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Große Freude über Fördergelder für Sporthalle

Der Freistaat Sachsen unterstützt den Neubau der Zweifeld-Sporthalle in Ullendorf mit 1,7 Millionen Euro.

Eine frohe Botschaft kurz vor Weihnachten und dem Jahreswechsel: Der Freistaat Sachsen unterstützt den Neubau der Zweifeld-Sporthalle und des Kunstrasenplatzes im geplanten Schulkomplex der Evangelischen Oberschule Klipphausen in Ullendorf mit 1,718 Millionen Euro. Andreas Schumann, Leiter des Sportreferats im Sächsischen Staatsministerium des Innern, übergab am Donnerstag, den 20. Dezember, den Fördermittelbescheid in der Gemeindeverwaltung Klipphausen.

Im Sinne der Bürger im ländlichen Raum

„Wir freuen uns sehr über diese hohe Zuwendung und danken dem Innenministerium dafür. Der jahrelange beharrliche Kampf von Gemeinderat und Verwaltung um Fördergelder für dieses anspruchsvolle Vorhaben hat sich gelohnt“, sagte Bürgermeister Gerold Mann. Das sei auch ein weiterer Beleg dafür, dass sich die sächsische Staatsregierung in letzter Zeit mehr den Belangen von Bürgern und Kommunen im ländlichen Raum zugewendet hat. „Das ist anerkennenswert“, so der Bürgermeister.  

Die geplante Zweifeld-Sporthalle in Ullendorf mit Kunstrasenplatz, deren Gesamtkosten bei 4,6 Millionen Euro liegen. gehört mit zu den größten geförderten Vorhaben in diesem Jahr innerhalb des Programms Investive Sportförderung im Land Sachsen, wie Andreas Schumann sagte. Insgesamt waren in diesem Zeitraum 136 Projekte mit einem Gesamtumfang von 22,5 Millionen Euro von der Sportförderung bedacht worden. Das reichte von der Sanierung von Duschen und Technikräumen über Kunstrasen bis zu kompletten Sportplätzen und Hallen. Anträge hatte es aber im Freistaat fast das Dreifache mehr gegeben.  „Wir haben deshalb Prioritäten gesetzt. In der Gemeinde Klipphausen hat ein großer Bedarf nach Sporthalle und Kunstrasenplatz für den Vereins- und Breitensport bestanden“, begründete der Sportreferats-Leiter die Entscheidung des Ministeriums. Scherzhaft sagte Andreas Schumann, dass er später gern mal bei einem Leichtathletik-Meeting in Ullendorf dabei sein würde.  Der Referatsleiter war früher ein aktiver Leichtathlet gewesen.

Auch für die CDU-Landtagsabgeordnete Daniela Kuge im Wahlkreis Meißen 3 hat sich mit der Fördermittelübergabe für die Sporthalle in Ullendorf ihr Einsetzen für dieses Projekt gelohnt. „Den Nutzen haben Freizeitsportler sowie Schüler“, bemerkte sie. Klipphausens Gemeindekämmerin Silvia Kunas ist ebenfalls froh über den Fördermittel-Zuschuss für dieses bedeutsame Projekt. „Das entspannt unseren Haushalt. Es werden so Gelder frei für andere anspruchsvolle Vorhaben, zum Beispiel im Abwasserbau, wo die Baukosten enorm gestiegen sind.“          

Der Meißner Architekt Dr.-Ing. Knut Hauswald hatte zusammen mit der RBZ-Generalplanungsgesellschaft Dresden für die Planung dieses neuen Schulkomplexes der Gemeinde und so auch für die Erstellung des Sporthallen-Fördermittelantrags den Hut auf. „Unser Ziel ist, im April 2019 mit dem Bau von Schulgebäude und Sporthalle zu beginnen“, sagte der 67-jährige Chefplaner, der auch Dombaumeister in Meißen ist. Zunächst würde es um die Erschließung des Standortes mit Medien gehen, ab Juni dann um den Hochbau der beiden Gebäude. Dr. Hauswald: „Die Fertigstellung des Komplexes mit Schulgebäude, Sporthalle und Sportplatz ist für Ende Januar 2021 vorgesehen, so dass dann nach den Winterferien die Schüler der Evangelischen Oberschule Klipphausen, deren Träger der Christliche Schulverein Wilsdruffer Land ist, Einzug halten können.“ In der neuen zweizügigen Evangelischen Oberschule sollen mal zwölf Klassen mit je 26 Schülern lernen.

Verbindungsgang von Schule zur Sporthalle

Auf der insgesamt 25 420 Quadratmeter großen Fläche in Ullendorf nördlich der Taubenheimer Straße zwischen dem inzwischen bewaldeten Restloch einer ehemaligen Ziegelei westlich und der Musterhaussiedlung östlich soll der Schulkomplex entstehen. Es ist vorgesehen, dass in dem quadratischen Schulgebäude mit seinem großzügigen Vorplatz ein offener Verbindungsgang links zu der Zweifeld-Sporthalle führen wird,  die rechtwinklig zum Schulgebäude angeordnet ist. Nördlich der Halle soll ein großer Sportplatz sein, unter anderem mit Fußballfeld mit Kunstrasen, Laufbahn und Weitsprunganlage.

 Zwei Ebenen in dem neuen Bauwerk

Der Meißner Architekt gab schon mal Einblick in die Planung für die Sporthalle. Sie wird 22 Meter breit und 45 Meter lang sein, ist aus Stahlbeton und steht rechtwinklig zum Schulgebäude. „Die Halle hat zwei Ebenen“, so Dr. Hauswald. Durch die Hanglage bedingt, sei ein Teil der Halle gewissermaßen in den Boden eingegraben. In der unteren Ebene würde sich das Spielfeld befinden, dazu noch Räume für Lehrer, zwei Geräteräume sowie zwei Technikräume  (für die Gas-Heizanlage sowie für Be- und Entlüftung des Gebäudes) und anderes. In der oberen Ebene, die ebenerdig einmal vom 20 Meter langen Verbindungsgang vom Schulgebäude sowie zum anderen vo der Straße her zu erreichen ist, werden Umkleideräume, Dusch- und Sanitärräume sein. Außerdem befinden sich dort noch zwei Räume für Sportvereine mit jeweils kleinen Küchen. Außerdem entsteht an einer Längsseite eine Galerie für Zuschauer mit fest eingebauten Sitzen. 

Auch Sportboden und Prallschutzwände

Ausgestattet wird die Sporteinrichtung unter anderem mit einem modernen Sportboden und Prallschutzwänden. Die Sporthalle, so Dr. Hauswald, sei etwa zehn Meter von der Taubenheimer Straße entfernt. Die Freizeitsportler haben einen separaten Zugang von der Straße her, wo sich auch ein Parkplatz mit 25 Stellplätzen befinden wird. Zum Bauwerk sei noch gesagt, dass das Dach flach geneigt ist. Während in westlicher Richtung zum Wald zu die Halle großflächige Verglasungen aufweisen wird, wird diese zum Osten ziemlich geschlosen sein, um damit auch dem Schallschutz für die nahe Musterhaussiedlung zu entsprechen.

Die Sporthalle gehört wie gesagt der Gemeinde, ist für den Vereins-, Breiten-und für den Schulsport vorgesehen. Dr. Hauswald: „Es ist also keine ausschließliche Schulsporthalle, die Evangelische Oberschule ist hier nur Mitnutzer dieser Einrichtung.“

Das Großspielfeld wird ebenfalls gefördert

Gefördert wird bei diesem Vorhaben der Gemeinde auch der Sportplatz hinter der Halle, da aber nur das Großspielfeld mit Kunstrasen (45 Meter breit und 90 Meter lang) sowie Grünanlagen, die sich unmittelbar an der Halle befinden.  „Die 100-Meter-Laufbahn, Weitsprunganlage und andere Sportanlagen auf dem Platz sind bei diesem Fördertopf nicht mit einbezogen. Diese könnten aber bei einer möglichen Schulhausbau-Förderung mit berücksichtigt werden“, bemerkte der 57-jährige Planer.

Das Fördermittelverfahren für die Sporhalle lief über die Sächsische Aufbaubank. Fachlich geprüft wurde dieses Bauvorhaben der Gemeinde vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB).

Für den Bau des Schulhauses in Ullendorf hat die Gemeinde Klipphausen ebenfalls einen Antrag auf Fördermittel gestellt. Hier befindet das sächsische Kultusministerium über eine Vergabe im Rahmen der Schulbauförderung. „Wir hoffen, dass wir als Gemeinde mit dabei sind. Das wäre für uns eine große Hilfe“, sagte Bürgermeister Gerold Mann.

Text : Dieter Hanke, Fotos: Visualisierungen Arge Hauswald/RBZ, Dieter Hanke, 21.12.2018