.  Ungefähr eine halbe Million Euro sollten es sein. Bei den voraussichtlichen Gesamtkosten für die neue Einrichtung von etwa 1,2 Millionen Euro wäre das eine große Hilfe.  Einen Fördermittelantrag an die Sächsische Aufbaubank hatte die Gemeinde auch 2015 gestellt. Doch dieser wurde abgelehnt. Schon in vorangegangener  Zeit hatte Klipphausen da kein Glück mit Fördergeldern. Weil sich die Schulsituation in Naustadt aber immer weiter zuspitzte, richtete die Gemeinde 2015 auch einen Antrag an die Aufbaubank auf einen vorzeitigen Baubeginn.  Doch dieser wurde ebenfalls abgelehnt.

 

Ende 2015  musste Klipphausen mit dem Schulanbau in Naustadt starten, damit die neue Einrichtung noch rechtzeitig zum  neuen  Schuljahr zur Verfügung stehen kann. Kürzlich wurde der Gemeindeverwaltung  von der Aufbaubank signalisiert, dass es in diesem Jahr Fördergelder für den Schulanbau gebe könnte. Doch da Klipphausen schon mit dem Bau begonnen habe, könnten leider keine ausgereicht werden. 

 Für Bürgermeister Gerold Mann ist das Ganze unverständlich. „Wir werden benachteiligt. Die Grundschulen in Sachsdorf und Naustadt  haben wir schon aus eigener Kraft ohne Fördergelder errichtet“, so der Bürgermeister. Falls die Gemeinde nicht doch noch finanzielle Unterstützung vom Land Sachsen  für den Schulanbau in Naustadt erhalten sollte, sind in Klipphausen Kürzungen in anderen Bereichen die Folge,  zum Beispiel bei Investitionen im Abwasser- und Straßenbau im Triebischtal.