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DHL feiert Richtfest am neuen Gebäude

Zehn Millionen Euro werden in den neuen Standort im Gewerbegebiet Klipphausen investiert.

Ein großer Tag für DHL Express Germany und dessen Kunden in Sachsen: Am Freitag, dem 3. November, wurde Richtfest am neuen Betriebsstandort auf der Bremer Straße 7 im Gewerbegebiet Klipphausen gefeiert. Schräg gegenüber der Sächsischen Haustechnik entstehen in einem etwa 3 000 Quadratmeter großen Gebäude moderne Produktions- und Büroflächen. Der weltweit führende Anbieter internationaler Expressdienstleistungen will im Herbst nächsten Jahres dort den Betrieb aufnehmen. Das Investitionsvolumen für den neuen Standort beträgt rund zehn Millionen Euro. Bauherr des Vorhabens ist die Rakasta GmbH aus Waiblingen bei Stuttgart (Baden-Württemberg). Das Bauunternehmen Goldbeck Ost GmbH, Niederlassung Sachsen, mit Sitz in Klipphausen ist Generalauftragnehmer. „Für uns ist das ein schöner mittelständischer Bau“, bemerkte der 60-jährige Niederlassungsleiter Thomas Seidel. Das Unternehmen hat schon viele Projekte in der Gemeinde Klipphausen verwirklicht.

„Mit dem Neubau verdoppeln wir die Kapazitäten unserer derzeitigen Station in Klipphausen“, sagte zum Richtfest Markus Reckling, Director Managing DHL Express Germany. Die neue Niederlassung werde mit einer hochmodernen vollautomatischen Sortieranlage ausgestattet, die für ein Sendungsvolumen von etwa 3 000 Stück pro Stunde ausgelegt ist und über die alle Express-Sendungen für Deutschland und dem Ausland schnell und effizient bearbeitet werden können. Zugleich werde die neue Betriebsstätte neben einem Ladehof mit zwölf Toren auch über 48 Stationen zur direkten gleichzeitigen Beladung von Zustellfahrzeugen verfügen. „Klipphausen ist ein Knotenpunkt für DHL“, so der Manager. Durch diese Neuerungen werde DHL kürzere Bearbeitungszeiten in der Sendungsabwicklung erreichen und damit die Prozesse zugunsten der Kunden erheblich verbessern, sagte der Manager.

Das Servicegebiet des Klipphausener DHL-Standortes erstreckt sich von Hainichen bis nach Görlitz zur polnischen Grenze und von Lübbenau im Spreewald bis nach Seiffen und der tschechischen Grenze. „Wir sind somit für den größten Teil von Sachsen zuständig. Die Lage unserer Betriebsstätte unmittelbar an der A 4 ist für uns von großem Vorteil“, bemerkte DHL-Niederlassungsleiter Andreas Franz. Der 54-Jährige freut sich, dass mit dem Neubau auch moderne Sozialräume für die Beschäftigten geschaffen werden und dann die jetzt noch zum Teil schwere körperliche Arbeit wegfällt. Zurzeit sind in Klipphausen knapp 100 Mitarbeiter tätig. 20 neue Mitarbeiter seien eingestellt worden, sagte der Niederlassungsleiter.

Bürgermeister Gerold Mann würdigte das Engagement von DHL Express. Das Unternehmen stärke auch mit der Schaffung von weiteren Arbeitsplätzen die Bedeutung der Gemeinde mit ihren guten Gewerbe- und Logistikstandorten. Der Bürgermeister wünschte für das DHL-Vorhaben ein unfallfreies und termingerechtes Bauen.

Seit 1998 ist DHL im Gewerbegebiet Klipphausen ansässig, auf der Bremer Straße 5. Der Neubau erfolgt jetzt nebenan auf dem Nachbargrundstück, das dem Unternehmer Rainer Stiefel gehört, dessen Betrieb in Waiblingen bei Stuttgart in der Hydraulik- und Pneumatiksparte mit ein führender Anbieter in Deutschland ist. Die Fluid Concept GmbH im Gewerbegebiet Klipphausen, die direkt neben dem jetzigen Sitz von DHL ihr Domizil hat, ist eine hundertprozentige Tochter des Waiblinger Stammunternehmens. „Es ist geplant, dass Fluid Concept dann in die größere, derzeitige Halle von DHL zieht. Auch wir müssen uns flächenmäßig vergrößern, die Produktion erweitern. Die Nachfrage nach unseren Produkten ist steigend“, sagt der 55-jährige Unternehmer Rainer Stiefel, der jetzt auch Investor des DHL-Neubaus ist und dafür extra als Bauherr die Rakasta GmbH Waiblingen gegründet hat. „Für uns ist das Neuland. Aber mit den guten Partnern an der Seite werden wir das schon schaffen“, bemerkte er.

Auch für DHL Express Germany sei diese Erweiterung in Klipphausen aufgrund des kontinuierlichen Sendungswachstums in der Region dringend notwendig geworden, wie der  Director Managing DHL Express Germany sagte. Der Neubau in Klipphausen sei Teil eines umfangreichen Infrastrukturprogramms, mit dem DHL Express seine Produktionsstätten in Deutschland umfassend modernisiere und erweitere. Darunter seien unter anderem Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Hannover, Leipzig, Nürnberg und Stuttgart. „Ganz besonders stolz sind wir darauf, im Jahr unseres 40. Jubiläums in Deutschland im internationalen Geschäft deutlich zweistellig zu wachsen“, so Markus Reckling, der DHL-Express Managing Director.

Die Niederlassung in Klipphausen gehört zu den insgesamt 31 Stationen von DHL in Deutschland, die Anschluss an das internationale Netzwerk haben.

Text und Fotos: Dieter Hanke