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Neue Entdeckungen in der Soraer Kirche

Das Landesamt für Archäologie hat jetzt neue interessante Entdeckungen in der Kirche in Sora gemacht. Dort entsteht gegenwärtig...

...durch Verlängerung der Empore ein multifunktionaler Gemeinderaum für 50 bis 60 Leute. Außerdem erfolgen weitere Sanierungen und Modernisierungen in diesem Gotteshaus. Wie Pfarrer Christoph Rechenberg informierte, hat jetzt Grabungstechniker Oliver Spitzner vom Landesamt Fundamente an der Ostwand des Altarraumes gefunden, die vom Vorgängerbau der Kirche aus dem 13./14. Jahrhundert stammen. Diese Zeugnisse des früheren Bauwerks bleiben unter dem Unterbau in ihrer historischen Fassung erhalten. Ferner hat der Mitarbeiter des Landesamtes für Archäologie vor dem Altar sowie links und rechts davon im Boden Zeugnisse von Gräbern entdeckt, die ebenfalls aus früheren Jahrhunderten stammen.

Pfarrer Rechneberg teilte weiter mit, dass jetzt im Kirchenschiff die Vorbereitungen für den Unterputz der Wände getroffen werden. Im vorgesehenen neuen Gemeinderaum geht es noch um die Bestätigung des Brandschutzkonzeptes durch das Landratsamt Meißen für die neue Decke. Der Technikraum sei fertig, so der Pfarrer.

Die Bauarbeiten in der Kirche, die im Sommer vorigen Jahres begonnen haben, sollen im Herbst 2019 abgeschlossen werden. Außer dem neuen Gemeinderaum, der mit einer Glasfaltwand vom Kirchenschiff abgegrenzt wird, und wo es eine Fußboden- und Wandheizung ermöglicht, dass die Kirche in Sora künftig auch als Winterkirche genutzt werden kann, ist unter anderem noch geplant, dass im Obergeschoss die Patronatsloge restauriert und angrenzend ein Lagerraum für Bücher geschaffen wird. Im Kirchenschiff soll die barocke Gestaltung mit einem warmweißen Anstrich erneuert werden. Auch der Sockelbereich wird saniert. Fertiggestellt ist bereits die neue behindertengerechte Toilette an der Nordseite des Kirchenschiffes.

Das Gesamtvorhaben in der Soraer Kirche, die damit attraktiver gemacht werden soll, kostet über 200 000 Euro. Es wird von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen und mit Eigenmitteln und Spenden der Kirchgemeinde finanziert.

Text: Dieter Hanke, 19.09.2018