^ Nach oben

Zahlen sagen vieles aus

Einige statistische Angaben zur Gemeinde, die nicht trocken, sondern höchst aufschlussreich sind.

Akribisch hat jetzt die Kämmerei der Gemeindeverwaltung Klipphausen statistische Angaben zusammengestellt. Es sind nicht einfach nur Zahlen, sondern diese verdeutlichen anschaulich Entwicklung, gegenwärtiges Geschehen und Leistungsfähigkeit der Gemeinde und sind so höchst aufschlussreich. Dank dafür dem Mitarbeiter-Team der Kämmerei sowie auch der Meldestelle und weiterer Bereiche der Gemeinde. In Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2019 sind diese Angaben zum Großteil enthalten. 

Über 10 300 Einwohner

So umfasst die Gemeinde Klipphausen eine Gesamtfläche von 115,56 Quadratkilometern und erstreckt sich mit 43 Ortsteilen von Dresden bis Meißen und Nossen. Per Ende Dezember des Vorjahres lebten in diesem Territorium

10 354 Einwohner. Durch die Schaffung neuer Wohngebiete und  die Erweiterung von Gewerbegebieten konnte der Fluktuation der Bürger entgegengewirkt bzw. durch Ansiedlung auch ein Zuwachs an Einwohnern erreicht werden. Wurden 2012 in der Gemeinde insgesamt 10 246 Einwohner registriert, so waren es 2014 schon 10 301. Für das Jahr 2022 werden 10 429 Einwohner prognostiziert. Das durchschnittliche Lebensalter in der Gemeinde beträgt 44 Jahre. Die stärksten Jahrgänge bilden die 51- bis 68-Jährigen. Die geburtenschwachen Jahrgänge spiegeln sich in der Gruppe der 20- bis 28-Jährigen wider. 

Mehr als 1 000 Kinder betreut

Da in der Entwicklung der Einwohnerzahlen und auch in den Geburtenstatistiken in den Folgejahren kein drastischer Einschnitt erkennbar ist,  kann die Gemeinde davon ausgehen, dass auch in Zukunft ihre kommunalen Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Schulen voll ausgelastet sind. In den fünf Kindertagesstätten in eigener Trägerschaft werden insgesamt 1 027 Kinder betreut. Das sind im Einzelnen: in Sachsdorf 297, Scharfenberg 250, Wildberg 98, Miltitz 286 und in Taubenheim 96. Im Vergleich zum Vorjahr besuchen 16 Mädchen und Jungen mehr die Einrichtungen. In der Tagespflege werden fünf Kinder betreut.

Auch bei den drei Grundschulen in Sachsdorf, Naustadt und Burkhardswalde kann ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 16 Schülern verzeichnet werden. Seit dem Jahr 2016 sind die Schülerzahlen insgesamt um 89 gestiegen. So lernen in der Grundschule Sachsdorf 162 Kinder, in der Grundschule Naustadt 154 und in der Grundschule Burkhardswalde 143 Mädchen und Jungen. Die Evangelische Oberschule Klipphausen besuchen gegenwärtig 52 Schüler in zwei Klassen. Ab dem neuen Schuljahr 2019/20 werden es dort insgesamt 104 Schüler sein.

Für jedes Neugeborene zahlt die Gemeinde ein Begrüßungsgeld von 100 Euro. Aufgrund stetig steigender Kinderzahlen musste hier der ursprüngliche Planansatz von 6 000 Euro auf 8 500 Euro erhöht werden.

Sportstätten gut ausgelastet

In den vergangenen Jahren entstanden in der Gemeinde etliche neue Vereins- und Feuerwehrhäuser, in denen sich die Bürger in Gemeinschaften organisieren, was wiederum Auswirkungen auf die Lebensqualität der Menschen im ländlichen Raum hat. Auch die Sportstätten, die einmal vom Schulsport und zum anderen von Vereinen genutzt werden, sind sehr gefragt. Nach den Belegungsplänen ist hier eine volle Auslastung gegeben. Insgesamt bietet die Gemeinde zur sportlichen Nutzung für Jung und Alt unter anderem folgende Anlagen und Einrichtungen an: die Sportplätze in Sachsdorf, Weistropp, Constappel, Garsebach und Miltitz, ferner die Sporthallen in Naustadt, Taubenheim und Miltitz sowie die Mehrzweckhalle in Robschütz und auch die Vereinshäuser in Scharfenberg, Röhrsdorf, Sora, Garsebach, Constappel und Weistropp. Weiterhin unterhält die Gemeinde in eigener Regie ein Heimatmuseum in Scharfenberg, ein Besucherbergwerk und ein Freibad in Miltitz sowie die gemeindeeigenen Friedhöfe in Polenz und Semmelsberg.

Über 160 Angestellte

Bleiben wir weiter bei der Gemeinde. Zum kommunalen Wohnbestand zählen insgesamt zehn Grundstücke mit 39 vermietbaren Wohneinheiten. Zusätzliche 21 Wohnungen können aufgrund des sehr schlechten Zustandes gegenwärtig  nicht vermietet werden.

Die Gemeinde Klipphausen beschäftigt derzeit zwei Beamte (ab Juli 2019 nur noch einer) sowie 167 Angestellte. Die Beschäftigten sind im Bereich Verwaltung und in sämtlichen nachgeordneten Einrichtungen tätig (unter anderem in Schulen, Kindertagesstätten, in den Bereichen Trinkwasser und Abwasser und im Bauhof). Die Gemeinde führt die gesamte laufende Verwaltungstätigkeit in allen Bereichen in eigener Regie aus. Im Stellenplan der Gemeinde sind 148,025 Vollzeitstellen (VzÄ) ausgewiesen. Davon entfallen auf die Kernverwaltung 23,0 Vollzeitstellen. Das entspricht einem Personalschlüssel von 2,2 Angestellten pro 1 000 Einwohner. Dieser liegt unter dem vorgegebenen Richtwert von 2,4 Angestellten pro 1 000 Einwohner.

Unterhaltung kostet viel Geld

Auch diese Zahlen sind sehr interessant und zeigen Trends: Bei der Unterhaltung von kommunalen Grundstücken und baulichen Anlagen hat die Gemeinde allein für Kindertagesstätten in diesem Jahr 30 000 Euro eingeplant, beim Jahnbad in Miltitz sind es 25 000 Euro, bei den Feuerwehren 19 000 Euro und bei den Schulen 23 000 Euro. Besonders beim Infrastrukturvermögen in den Bereichen Abwasser (95 000 Euro), Trinkwasser (29 000 Euro) und Straßen (365 000 Euro) gibt es erhöhte Aufwendungen. Hinzu kommen da in kommunalen Bereichen allerdings noch die Ausgaben für die Anschaffung von Geräten sowie Ausstattungen und Ausrüstungsgegenständen. Bei den Feuerwehren sind es hier in diesem Jahr 35 000 Euro, bei den Schulen 24 000 Euro und bei den Kindertagesstätten 22 000 Euro.

Die Kosten für die Reinigung von kommunalen Einrichtungen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, einmal durch neue Objekte, Tarifanpassungen oder auch durch Leistungen von Dritten. Wurden dafür im Vorjahr noch 242 000 Euro ausgegeben, werden 2019 dafür 265 000 Euro und 2020 an die 275 000 Euro veranschlagt.

Auch diese Zahlen zeugen von den hohen Aufwendungen in anderen Bereichen. So müssen in diesem Jahr bei der Fahrzeug-Haltung zum Beispiel im Bauhof 97 000 Euro eingeplant werden, bei den Feuerwehren sind es 44 000 Euro.

Bettplätze für Obdachlose

Für die Seniorenarbeit gibt die Gemeinde jährlich etwa 13 000 Euro aus und für den Schwimmunterricht 15 000 Euro. Bei den sonstigen Dienstleistungen, wobei sich die Gemeinde Leistungen Dritter bedient, sind ebenfalls hohe finanzielle Aufwendungen zu bestreiten. Für Baumfällarbeiten hatte die Gemeinde im Vorjahr 16 000 Euro zu berappen. Für dieses Jahr musste da sogar fast das Doppelte im Haushalt eingestellt werden. Für die Analyse von Wasserproben sind es 24 000 Euro, und bei der Grünpflege müssen in diesem und in den folgenden Jahren sogar 81 000 Euro und beim Winterdienst 35 000 Euro eingeplant werden.

Auch noch andere Aufwendungen sind von der Gemeinde zu bestreiten. So stellt Klipphausen für ehrenamtliche Tätigkeiten jetzt jährlich fast 90 000 Euro bereit. Auch Versicherungen kosten ihr Geld. 2019 sind es insgesamt 177 000 Euro. Auf 50 000 Euro werden die Post- und Fernmeldegebühren in diesem Jahr veranschlagt. Auf der Grundlage einer Vereinbarung mit der Musikschule des Landkreises Meißen steuert die Gemeinde zu deren Finanzierung in diesem Jahr 15 300 Euro bei. Und für ein Belegungsrecht von drei Betten zur Aufnahme und Gewährung von Unterkunft wohnungsloser Bürger der Gemeinde Klipphausen werden in diesem Jahr voraussichtlich etwa 12 000 Euro an den Verein Obdachlosenbetreuung Meißen überwiesen.

Text: Dieter Hanke, 26.02.2019