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Schäden an Bächen und Teichen beseitigt

Sanierungsarbeiten im Gemeindegebiet kosten Millionen

Die Gemeinde Klipphausen unternimmt große Anstrengungen, um die Schäden vom Hochwasser 2013 zu beseitigen. Bisher wurden über die Hälfte der geplanten Maßnahmen verwirklicht, konkret von insgesamt 192 Projekten 103 erledigt. Das sind vom veranschlagten Gesamtvolumen von rund 19 Millionen Euro bisher 6,1 Millionen Euro, die abgerechnet wurden. „Gegenwärtig sind 39 Maßnahmen im Bau, die einen Kostenrahmen von insgesamt 2,8 Millionen Euro haben. 50 Projekte sind in Vorbereitung“, sagte Klipphausens Beigeordneter und Bauamtsleiter Dieter Schneider.

Zwar fördert der Freistaat Sachsen die einzelnen Projekte zur Hochwasserschadensbeseitigung 2013 zu 100 Prozent. Doch erschwerend ist dabei, dass die Fördergelder erst fließen, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind. Das heißt, dass die Gemeinde für die Erledigung der Maßnahmen in finanzielle Vorleistung gehen muss, um Unternehmen zu beauftragen. „Das sind jährlich an die 800 000 bis zu einer Million Euro, die im Haushalt eingeplant werden müssen. Dadurch verzögern sich oft andere Planvorhaben“, bemerkte der Bauamtsleiter.

Im Vorjahr wurde eine Reihe bedeutender Projekte abgeschlossen. Darunter war zum Beispiel die Vorsperre in Reichenbach, die entschlammt wurde. Außerdem wurde das Auslaufbauwerk in Stand gesetzt. Saniert wurde das Regenrückhaltebecken in Taubenheim, in Kettewitz entstand der Feuerlöschteich neu. „Umfangreich waren auch Gewässersanierungen an der Triebisch“, so Schneider. Im Bereich Pfarrbrücke in Taubenheim wurde der Weg wieder in Ordnung gebracht, ebenso der Feuerlöschteich am Schloss in Klipphausen. Fast fertig ist auch die Neudeckmühlenbrücke in Klipphausen, wo die Wilde Sau beim Hochwasser 2013 enorme Schäden verursacht hatte.

In diesem Jahr geht die Schadensbeseitigung zielgerichtet weiter, wobei schon an einzelnen Objekten gearbeitet wird bzw. dafür die Vorbereitungen erfolgten. Das betrifft zum Beispiel, wie der Bauamtsleiter weiter informierte, die Sanierung des Teiches an der Kreisstraße in Taubenheim oder auch in diesem Ort die Gewässersanierung an der Scharre, wo auch Böschungen stabilisiert und ein neuer Einlauf für den Teich gebaut werden, sowie die Instandsetzung des Mühlgrabens.

In Sönitz geht es um die Sanierung des Feuerlöschteiches, die auch neue Einlauf- und Auslaufbauwerke mit einschließt. Auch in Miltitz wird der Feuerlöschteich wieder in Schuss gebracht, ebenso in Röhrsdorf. Der Wanderweg von Lampersdorf nach Taubenheim wird in Stand gesetzt. Dort gab es unter anderem Ausspülungen, und es müssen Schäden an Durchlässen behoben werden. Fortgesetzt werden ferner die Sanierungsarbeiten am Elberadweg im Abschnitt von Wildberg bis Gauernitz, wo die Wassermassen der Elbe 2013 wüteten.

Bis Mitte 2019, wie Dieter Schneider sagte, muss die Schadensbeseitigung vom Hochwasser 2013 im Gemeindegebiet abgeschlossen sein. Da bleibt noch eine Menge zu tun. Schwerpunkte sind da zum Beispiel die Sanierung des Hauptspeichers in Reichenbach und der Bau  eines Pumpwerkes am Damm in Wildberg, um Sickerwasser abzuleiten.

Auch die Folgen vom Starkniederschlag im Jahr 2014 werden weiter behoben. So soll in diesem Jahr die neue Brücke am Elbschlösschen in Gauernitz errichtet werden. Das alte Bauwerk musste demontiert werden, da das Wasser der Wilden Sau dort beträchtliche Zerstörungen angerichtet hatte. Schneider: „Die wasserrechtliche Genehmigung für den Bau liegt vor. Wir bereiten die Ausschreibung an Bauunternehmen vor.“  Über 300 000 Euro wird dieses Vorhaben kosten. Nach der Fertigstellung der neuen Brücke wird für Radler am Elberadweg die derzeitige Umleitung entfallen. 

Saniert wird ferner der Prinzbach im Bereich der Schiebockmühle. Außerdem entsteht dort ein neuer Durchlass zur Gemeindestraße, und Unterspülungen der Strecke in diesem Abschnitt werden beseitigt.

 

Text und Fotos: Dieter Hanke, 16.01.2018