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Über 20 Millionen für Breitbandausbau

Wenn alles klappt, könnten Ende dieses Jahres die Arbeiten für ein schnelles Internet in der Gemeinde starten.

 Erfreuliche Botschaft: Die beiden vorläufigen Fördermittelbescheide für den Breitbandausbau in den Orten der Gemeinde Klipphausen sind in der Gemeindeverwaltung eingetroffen. Es handelt sich einmal um 11,75 Millionen Euro vom Bund und um 9,4 Millionen Euro vom Land Sachsen. Bund und Freistaat Sachsen wollen so 90 Prozent der Gesamtkosten für dieses Großvorhaben übernehmen. Darüber informierte Bürgermeister Gerold Mann auf der Januar-Gemeinderatssitzung. Klipphausen hatte für den Breitbandausbau entsprechende Fördermittelanträge gestellt.

„Nun könne die Gemeinde zielgerichtet die weiteren Planungen in Angriff nehmen, um ein flächendeckendes Glasfasernetz für schnelle Internet-Verbindungen zu errichten“, so der Bürgermeister. Ziel ist eine Breitbandversorgung mit mindestens 100 Mbit/s. Die Kommune setzt dabei auf ein Betreibermodell. Nach dem Bau des Netzes durch die Gemeinde, wobei der Anschluss für die Bürger kostenlos ist und das Glasfaserkabel bis ans Haus verlegt wird, wird das Netz an einen Betreiber verpachtet.

Klipphausens Beigeordneter und Bauamtsleiter Dieter Schneider informierte schon mal über das weitere Vorgehen der Gemeinde. „Jetzt geht es um die Vorbereitung der öffentlichen Ausschreibungen für dieses Großvorhaben.“ Es würden Planer, der erforderliche Betreiber des Glasfasernetzes sowie Bauunternehmen benötigt. „Wenn das alles klappt, könnte Ende dieses Jahres oder Anfang 2020 mit dem Bau dieser Zukunftsinvestition begonnen werden“, sagte Dieter Schneider. Dabei müssten sich allerdings die Risiken in Grenzen halten. Das schließt zum Beispiel ein, dass Tiefbaufirmen entsprechende Angebote abgeben, wobei die Baupreise nicht überzogen sind. Auch sei ins Kalkül zu ziehen, dass die Gemeinde bei diesem Großprojekt in finanzielle Vorleistung gehen muss. Erst nach erfolgten Bauleistungen fließt Fördergeld. Das alles könnte möglicherweise Auswirkungen auf die Anpassung des Zeitplanes haben. Ziel sei, bis 2022 die Arbeiten abzuschließen. Zum jeweiligen Bauablauf in den Orten könne deshalb auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden.

Text: Dieter Hanke, 23.01.2019