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Havarie im Kalkbergwerk

Gestein stürzte herab. Helfer sorgten rasch für andere Auftrittsorte von Veranstaltungen.

Im ehemaligen Alten Kalkbergwerk in Miltitz gab es gegen Ende November eine Havarie. Im Bereich des Aufgangs zum Heynitz-Stolln waren ein großer Gesteinsbrocken und weitere Steine auf den Boden gestürzt. Der Weg war versperrt. Darüber hatte Bergwerksführer Rainer Weinert am Abend des 24. November die Gemeindeverwaltung informiert. Da diese Strecke aber als Fluchtweg bei Veranstaltungen dient, musste das Besucherbergwerk, das der Gemeinde gehört, unverzüglich gesperrt werden.

Zwischenzeitlich haben Beschäftigte der Bergsicherung Freital Ende November diesen  Abbruch im Kalkbergwerk beseitigt. Wie die Hauptamtsleiterin der Gemeinde Anja Jähnigen mitteilte, wird jetzt ein Sachverständigenbüro für Bergbau ausgewählt. Dieses soll an Ort und Stelle prüfen, ob möglicherweise weitere Gefahr durch herabstürzendes Gestein besteht. Da das Besucherbergwerk sowieso Winterpause hat und von Januar bis März geschlossen bleibt, kommt es zu keinen Beeinträchtigungen für Besucher.

Die plötzliche Havarie hatte aber doch für einige Turbulenzen gesorgt. Denn nur wenige Stunden nach dem Vorfall sollte am 25. und 26. November, jeweils 14.30 und 17 Uhr, das Marionettentheater Dombrowsky in der Pulverkammer im Kalkbergwerk das Märchen „Hänsel und Gretel“ spielen.  Viele Besucher hatten sich darauf gefreut, dieses Stück im Untergrund bei Kerzenschein zu genießen.

Die Gemeindeverwaltung sorgte aber für einen schnellen Ausweich für diese Veranstaltungen. Noch am Abend des Havarie-Tages ermöglichte diese den Auftritt des Puppentheaters in der Turnhalle der Burkhardswalder Grundschule. Der Bauhof der Gemeinde half da mit bei den Vorbereitungen. Die Theaterbesucher wurden am Veranstaltungstag am Bergwerk über die Verlegung der Spielstätte informiert.

Auch für nachfolgende Veranstaltungen im Dezember fand die Gemeindeverwaltung eine Lösung. Die Konzerte des Maxim Kowalew Don-Kosaken-Chors am zweiten Adventssonntag wurden in die Kirche Miltitz verlegt. Das betraf ebenfalls das Konzert von Thomas Stelzer und seiner Gospel-Crew am dritten Adventssonntag um 17.30 Uhr.

Die Gemeindeverwaltung sagt der Leitung der Grundschule in Burkhardswalde, der Kirchgemeinde in Miltitz, den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Bergwerks, dem Bauhof und allen weiteren Helfern ein herzliches Dankeschön. Die Hauptamtsleiterin: „Trotz der Havarie im Bergwerk hatten die Besucher dieser Veranstaltungen schöne Erlebnisse in der Adventszeit. Die Helfer sorgten engagiert für einen Ausweich der Auftrittsorte.“

Text: Dieter Hanke, 13.12.2017