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Es rollt gut in Röhrsdorf

Die unitrans Hauptvogel GmbH hat die Weichen für die Zukunft gestellt. Mit Zuverlässigkeit und Qualität agiert die Spedition erfolgreich am Markt.

Dieses Familienunternehmen in der Transport- und Logistikbranche im Gewerbegebiet Röhrsdorf, das im nächsten  Jahr am 1. Oktober sein 25-jähriges Betriebsjubiläum feiert, sorgt engagiert dafür, dass die Räder nicht stillstehen.  Die unitrans Hauptvogel GmbH und angeschlossene Unternehmen haben konsequent die Zukunft im Visier. „Wir erweitern und wollen uns damit noch erfolgreicher am hart umkämpften Markt behaupten“, sagt Katja Seifert, zuständig für Marketing und Ausbildung in der unitrans Hauptvogel GmbH. So kam jetzt ein neuer Hallenkomplex mit zwölf Laderampen hinzu, der schon seit einigen Wochen genutzt wird. Zu den bereits vorhandenen 7 500 Quadratmetern Umschlagsfläche, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Röhrsdorf geschaffen wurden, gesellten sich nun weitere 1 500 Quadratmeter. „Umschlag und Ladeprozess verbessern sich dadurch enorm“, bemerkt die 34-jährige Betriebswirtschaftlerin aus Naustadt. Denn der neue Hallenkomplex sei mit den Lastern zu befahren. „Dadurch können jetzt bei jedem Wetter verschiedenste Güter in der Halle verladen werden“, sagt die junge Frau.

In den nächsten Monaten wird noch am Standort in Röhrsdorf ein neues Bürogebäude eingeweiht, wo auf drei Etagen 50 moderne Arbeitsplätze entstehen. Das Bauunternehmen Goldbeck Ost GmbH, Niederlassung Sachsen, mit Sitz in Klipphausen ist da Generalauftragnehmer. Katja Seifert: „Das Gebäude wird behindertengerecht sein, ein Fahrstuhl ist eingebaut, und die Arbeitsplätze entsprechen den neuesten  Erkenntnissen der Arbeitsmedizin und Ergonomie.“ Hinzu kommt noch angrenzend eine Cafeteria, um die Pausenversorgung zu verbessern. Das bisherige Bürogebäude wird saniert. „Sozialräume werden dort eingerichtet“, so die Naustädterin.

Doch die Erweiterung des Unternehmens ist damit noch nicht abgeschlossen. Die unitrans Hauptvogel GmbH hat bereits angrenzend an ihrem langgestreckten Grundstück, das gewissermaßen die Form eines L hat, eine neue Fläche erworben, wo für 2020 der Bau einer weiteren Logistikhalle geplant ist.

Die mittelständische Spedition mit ihren 230 Mitarbeitern befördert Stückgüter der verschiedensten Art hauptsächlich in Sachsen und darüber hinaus in ganz Deutschland. Auch in angrenzende EU-Länder werden Waren geliefert. „Im Monat sind das insgesamt an die 40 000 Sendungen, etwa 60 000 Paletten“, bemerkt Katja Seifert.  Das Warenspektrum sei breit gefächert – von Fahrzeugteilen für BMW bis zu Chipstüten für Kaufland. 

Schneller Umschlag der Güter

Die unitrans Hauptvogel GmbH und die DHL Hauptvogel International GmbH – seit 2003 ist die Spedition Hauptvogel Partner von DHL – schlagen Tag und Nacht Güter um. Die Beschäftigten arbeiten in drei Schichten. „Entscheidend ist ein schneller Umschlag der Waren, der sich an den spezifischen Interessen und Wünschen unserer Kunden orientiert und wo auch die Serviceleistungen von hohem Niveau sind“, meint die Betriebswirtschaftlerin.  Der Logistikstandort in Röhrsdorf nahe der A 4 ist da von Vorteil. So werden für die Märkte Saturn und Multimedia unter anderem Fernseher, Waschmaschinen und Kühlschränke befördert oder auch Palmen und weitere Grünpflanzen für Baumärkte. Fahrräder, Reifen, Schlauchboote, Gläser, Papier, Bekleidung, Lebensmittel, Getränke und noch vieles andere mehr werden an Handelsketten, Betriebe und weitere Kunden geliefert. Insgesamt über 100 Fahrzeuge des Unternehmens  – vom Kleintransporter bis zum 40-Tonner-Sattelzug – sorgen dafür, dass die Waren rasch ihr Ziel erreichen. „Von Vorteil für Kunden und für uns ist, dass wir seit vielen  Jahren stabile Lieferbeziehungen mit Partnern haben“, sagt Katja Seifert. So ist die Spedition zum Beispiel Hauptlieferant von Knox in Mohorn Grund und trägt so mit dazu bei, dass der original Räucherkerzen-Duft aus dem Erzgebirge in ganz Deutschland Bürger erfreut. Verträge bestehen ferner auch mit BMW für die Lieferung von Fahrzeugteilen, mit der Firma Rosenlöcher für Heimtiernahrung, dem Unternehmen Alutec für Kistensysteme und auch mit dem Unternehmen Heizman 24 für Haus- und Gebäudetechnik. In der Umgebung ist da unter anderem Scholl-Glas im Gewerbegebiet Heynitz-Lehden oder das Kabelwerk Balzer in Meißen zu nennen.

25-jähriges Betriebsjubiläum 2018

Wenn mit einem Fest im Oktober nächsten Jahres das 25-jährige Betriebsjubiläum der Spedition gefeiert wird, kann dieses mittelständische Familienunternehmen eine stolze Bilanz vorweisen. Hauptvogel/unitrans ist ein anschauliches Beispiel dafür, welche Erfolge mit unternehmerischem Geschick, Fleiß und Beharrlichkeit erreicht werden können. „Es ist erstaunlich, wie sich dieses Unternehmen in den mehr als zwei Jahrzehnten entwickelt hat. Das verdient große Anerkennung und ist vor allem auch ein Verdienst von Eigentümer und Geschäftsführer Thomas Hauptvogel. Für uns als Gemeinde ist dieses familiengeführte Unternehmen ein solider Partner. Wir freuen uns, dass viele Menschen dort Arbeit gefunden haben, was der Region zugute kommt“, sagt Klipphausens Bürgermeister Gerold Mann.

Die Wurzeln dieses Unternehmens gehen bis ins Jahr 1976 zurück, wo Karl-Heinz Hauptvogel in Nossen seinen Betrieb gründete, der mit Kippern Kies und weitere Schüttgüter für das Bauwesen transportierte und 1993 zwölf Mitarbeiter hatte. 1993 ging daraus als Familienunternehmen die unitrans Hauptvogel GmbH hervor. „Seit November 1993 sind wir Franchisenehmer der Unitrans Deutschland Gesellschaft für Terminverkehre und seit 2003 damit Partner der DHL Freight“, berichtet Katja Seifert. 1995 erfolgte die Ansiedlung im neuen Gewerbegebiet Röhrsdorf. Im Herbst war der erste Spatenstich für eine 1 200 Quadratmeter große Speditionshalle und Bürotrakt. Im Frühjahr 1996 war Einzug. Mit seinem Vater und seiner Mutter baute Sohn Thomas Hauptvogel zielgerichtet das Unternehmen weiter auf. 1999 wurde die Umschlaghalle erweitert, auch ein Büroanbau entstand. 2007 kamen eine firmeneigene Tankstelle, 2012 eine neue Stückguthalle und 2014 eine Reparaturwerkstatt für Fahrzeuge hinzu. Zum Firmenkomplex gehört auch das 100-prozentige Tochterunternehmen valas. Es wurde 2006 in Wilsdruff gegründet. Die valas-Halle am Standort Röhrsdorf wurde 2008 bezogen. Dort lagern verschiedene Stückgüter des Online-Handels und werden umgeschlagen.

Während 1993 zur Gründung des Familienunternehmens zwölf und 1996 über 30 Mitarbeiter beschäftigt waren, stieg deren Zahl 2007 auf 124. Im Jahr 2012 waren es schon 162 Betriebsangehörige. Gegenwärtig sind es 230. Noch ein weiterer Beleg für das stetige Wachstum des Unternehmens: 1996 waren es an die 1 200 Sendungen im Monat. Heute sind es allein im Eingang über 1 200 Sendungen am Tag. Umgeschlagen werden täglich 2 100 bis 2 500 Sendungen.  Die Tendenz ist steigend. Katja Seifert: „Beim Stückgutaufkommen haben wir uns in diesem Jahr gesteigert. Zum Beispiel waren es im November 47 000 Sendungen mit 81 000 Packstücken.“ Gegenwärtig verfügt Hauptvogel/Unitrans über 100 Fahrzeuge,  52 000 Quadratmeter Betriebsgelände, 92 Laderampen und 9 000 Quadratmeter Umschlagsfläche. 

Neue Herausforderungen 

„Wir wollen weiter gut vorankommen“, sagt  Eigentümer und Geschäftsführer Thomas Hauptvogel mit Blick auf die aktuelle Erweiterung des Unternehmens. Der Chef hält sich da mit Worten zurück, stellt seine Person in den Hintergrund. Er sei stolz auf die Mitarbeiter seines Unternehmens, mit denen er in all den Jahren diesen Weg gegangen ist und die sich nun gemeinsam mit ihm den Herausforderungen der Zukunft stellen.

Denn diese haben es in sich. Der Online-Handel boomt in Deutschland. Das stellt das Unternehmen vor neue Bewährungen, was Umschlag und Lieferung der Waren anbelangt. Ein enormer Termin- und Zeitdruck ist die Folge und lässt auch die Zahl der Überstunden von Mitarbeitern anschwellen.

Ein Grund dafür ist auch, dass es in der Transport- und Logistikbranche immer schwerer wird, qualifiziertes Personal zu gewinnen, vor allem Berufskraftfahrer. Die Bereitschaft von Menschen, in Schichten zu arbeiten, nimmt ab.  Auch die Röhrsdorfer Spedition spürt das. Vor zwei Jahren hat diese deshalb eine Ausbildungsoffensive gestartet, um selbst für mehr Nachwuchskräfte zu sorgen. „Zurzeit haben wir 18 Azubis“, sagt Katja Seifert, es seien angehende Berufskraftfahrer, Lageristen und Speditionskaufleute. „Nach ihrer Ausbildung werden sie alle von uns übernommen“, so die Firmenmitarbeiterin.

Wildnis-Patenschaft in Kanada

Zur betrieblichen Bilanz gehört auch, dass sich die unitrans Hauptvogel GmbH gesellschaftlich engagiert. So werden der Karnevalsverein und die Feuerwehr in Taubenheim sowie weitere Gemeinschaften unterstützt. Seit zwei Jahren steht das Unternehmen auch der Arche, dem Christlichen  Kinder- und Jugendwerk e.V. in Meißen, zur Seite, wo insbesondere Mädchen und Jungen aus sozial schwachen Familien Hilfe erhalten. So hat das Röhrsdorfer Unternehmen im Dezember für 70 Kinder Weihnachtspäckchen gepackt – mit Fußbällen, Puppen, Lego-Spielen, Rucksäcken und anderen Geschenken. „Wir sponsern das Ganze, um diesen Kindern eine Freude zu bereiten“, sagt Katja Seifert.

Bemerkenswert ist noch ein anderes Engagement. Mit der Organisation Wilderness International Canada hat die Spedition seit geraumer Zeit eine Wildnis-Patenschaft für 15 360 Quadratmeter unberührten Regenwald an der Westküste Kanadas abgeschlossen. Damit bewahren die Röhrsdorfer mit den Lebensraum von Grizzlybären, Wapitihirschen und Wölfen und schützen in diesem Territorium uralte Bäume vor dem Kahlschlag. Zugleich soll diese Patenschaft auch ein Zeichen setzen, dass sich die Röhrsdorfer Spedition mit ihren Fahrzeugen und dem damit verbundenen Ausstoß von Kohlendioxid um einen Ausgleich bemüht.

Text:  Dieter Hanke, Fotos: Andy Paulik/Dieter Hanke; 15.12.2017