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Partner aus Polen zu Gast

Eine Delegation aus Czajkow weilte wieder in Klipphausen

Klipphausen hatte jetzt  erneut Partnerschaftsbesuch. Anlässlich der Einweihung des Schulanbaus in Naustadt am Freitag, den 16. September, weilte eine vierköpfige Delegation  aus der Landgemeinde Czajkow (Kiebitztal  in Klipphausen.  Seit  2014 besteht zwischen beiden Kommunen  eine Partnerschaftsvereinbarung. Ein Fahrzeug der Klipphausener  Feuerwehr wird besichtigt, rechts der polnische Bürgermeister Henrik Plichta, links im Bild der Vorsitzende des polnischen Gemeinderates und Feuerwehrmann Stanislaw Krzywaznia.  Die Gäste mit ihrem Bürgermeister Henrik Plichta  schauten sich die Naustädter Grundschule mit dem neuen Erweiterungsbau genau an. Der 51-jährige polnische Bürgermeister, der seit gut zehn Jahren im Amt ist: „Wir haben vor, unsere Grundschule weiter zu modernisieren. Da haben wir uns in Naustadt gute Anregungen geholt.“  Mit in der polnischen Delegation war deshalb auch der langjährige Schulleiter  Zbigniew Pilarczyk. Zur  Übergabe des Schulanbaus in Naustadt an jenem Freitagnachmittag  überreichten die Gäste der Schule  als Geschenk eine Eule aus Nussbaumholz, die der einheimische  Bildhauer Zdzislaw Przybylek angefertigt hatte.

Aber  Naustadt war nur eine Station des umfangreichen eintägigen  Besuchsprogramms. In Taubenheim  schauten sich die Gäste den Neubau der Kindertagesstätte an, und im Gewerbegebiet Klipphausen  waren sie  bei der Veranstaltung anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Unternehmens S-Tec GmbH zugegen. Betriebsrundgang der Gäste bei S-Tec im Gewerbegebiet Klipphausen Bei einem Rundgang machten sich dort die polnischen Gäste  mit dem Produktionsprofil dieses Betriebes vertraut, der Aggregate und Anlagen projektiert und baut, die zur Reinigung  und Behandlung von Wasser und Flüssigkeiten dienen.  Bei dieser Gelegenheit  interessierten sich die Polen auch für Fahrzeuge der Klipphausener Feuerwehr,  die bei dieser Jubiläumsfeier des Unternehmens für die Betriebsangehörigen zur Besichtigung mit stationiert waren.  „Es ist schon beeindruckend, mit welcher modernen Technik die Klipphausener Feuerwehr zu Einsätzen ausrücken kann“, sagte der 33-jährige Vorsitzende des polnischen Gemeinderates Stanislaw Krzywaznia, der selbst  Feuerwehrmann ist. Im kommenden Jahr will sich Czajkow ebenfalls ein neues Feuerwehrfahrzeug zulegen. Am Neubau der Kindertagesstätte in Taubenheim: Bürgermeister Gerold Mann (rechts) erläutert das Vorhaben.

Ein Thema ganz anderer Art stand dann im Gasthof  „Meißner Blick“ in Seeligstadt zur Diskussion. Dort ging es  um die Direktvermarktung von einheimischen Produkten. Inhaberin Angelika Kießling: „Wir verarbeiten in unserem Gasthof viele Produkte aus der Umgebung. Die kurzen Lieferwege garantieren Frische, und wir unterstützen damit auch Unternehmen aus der Region. Das wird von unseren Gästen geschätzt.“ Zum Beispiel  bezieht der „Meißner Blick“ Hausschlachtspezialitäten vom Bauernhof Weise aus Gauernitz, Backwaren von der Bäckerei Theilig aus Taubenheim und  Steinpilzchampignons  vom Hof Büttner in Blankenstein.

 

Klipphausens  Bürgermeister Gerold Mann sowie Beigeordneter und Bauamtsleiter Dieter Schneider  gaben bei diesem neuerlichen Erfahrungsaustausch über kommunale Aufgaben und Probleme freimütig ihre Erfahrungen weiter. Gerold Mann: „Wichtig ist doch bei so einer Partnerschaft, dass beide Seiten voneinander lernen,  dass vielleicht noch bestehende Vorurteile abgebaut werden und dass sich die Menschen einander  verstehen.  Dieser kurze Besuch der polnischen Gäste war dazu wieder eine gute Gelegenheit.“

Zur polnischen Delegation gehörte auch Izabella Malecka.  Sie ist seit 2010 Deutschlehrerin am Gymnasium in Czajkow.  „Ich werde meinen Schülern von den vielen Eindrücken bei diesem Besuch berichten“, sagte sie.  

Die Verbindung von Klipphausen  mit dieser polnischen Landgemeinde Czajkow kam zustande, da der Landkreis Meißen seit geraumer Zeit Partnerschaft mit dem Landkreis Ostrzeszow hat und beide Parteien  den Erfahrungsaustausch  auch auf Gemeindeebene vertiefen wollten.  Bereits zur Einweihung des neuen Vereinszentrums vor zwei Jahren in Weistropp  war eine Delegation aus Czajkow anwesend. Im Gegenzug weilten Klipphausener auch schon bei ihren Partnern. Diese polnische Landgemeinde  liegt etwa  100 Kilometer  von Wroclaw (Breslau) entfernt im Landkreis Ostrzeszow  in der Woiwodschaft Großpolen.   Über 2500 Einwohner leben in dieser Gemeinde, deren Territorium  etwas über 70 Quadratkilometer umfasst.  Landwirtschafft dominiert in diesem Gebiet.  Es gibt nur wenige Industriebetriebe.  Vorwiegend stellen diese Holzpaletten her.  Auch zahlreiche Wälder charakterisieren die Landschaft dieser polnischen Gemeinde. Sandböden herrschen vor.

Text und Fotos: Dieter Hanke