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Neue Freizeitanlage und Sportplatz

Für diese Großvorhaben in Burkhardswalde werden über 600 000 Euro veranschlagt...

Die Kinder freuen sich schon riesig darauf.  „Der neue Bolzplatz“ ist für Jonathan die Nummer eins. Frieda nennt das Klettergerüst, und für Luise wird das Hangeln interessant sein. Wie bei diesen Schülern der Klasse 4a der Grundschule Burkhardswalde ist auch bei anderen Mädchen und Jungen dieser Einrichtung die Vorfreude auf ihr neues Spielparadies groß. Denn unmittelbar an der Grundschule entsteht jetzt eine große öffentliche Freizeitanlage, die natürlich vor allem auch von den Schulkindern genutzt werden wird.

„Es wird sicher einer der schönsten Spielplätze in der Gemeinde werden“, ist sich Beigeordneter und Bauamtsleiter Dieter Schneider sicher. Was Kinder begeistert, wird dort auf dem etwa 2 000 Quadratmeter großen Areal zu finden sein: ein Bolzplatz, der mit hohen Ballfangnetzen gesichert wird, ferner Rennstrecke, Kletterfelsen, Wippe, Trittplattenpfad, Weideniglus, Rutsche, Balancehölzer, Tischtennisplatte, Schaukel, Sandspielplatz, Rundweg, Sitzgelegenheiten und anderes mehr. Auch ein Grillplatz wird angelegt. Hinzu kommt noch eine Brücke über den Burkhardswalder Dorfbach, die zum Parkplatz führt.

 Bau soll Ende des Jahres fertig sein

 Die Gemeinde Klipphausen greift für diese Mehrgenerationen-Freizeitanlage tief in das Gemeindesäckel. Fast 400 000 Euro wird diese kosten, wie Dieter Schneider sagte. Davon sind 200 000 Euro Fördergelder.  Das Planungsbüro Schubert aus Radeberg hat diese Anlage konzipiert, den Landschaftsbau wird das Unternehmen Baustein Meißen GmbH ausführen, den Tief- und Brückenbau die Firma Trinitz Bauwerksanierung GmbH aus Dresden. Diese Freizeitanlage, wie der Beigeordnete bemerkte, sei zugleich ein Vorhaben zur Umsetzung der Ortsgestaltungskonzeption von Burkhardswalde, wo ebenfalls das Planungsbüro Schubert  seine Vorstellungen zur weiteren Entwicklung dieses Ortsteils einbrachte.

„Bis Ende dieses Jahres soll die Freizeitanlage fertig sein“, sagte Dieter Schneider.  Bereits Mitte August hatten Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde Klipphausen auf dem Gelände Baufreiheit geschaffen. Baumstubben wurden abgefräst, Stämme zersägt, mit einer Hebebühne Totholz und wuchernde Äste aus den Bäumen geschnitten, Holz geschreddert. „Wir haben auch die Kronenpflege des Baumbestandes im vorgesehenen Areal vorgenommen“, sagte Gemeindewehrleiter und Bauhof-Mitarbeiter Manfred Kreißler, der hier mit seinen Bauhof-Kollegen Ulli Borgwardt, Thomas Müller und Wolfgang Lützner im Einsatz war.

Vorteile für Hort und Ganztagsangebote

 Für die neue Freizeitanlage wird das bisherige Spielplatzgelände der Grundschule mit einbezogen, das in die Jahre gekommen und für die Schüler nicht mehr so attraktiv war.  Die neue Anlage erstreckt sich auch auf den Hangbereich bis zur Grenze am Wanderweg, der zum Alten Kalkofen und weiter nach Obermunzig führt.

 Für Schulleiterin Uta Fleischer und ihrem Team geht mit dem neuen Spielplatz ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. „Die Kinder haben dann wesentlich bessere Bedingungen, ihren Bewegungsdrang auszuleben und Spaß und Freude bei den vielfältigen Geräten zu haben“, sagte sie. Vor allem auch für den Hort und die Ganztagsangebote an der Schule werde diese neue Anlage vorteilhaft sein. Immerhin würden von insgesamt 150 Schülern der Grundschule 145 den Hort besuchen. Die Schüler der AG Fußball zum Beispiel könnten sich dann auf dem Bolzplatz austoben und brauchten nicht mehr auf dem beengten Schulhof zu spielen.

Ballspielfeld, Laufbahn und weitere Anlagen

Doch für Burkhardswalde ist noch eine weitere größere Investition vorgesehen. Der Gemeinderat stellte dafür in der August-Sitzung die Weichen. „Die Außensportanlagen der Grundschule sollen saniert werden“, sagte Beigeordneter Dieter Schneider. Geplant seien eine 60-Meter-Laufbahn, ein Ballspielfeld, eine Weitsprung- sowie eine Anlage für Schlagballweitwurf und andere technische Disziplinen. Hinzu kommen Grünflächen. Nach einer Studie vom Planungsbüro Schubert werden dafür insgesamt 240 000 Euro veranschlagt. Die Gemeinde will die Finanzierung dieses Vorhabens aus Zuwendungen des Bundes innerhalb des Schulinvest-Programms in Höhe von knapp 180 000 Euro sowie aus der Pauschale des Landes für 2018 zur Stärkung des ländlichen Raumes in Höhe von 60 000 Euro bestreiten. Im nächsten Jahr soll diese Maßnahme realisiert werden.

Das ist auch dringend erforderlich, denn die bestehenden Außensportanlagen der Grundschule, so eine kurze Laufbahn, ein kleiner Hartplatz und eine Sandgrube, wurden unlängst von der Aufsicht für den Schulsport gesperrt. Sie sind zu marode, entsprechen nicht mehr den Lehrplan-Anforderungen und stellen Verletzungs-Gefahren für die Kinder dar. „Wir Sportlehrer der Schule freuen uns deshalb sehr, dass die Gemeinde hier mit neuen Anlagen Abhilfe schaffen will“, meinte Petra Schurig, die seit 1993 in Burkhardswalde unterrichtet.  Um den derzeitigen Ausfall in den Leichtathletik-Disziplinen etwas zu kompensieren, will das Pädagogen-Team der Schule, das eng zusammenhält, für den Sportunterricht weitere Möglichkeiten nutzen. „Da sind wir auch froh, dass wir so eine schöne Turnhalle haben“, bemerkte die 59-Jährige.

 Schulleiterin Uta Fleischer, die auch Gemeinderätin ist, sieht in dem Entscheid der Kommune auch ein Bekenntnis zu Burkhardswalde. „Viele Jahre hat es mit Fördergeldern von Bund und Land für unsere Vorhaben nicht geklappt. Jetzt sind wir an der Reihe. Für Kinder und Eltern gehen damit auch Wünsche in Erfüllung“, sagte sie und bedankte sich bei der Gemeinde für deren Aktivitäten. Nachdem bereits 2010 die Turnhalle und 2012 das Schulgebäude und der Hof modernisiert worden sind, kommen nun die Außenanlagen dran. Seit 2005 ist Uta Fleischer Schulleiterin in Burkhardswalde.

Konzeption bleibt nicht nur bloßes Papier

Beigeordneter Dieter Schneider wertete die neuen Sportanlagen ebenfalls als einen weiteren Baustein im Sinne der Gestaltungskonzeption für den Ort. Wie er noch informierte, seien perspektivisch die Schaffung eines Buswendeplatzes für einen sicheren Schulweg der Schüler sowie die Neugestaltung des Parkplatzes an der Grundschule weitere Aufgabenfelder. Michael Mede, der Vorsitzende des neuen Heimat- und Feuerwehrvereins in Burkhardswalde, sieht das ähnlich. „Diese Investitionen sind ein guter Schritt voran. Wir hoffen nun, dass auch bald eine zweite Ausfahrt am Parkplatz geschaffen wird, um die Sicherheit für die Schulkinder zu erhöhen“, sagte er unter anderem. 


   

 Text und Fotos: Dieter Hanke, den 23.08.2018