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Neues Spielparadies in Burkhardswalde

Für über 400 000 Euro entstand eine kommunale Freizeitanlage, die mit zu den schönsten im Landkreis zählt...

 Ein großer Tag für Kinder, Eltern und weitere Bürger von Burkhardswalde und Umgebung: Am 1. Mai wurde das neue Spielparadies an der Grundschule offiziell eingeweiht. Verbunden mit dem schon traditionellen Anradeln an diesem Tag in der Gemeinde Klipphausen war das ein schöner Anlass für die Übergabe eines solchen Großprojekts. Denn diese neue kommunale Mehrgenerationen-Freizeitanlage gehört mit zu den schönsten im Landkreis Meißen. Auch viele Tulpen und gepflanzte Sträucher im Areal unterstreichen das. Bürgermeister Gerold Mann wünschte deshalb den Kindern und Jugendlichen viel Freude und Spaß und sprach die Erwartung aus, dass diese Freizeitstätte stets pfleglich benutzt wird. Über 400 000 Euro hat sich die Gemeinde das neue Areal kosten lassen, davon sind 200 000 Euro Fördergelder aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums im Freistaat Sachsen (EPLR). Die CDU-Landtagsabgeordnete Daniela Kuge, die bei der Einweihung mit zugegen war, freute sich ebenfalls über diese neue kommunale Errungenschaft in der Gemeinde Klipphausen, die das Miteinander befördern soll.

Mit Eifer bei der Sache

Gleich nach dem symbolischen Durchschneiden des Bandes zur Eröffnung stürmten die Kinder auf das Areal, denn sie konnten es kaum erwarten, die neue Anlage in Besitz zu nehmen. Freudestrahlend und mit Eifer probierten sie die einzelnen Geräte aus. Ob nun Kletterfelsen, Wippe, Trittplattenpfad, Weideniglus, Balancehölzer, Schaukel, Hangelanlage, Sandspielplatz, Rollerstrecke, Bolzplatz und weitere Spielvariationen – alles kam bestens an. Mütter, Väter und Großeltern, die mit gekommen waren, hatten da oftmals Mühe, ihren Sprößlingen zu folgen, so lebhaft waren diese bei der Sache und wollten schnell vieles ausprobieren.

Auch Eltern sind begeistert

Besonders attraktiv für die Kinder ist der Geländehang. Da hinauf führen Beton-Blocksteinstufen zu einem Fundament aus Sandstein, das auch Sitzgelegenheiten umfasst. Von dieser Höhe aus sausen die Mädchen und Jungen auf einer Rutsche bis nach unten in eine Sandfläche. Daneben befindet sich eine Kraxelstrecke, wo die Mädchen und Jungen wieder bis nach oben gelangen.

Für eine Kletterfelsenstrecke am Hang verwendeten die Bauleute große Findlinge aus Granit und anderen Gesteinsarten aus dem Kieswerk Taubenheim. Auch ein großer Grillplatz mit Sitzgelegenheiten aus Sandstein im Halbrund ordnet sich gut in das Gelände ein. An diesem Platz grenzen Palisaden aus Robinien- und Lärchenholz einen Sandspielplatz für kleinere Kinder ab.

„Wunderschön ist der Platz geworden“, sagte Claudia Kiersch aus Groitzsch, die mit ihrer Tochter Lene und ihrem Sohn Arne dabei war. „Das wollte ich mir nicht entgehen lassen und selbst diese Anlage in Augenschein nehmen. Sie ist sehr abwechslungsreich für die Kinder“, bemerkte die 23-jährige Claudia Prater, Erzieherin in Sachsdorf, die mit ihrem Freund zur Eröffnung kam. Auch Sabine Heinemann aus Groitzsch war unter den Premieregästen. Ihr Sohn Carl (8) war wie die anderen tüchtig bei der Sache. „Wichtig ist doch, dass die Kinder sich viel bewegen. Hier haben sie viele Möglichkeiten. Bleibt nur zu hoffen, dass die schöne Anlage von Vandalismus verschont bleibt“, sagte Frau Heinemann. Dieses Anliegen bekräftigten auch Gemeinderat Uwe Krause aus Tanneberg und der Burkhardswalder Ortschaftsrat Jens Burow. „Burkhardswalde hat nun eine weitere schöne Attraktion. Uns freut, dass nun auch die Schule an der Reihe ist und neue Außensportanlagen erhalten soll“, bemerkte der 56-Jährige, der beruflich Geschäftsführer in der Agentur für Arbeit in Freiberg ist. In dieser Eigenschaft regte er an, dass die Gemeinde doch für die Pflege dieser und weiterer kommunaler Anlagen auf Langzeitarbeitslose zurückgreifen könne, deren Lohnkosten die ersten zwei Jahre zu 100 Proznet und dann noch teilweise gefördert werden.

Dank an Bauleute

Insgesamt 2 000 Quadratmeter umfasst diese öffentliche Mehrgenerationen-Freizeitanlage, die sich auch auf den Hangbereich bis zur Grenze am Wanderweg, der zum Alten Kalkofen und weiter nach Obermunzig führt, erstreckt. Hinzu kommt noch eine Brücke über den Burkhardswalder Dorfbach, die zum Parkplatz führt. Das Planungsbüro Schubert aus Radeberg hat diese Anlage konzipiert, die Baugrunduntersuchung machte das Ingenieurbüro Kuntze aus Kleinschönberg, den Landschafts- und Wegebau sowie die Geräteinstallation hat das Unternehmen Baustein Meißen GmbH ausgeführt und den Tief- sowie den Bau der Brücke die Firma Trinitz Bauwerksanierung GmbH aus Dresden. Die Baufeldberäumung und den Pflegeschnitt bestehender Bäume übernahm der Bauhof der Gemeinde. Beginn der Arbeiten war im Juli 2018 gewesen. Noch ausstehend ist der Tartanbelag auf dem Bolzplatz, der aber erst bei wärmeren Graden verlegt werden kann. Unter dem Bolzplatz mit den großen Stabmatten als Ballfang liegen Drainagen. Das Wasser fließt in den nahen Bach.

Das neue Spielparadies war zugleich ein Vorhaben zur Umsetzung der Ortsgestaltungskonzeption von Burkhardswalde, wo ebenfalls das Planungsbüro Schubert seine Vorstellungen zur weiteren Entwicklung dieses Ortsteils einbrachte. In die neue Freizeitanlage wurde das bisherige Spielplatzgelände der Grundschule mit einbezogen, das in die Jahre gekommen und für die Schüler nicht mehr so attraktiv war.

Premiere auch für Schule

Die feierliche Einweihungszeremonie der neuen Spielstätte wurde dann am Vormittag des 2. Mai fortgesetzt. Nun waren die Schulkinder an der Reihe. 150 Mädchen und Jungen testeten ebenfalls ausgiebig die neuen Geräte. Ihr Urteil: Große Klasse!

Auch für Schulleiterin Uta Fleischer und ihrem Team geht mit dieser Freizeitstätte ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. „Die Kinder können hier ihren Bewegungsdrang ausleben, haben Freude an den abwechslungsreichen Spielelementen“, sagte sie. Besonders auch für den Hort und die Ganztagsangebote der Schule sei diese Anlage von großem Vorteil. Als Dank für diese Initiative der Gemeinde sangen die Schüler zur Eröffnung ein Lied, das von ihrer Lehrerin Frau Krieg stammt und das ganz auf dieses Ereignis Spielplatzeröffnung zugeschnitten war. Da heißt es in der ersten Strophe: „Aus dem Unterricht da kommen wir. Freu'n uns auf den schönen Spielplatz hier. Wollen rutschen, wollen rennen, woll'n die Arbeit anerkennen. Freu'n uns auf den schönen Spielplatz hier.“ Und in der zweiten Strophe sangen die Kinder: „Ist der Unterricht mittags vorbei, renn'n wir auf den Spielplatz mit Geschrei. Wollen hangeln, balancieen und den Bolzplatz ausprobieren. Freu'n uns auf den schönen Spielplatz hier.“

Text und Fotos Dieter Hanke, 28.06.2019