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Planung für neue Oberschule

Gemeinderat vergab Aufträge. Viele Eltern wollen ihre Kinder in diese Einrichtung schicken. Staatsregierung in der Kritik.

Die Gemeinde Klipphausen bleibt beharrlich dran. Gemeinderat und Verwaltung drängen darauf, dass ihr Großvorhaben zielgerichtet verwirklicht wird. Im Technischen Ausschuss soll jetzt in Kürze vom beauftragten Planungsbüro die Entwurfsplanung für das neue Schulgebäude sowie für Sporthalle, Sportplatz und Außenanlagen der künftigen Oberschule in der Gemeinde vorgestellt werden. Gemeinsam mit dem Träger der neuen Oberschule, dem Christlichen Schulverein Wilsdruffer Land, werden Gemeinderäte und Verwaltung beraten, ob die Objektplanung ihren Vorstellungen entspricht. Nachdem bereits in der Januar-Sitzung der Gemeinderat Aufträge an Unternehmen für Planungen für die neue Oberschule  vergeben hatte, wurden auch im Februar weitere Aufträge erteilt.

Noch in diesem Jahr soll der Start für den Bau der Oberschule auf Ullendorfer Flur an der Taubenheimer Straße erfolgen. Die Kosten für das Bauensemble werden auf etwa 13 Millionen Euro geschätzt. Fördermittel vom Freistaat Sachsen erhält die Gemeinde eventuell nur für die Sporteinrichtungen, so der bisherige Stand. Die  Gemeinderäte haben deshalb im Januar einen Offenen Brief an den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU), den für Kultus zuständigen Staatsminister Christian Piwarz (CDU) und den Präsidenten des Landesamtes für Schule und Bildung, Ralf Berger, verfasst. Darin verwiesen sie auf die vergeblichen Bemühungen der Gemeinde in den vergangenen Jahren, den geplanten Oberschul-Bau gefördert zu bekommen. Bereits die zwei neuen Grundschulen im Gemeindegebiet mussten in der Vergangenheit ohne Fördermittel errichtet werden.

Gemeinderat Markus Flade, der den Brief verfasst hat, ist sehr verärgert darüber, dass es seit anderthalb Monaten noch keine Reaktion der Staatsregierung auf das Schreiben der Gemeinderäte gibt. „Wir nahmen an, dass es angesichts der heftigen Kritik aus der Bevölkerung an der CDU-Politik, die in den vergangenen Jahren den ländlichen Raum völlig vernachlässigt hat, dort ein Umdenken gibt. Offenbar ist das jetzt aber der alte Stil, auf solche Eingaben nicht zu reagieren. Wir werden aber nicht locker lassen“, bemerkt Markus Flade. Die Gemeinde sei dringend auf Fördermittel für ihr Großvorhaben Oberschule angewiesen. „Ohne Förderung wird der Haushalt der Gemeinde zu stark belastet, es fehlen Gelder für die Grundsicherung, für eine bessere Infrastruktur“, so Gemeinderat Markus Flade. Zum Beispiel seien Straßen im Ortsteil Semmelsberg in einem erbärmlichen Zustand und müssten dringend saniert werden.

Die neue Evangelische Oberschule Klipphausen war mit Schuljahresbeginn 2017/18 vorübergehend in Räumen der Grundschule in Naustadt gestartet. 25 Mädchen und Jungen lernen dort in der fünften Klasse. Wie Bürgermeister Gerold Mann auf der Sitzung des Gemeinderates am 13. Februar 2018 sagte, gebe es viele Nachfragen von Eltern, die ihr Kind in diese Bildungseinrichtung schicken wollen. Über 40 Bewerbungen würden derzeit beim Schulträger für das kommende Schuljahr vorliegen.

 Text Dieter Hanke, 23.02.2018