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Neues Domizil für Oberschüler

Vier Klassen der Evangelischen Oberschule werden in den Barackenkomplex an der S 177 in Ullendorf ziehen.

Der neue Barackenkomplex an der S 177 in Ullendorf/Röhrsdorf gegenüber dem Gartenbaumarkt Landmaxx soll jetzt eine neue Nutzung erhalten. Pädagogen und Schüler der Evangelischen Oberschule Klipphausen werden hier künftig untergebracht sein. Insgesamt 104 Mädchen und Jungen aus vier Klassen sollen in diesem neuen Domizil ihren Unterricht erhalten. Das sind einmal 52 Kinder der derzeitigen Klassen fünf und sechs und zum anderen 52 Fünftklässler, die in diesem Sommer in zwei Klassen neu hinzukommen. „Wir hoffen, dass alles klappt und ein Umzug schon im späten Frühjahr möglich ist und nicht erst im Sommer. Denn viele Eltern sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Urlaub und können uns so beim Umzug tatkräftig unterstützen“, sagt Daniela Vogt, Leiterin dieser Einrichtung. Die Oberschule hat sich zum Beispiel auch vor einiger Zeit neue Schulmöbel angeschafft, die dann ebenfalls mit umziehen. 

Doch vor der Nutzung des Barackenkomplexes in Ullendorf müssen erst einmal noch Bauleute ran, um dort entsprechende Bedingungen für die Schule zu schaffen. Zum Beispiel muss der Zuschnitt von Räumen verändert werden. Einen entsprechenden Bauantrag hat die Gemeinde Klipphausen beim Landkreis Meißen gestellt. Wie die Verwaltung informierte, werden für diese Arbeiten etwa 150 000 Euro veranschlagt.

Die Gemeinde Klipphausen hatte vor einigen Monaten vom Landkreis Meißen als Eigentümer des Komplexes die ehemals für Asylbewerber gebauten vier Gebäude in Holzbauweise für eine gemeinnützige Nachnutzung kostenlos überlassen bekommen. Der Grund dafür war der deutliche Rückgang der Zahl der Flüchtlinge im Landkreis in der vergangenen Zeit. Auch diese Asylunterkünfte auf Ullendorfer Flur, die in der Vergangenheit sowieso nicht voll belegt waren, werden deshalb vom Landkreis nicht mehr benötigt.

Gemeinde und Evangelische Oberschule Klipphausen, deren Träger der Christliche Schulverein Wilsdruffer Land ist, hatten nach einem neuen Interimsstandort für den Schulbetrieb gesucht. Nach der Gründung vor zwei Jahren war die Evangelische Oberschule vorübergehend in Räumen der Grundschule Naustadt untergebracht. Doch durch die hohe Zahl von Schüleranmeldungen für die fünfte Klasse in der Evangelischen Oberschule war ein Verbleib dort schwer möglich, da die Grundschule selbst guten Zuspruch hat und so auf Dauer auf diese „ausgeborgten Zimmer“ auch nicht verzichten kann. Allein für das Schuljahr 2019/20 gab es in der Evangelischen Oberschule über 70 Anmeldungen. Auch für die Perspektive ist diese Oberschule schon von Eltern und Schülern stark nachgefragt.

Alle Beteiligten hoffen deshalb, dass der Neubau von Schule und Zweifeld-Sporthalle auf Ullendofer Flur bald in diesem Jahr starten kann. In dem 13 Millionen teuren Komplex an der Taubenheimer Straße, der von der Gemeinde Klipphausen errichtet wird, soll dann nach Fertigstellung die zweizügige Evangelische Oberschule einziehen. Später können dort mal zwölf Klassen mit je 26 Schülern lernen.

Dieter Hanke, 19.02.2019