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Neues Kinderparadies in Taubenheim

In wenigen Monaten wird die neue Kindertagesstätte in Taubenheim eingeweiht

Schon  jetzt zeichnet  sich ab:  Der neue Kindergarten  in  Taubenheim in der Gemeinde Klipphausen  wird  eine  Stätte werden, wo die Mädchen und Jungen  viel  Freude und die Erzieherinnen ansprechende Bedingungen haben werden,  um die Kinder zielgerichtet zu erziehen und zu bilden. Den  Eltern  wird damit die gute Gewissheit gegeben,  dass ihre Sprösslinge in dieser Einrichtung  wohl behütet aufgehoben sind. Bauamtsleiter Dieter Schneider am Kita-Neubau. Die Gemeinde liegt hier im Zeit- und Kostenrahmen.

Handwerker  haben gegenwärtig das künftige Kinderdomizil noch voll in Beschlag. Bauamtsleiter Dieter Schneider ist aber zuversichtlich, dass im Dezember dieses Jahres die Einrichtung eingeweiht werden kann: „Wir liegen im Zeit- und auch im Kostenrahmen.“ 1,8 Millionen Euro wird das Kinderparadies kosten. 90 Plätze wird es einmal haben, davon 36 in der Krippe.

Der Rohbau steht, das Dach ist fertig. Der Grundputz an der Fassade ist dran. In etwa vier Wochen, so Dieter Schneider, wird der Oberputz angebracht. Drinnen in dem 60 Meter langen einstöckigen Gebäude sind Bauleute beim Innenausbau. Zurzeit werden in den Räumen und Gängen die Fußbodenheizungen verlegt.Rohrleitungen für die Fußbodenheizung im Kita-Flur, links ist Vorarbeiter Mario Buckenauer von der Firma Richter.                Ein Gewirr von Heizschlangen, die aus Kunststoff sind.  16 Quadratmeter ist zum Beispiel das Zimmer der Kita-Chefin groß. Allein dafür wurden hier 103 Meter an Rohrleitungen für die Fußbodenheizung verlegt, wie Mario Buckenauer, Monteur und Vorabeiter  der  Heizungs- und Sanitärfirma Firma Richter aus Klosterbuch, sagt. „Für das gesamte Gebäude werden es etwa 6000 Meter an Heiztrassen sein“, bemerkt der 46-Jährige, der hier mit fünf Mitarbeitern im Einsatz ist. Einer von ihnen ist Gunter Thiele.Monteur Gunter Thiele  bringt in einem Krippen-Schlafraum die Wärmedämmung an, worauf dann die Fußbodenheizung installiert wird. Der 54-Jährige ist versiert in seinem Fach. Akkurat verlegt er in einem Gruppenzimmer im Krippenbereich die Wärmedämmung auf dem Unterboden. Erst eine Folie, dann zwei Styropor-Lagen,  jeweils fünf und vier Zentimeter dick, und zum Schluss die Abdeckplatte, die drei Zentimeter stark ist, wo auch die Heizschlangen aufgetackert sind.  „Wir kommen gut voran, der Zeitplan ist straff“, sagt  der erfahrene Arbeiter.  Wenn in den nächsten Tagen alle Fußbodenheizungen verlegt sind,  werden die Heizungsmonteure dann  Wasserleitungen in  den Sanitärbereichen installieren.

„Es ist eine Baustelle, die Spaß macht“, bemerkt Jürgen Voigt, Planer und Bauingenieur aus Meißen.  „Kurze Entscheidungswege, unkompliziertes Vorgehen. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Kindergarten-Team und den Handwerkern klappt prima“, sagt der 53-Jährige. Er könne sich bei diesem Vorhaben gut einbringen.  Erfahrungen bei der Sanierung und dem Bau von Kindereinrichtungen im Landkreis Meißen hat der Meißner Planer zur Genüge. Kindergärten in Gröditz, die Afra-, Pestalozzi- und Johannesschule in Meißen, aber auch der Feuerwehrgerätehaus-Neubau in  Tanneberg zählten zum Beispiel zu seinen Projekten. Die  moderne Farbgebung  bei der Grundschul-Sanierung in Burkhardswalde, wo  Jürgen Voigt ebenfalls Planer war, kommt jetzt auch dem Taubenheimer Kita-Bau zu Gute. „Kinder wollen Farbe, Leben in der Einrichtung“, sagt der Bauingenieur. Die Gemeinde Klipphausen als Bauherr hat mit ihm einen  guten Griff gemacht, denn der Planer muss einerseits die Vorgaben verwirklichen, die der Freistaat Sachsen als Fördermittel-Geber an den Kita-Neubau stellt. Andererseits nutzt Jürgen Voigt aber auch geschickt die Freiräume, um Individuelles mit  in dieser Einrichtung zu schaffen. Er versteht es auch,  Erschwernisse zu überwinden.  So steht zum Beispiel der Kindergartenbereich auf dem Standort der alten Mittelschule, die Krippe aber auf gewachsenem Boden. „Es gab dadurch Setzungsdifferenzen. Das musste ausgeglichen werden“, so der Planer.  Für die Gründung wurden unter anderem auch recycelte Betonteile der Mittelschule verwendet.  Bewehrungen kamen ebenfalls in den Boden.

„Es ist kein Typenbau in Taubenheim“, sagt Jürgen Voigt, was für Kinder und Erzieherinnen von Vorteil sei.  Jeden Dienstag ist Bauberatung. Handwerker, Planer,  Bauamtsleiter Dieter Schneider und weitere Beteiligte besprechen das weitere Vorgehen. Auch die Taubenheimer Kita-Leiterin  Manuela Franke  ist da mit von der Partie.  „Wir freuen uns sehr auf die neue Einrichtung“, bemerkt sie.  Das Kita-Team - derzeit sind es zehn Mitarbeiter, ab August elf - schätze,  dass auch seine  Ansichten beim Baugeschehen mit einfließen, um manche Dinge noch zweckmäßiger zu gestalten.  Eine Veränderung sei da beispielsweise bei der Höhe der Bedienungselemente für die Töpfchenspüle vorgenommen worden, wie Manuela Franke sagt.

Jetzt wurde auch zusammen die Farbgebung für die Räume in Kindergarten und Krippe festgelegt. Beige-ockerfarben ist zum Beispiel der Linoleum-Bodenbelag in Gruppen-und Schlafraum in der Krippe. Die Wände im Gruppenraum sind ocker-beige, im Schlafraum hellblau.Anhand von Mustern wird die Farbauswahl für die Räume vorgenommen,  links Planer Jürgen Voigt, rechts Kita-Leiterin Manuela Franke. Im Kindergarten  wird in den Gruppenräumen ein rot-orangener Bodenbelag verlegt, die Wände sind beige-gelb. Auf eine originelle Sache macht noch Jürgen Voigt aufmerksam.  Im den Sanitärräumen der Gruppen werden Dekorfliesen angebracht, die jeweils unterschiedliche Tierarten enthalten, so  Elefant, Affe, Giraffe, Zebra und andere Tiere. 

Bauamtsleiter Dieter Schneider skizziert  den weiteren Planungsablauf.  Nach der Montage der Fußbodenheizungen, wird in den  Räumen der Estrich eingebracht. Handwerker hängen dann Raumdecken ab, nehmen die Feininstallation der Technik vor, legen Fliesen, die Maler sind am Werk.   Auch die Außenanlagen werden gestaltet, so Spielplätze, Umzäunung, Parkplatz mit 18 Pkw-Stellplätzen sowie Stellplätzen für Fahrräder, Beleuchtung.  Planer Jürgen Voigt  nennt noch andere Dinge. In Decken werden Lichtkuppeln eingebaut.  Die Heizung  der Einrichtung erfolgt über Luftwärmepumpe und Gas. Spielplätze für Krippe und Garten sind  getrennt, es gibt aber auch gemeinsame Bereiche.  Die Sandkästen haben eine Überdachung.  Spielhäuschen, Rollerbahn, Rutsche,  Kletterwände und noch andere Kinderfreuden sind geplant.  Geräte und Häuschen sind aus Robinienholz.  Die Mitarbeiter werden sich über einen  Personalraum freuen, den es in der alten Einrichtung nicht gab. Auch ein Speise- und Mehrzweckraum gehört zum  neuen Domizil. Bauamtsleiter Dieter Schneider: „Mit dieser neuen Investition werden die Lebensverhältnisse in Taubenheim spürbar weiter verbessert.“  (Dieter Hanke)Auf dem Dach des Kita-Bereichs posiert eine Keramik-Taube.Das Dach des Krippenbereichs wurde mit einer Keramik-Katze verschönert.