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Richtfest in Naustadt

Pech hatte Klipphausens Bürgermeister Gerold Mann jetzt beim Richtfest am Anbau der Grundschule in Naustadt. Er wuchtete den Hammer  auf den etwa 25 Zentimeter langen Nagel, um diesen in den Dachsparren einzuschlagen. Doch  wie er sich auch mühte, ganz  gelang es ihm nicht. Der Nagel krümmte sich schon.Zum Richtfest in Naustadt schlug Bürgermeister Gerold Mann traditionell einen Nagel in den dachsparren.  Der Grund war schnell ausgemacht: Mehrere dicke Äste im Balken stoppten diesen traditionellen Akt zum Richtfest.

 Doch  diese kleine Panne war unerheblich. Alle freuten sich, dass es mit dem insgesamt 1,2 Millionen teuren Erweiterungsbau vorangeht. Bis spätesten zum neuen Schuljahr 2016/17 sollen die zwei neuen Klassen-  und die zwei neuen Horträume nebst  dem Sanitärtrakt übergeben werden.

 „Wir können es kaum erwarten. Die neuen Räume werden dringend gebraucht.  Zur Eröffnung der Grundschule vor elf Jahren waren es  an unserer Einrichtung 58 Kinder in vier Klassen, heute sind  es 140 in sieben Klassen“, sagt Schulleiter Lutz Müller. Der Computerraum und der Mehrzweckraum  mussten zu Klassenräumen umfunktioniert werden.  Ein Containerstandort kam ebenfalls hinzu, um wenigstens einigermaßen die Raumkapazität weiter aufzustocken. Doch  vor allem die Hortkinder  haben  enorme Beeinträchtigungen, denn es gibt nur zwei Räume für 110 Mädchen und Jungen.  „Besonders bei schlechtem Wetter, wenn die Kinder nicht nach draußen können,  ist da die Situation prekär“, bemerkt Horterzieherin Regine Zschoche.  Auch die Schützlinge Vincent, Marlene,  Luca und Nico, die in der 3. Klasse lernen,  sehnen ihre neuen Horträume herbei. „Dann haben wir mehr Platz zum Spielen“, sagen sie.

 Vorarbeiter Andreas Bier von der Soarer  Hoch – und Tiebau GmbH  Uwe Riße, der mit seinem Team den Rohbau  am Erweiterungsbau vornahm, weiß um diese Zwänge. „Wir haben schon den Schulanbau in Sachsdorf gemacht. Wir geben uns Mühe, damit die Kinder und Pädagogen bald bessere Bedingungen haben“, sagt er.   Weiter sind bisher am Schulanbau in Naustadt unter anderem die Unternehmen  Elektroinstallation Matthias Nitzsche aus Röhrsdorf, Dach- und Holzbau Dachsel aus Riemsdorf, Heizungs- und Sanitär Falk Knauer  aus Freital  sowie  die Tischlerei  Liebscher. tätig. „Unser Dank gilt allen Bauleuten. Hoffen wir, dass alles gut klappt, damit der Bau rechtzeitig fertig wird“, sagt Bürgermeister Gerold Mann zum Richtfest  und bedauert erneut, dass der Freistaat der Gemeinde bisher keine Fördermittel für das Vorhaben zur Verfügung stellte. Etwa eine halbe Million Euro fehlen so der Kommune für andere Projekte.

  Die Schule gratulierte zum Richtfest den Bauleuten auf ihre Weise. Musiklehrerin Bettina Hempel hatte mit Kindern  lustige Lieder einstudiert.   „Wer will fleißige Handwerker sehen, der muss mal nach Naustadt gehen“, sangen die Mädchen und Jungen. Kinder der Grundschule  erfreuten  die Gäste  mit  Liedern.      Bauunternehmer Uwe Riße übergab  einen Gutschein der  Anneli-Marie-Stiftung in Höhe von 500 Euro an die Naustädter Grundschule zur künstlerischen Ausgestaltung von Räumen.   Auch die Gemeinderäte  Uta Fleischer und Rosemarie Zschoche  freuten sich, dass in absehbarer Zeit  dass Raumdilemma in Naustadt  der Vergangenheit angehört.