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Fundgrube für Bastler und Gartenfreunde

Der Sonderpreis Baumarkt in Klipphausen, der im Mai zehnjähriges Jubiläum feiert, ist eine gute Adresse für Kunden.

Schrauben über Schrauben. Für Holz, Metall, Trockenbau, Beton, Kunststoff und anderes. Die kleinsten sind wenige Millimeter lang, die größten über zwanzig Zentimeter. Für Hobby-Handwerker und Bastler genau das Richtige. Denn in den zahlreichen Kästen, die sich in Regalen entlang der Stirnseite des Sonderpreis Baumarktes in Klipphausen befinden, werden sie meist fündig. Und der Preis freut außerdem die Kunden: Das Kilo zu fünf Euro für verzinkte Schrauben, egal wie viel Stück ausgewählt werden. Dazu gibt es noch fachkundige Beratung durch Baumarkt-Mitarbeiter oder bei Videos auf Bildschirmen.

Umfangreiches Angebot

Doch nicht nur Schrauben, Bolzen, Winkel, Schienen und andere Eisen-Kleinteile sind hier zu haben. Auf über 1.000 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet der Sonderpreis Baumarkt ein umfangreiches Angebot: Farben, Lacke und Malerbedarf, Haushaltswaren, Holz, Gartenbedarf, Samen, Elektrowaren, Chemikalien und Pflegeprodukte für Holz und Metall, Schlösser, Werkzeuge, Ketten, Seile und viele weitere Artikel. Sogar Bierkästen sind gestapelt. „Der Heimwerker soll sich doch nach getaner Arbeit an einem Bierchen erfreuen“, schmunzelt Axel Frost, Inhaber des Marktes.

Zwischen Meißen, Dresden und Nossen hat es sich bei der Kundschaft herumgesprochen, dass im Sonderpreis Baumarkt im Gewerbegebiet Klipphausen immer Schnäppchen bei guter Warenqualität zu haben sind. An die 10.000 Stammkunden sind es mittlerweile, die diesem Baumarkt-Discounter die Treue halten. Die meisten kommen aus der Gemeinde Klipphausen und Umgebung. Nicht nur Hobby-Handwerker und -bastler und weitere Privatpersonen, sondern auch kleinere Handwerksbetriebe und Firmen kaufen hier ein. Insgesamt sind über 12.000 Artikel unterschiedlicher Sortimente vorrätig. „Kurze Wege, solide Beratung und vor allem ein umfangreiches Angebot an Erzeugnissen, die im Alltag gebraucht werden und moderat im Preis sind. Das spricht an“, sagt Kunde Klaus Richter, der sich gerade für die neue Gartensaison eindeckt. Pflanzerde, Düngemittel sowie Gemüse- und Blumensamen werden im Auto verstaut.

Umsatz stieg beträchtlich

Die FISHBULL Franz Fischer Qualitätswerkzeuge GmbH mit Sitz in Neustadt bei Coburg ist seit 2005 mit ihrer Einzelhandelskette Sonderpreis Baumarkt am Markt. Zehn Jahre ist es her, seit Axel Frost als Franchise-Nehmer in diese Branche eingestiegen ist. „Das werden wir im Mai mit Aktionen für die Kunden feiern“, sagt er. Der 39-Jährige ist froh, dass sein Markt eine so gute Entwicklung genommen hat. Betrug der Umsatz im Jahr 2009 etwa 850.000 Euro, wurden 2014 schon 1,6 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahr stieg der Umsatz auf 2,3 Millionen Euro an. Tendenz weiter steigend. Das hatte auch zur Folge, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der Mitarbeiter aufgestockt wurde. Heute sind es neun in diesem Markt, die beim Verdienst über dem Mindestlohn liegen.

„Es hat sich auch ausgezahlt, dass wir vor zwei Jahren den Markt umgestalteten“, bemerkt der Chef. So wurden Waren für den Kunden übersichtlicher angeordnet, besser präsentiert. Neue Sortimente wie Holz oder  Arbeitsschutz-Artikel kamen hinzu, bei Eisenwaren wurden die Offerten breiter, ebenso bei Farben. Die alte Beleuchtung in der Halle wich modernen LED-Lampen. All das honorieren die Kunden. Da ist es auch vorteilhaft, dass sie vor dem Sonderpreis Baumarkt einen großen Parkplatz haben und dass generell dieser Standort unmittelbar an der A 4 und der Staatsstraße 177 günstige Verkehrsanbindungen aufweist.

Viel Lob von Kunden

Klipphausens Bürgermeister Gerold Mann freut sich über die erfolgreiche Entwicklung des Marktes. „Hier wird schnell auf Kundenwünsche reagiert. Die Angebotspalette ist beachtlich. Viele Bürger äußern sich gegenüber der Gemeinde anerkennend über den Markt. Auch für uns als Kommune ist diese Einrichtung ein guter Partner.“ So unterstützt zum Beispiel der Baumarkt die Jugendfeuerwehr der Gemeinde.

Chef Axel Frost hat sich mit dem Baumarkt ein Lebensziel verwirklicht. „Da kann ich mich einbringen, selbst entscheiden, um voranzukommen“, sagt er. 1979 wurde er in Freital geboren. In Wilsdruff wuchs er auf, machte dort seinen Zehn-Klassen-Abschluss. In einem Autohaus lernte er Kfz-Mechaniker. Nach der Bundeswehr arbeitete er einige Zeit bei einem Sicherheitsunternehmen, später war er unter anderem Personaltrainer im Verkaufsmanagement.

Im Mai 2009 machte sich Axel Frost mit dem Markt selbständig und stieg im Franchise-System des Sonderpreis Baumarktes ein. „Das hat sich bestens bewährt und ist mit die Grundlage, dass wir heute so gut dastehen“, schätzt er rückblickend ein. Mittlerweile hat der 39-jährige Unternehmer auch eine Sonderpreis Baumarkt-Filiale in Mittweida eröffnet. Seit 2013 besteht diese und entwickelt sich ebenfalls stetig weiter. Insgesamt 20 Mitarbeiter sind in diesen beiden Märkten tätig.

Gute Firmenphilosophie

Axel Frost: „Die Firmenphilosophie des Sonderpreis Baumarktes mit dem Franchise-System kommt an.“ Auch die Standorte in Klipphausen und Mittweida setzen vor allem auf klassische Verbrauchs- und Baumarktartikel, die gängig sind. Sie haben günstige Einkaufspreise, bieten Sonderposten von renommierten Firmen und Handelsketten an und vermeiden möglichst Zwischenhändler. „Auf besonders platzintensive Produkte wie Baustoffe verzichten wir. All das spart Kosten und das geben wir an die Kunden weiter“, so Axel Frost.

Entstanden ist das Sonderpreis Baumarkt-Konzept bereits in den 1990er Jahren und wurde von den Brüdern Franz und Markus Fischer entwickelt. Es fand großen Zuspruch bei Interessenten. Heute betreibt die FISHBULL Franz Fischer Qualitätswerkzeuge GmbH bereits über 250 Baumärkte in Deutschland – davon rund 90 eigene und 160 selbständige Franchise-Märkte. Der 39-jährige Klipphausener Unternehmer ist dankbar, dass er vom Franchise-Geber in all den Jahren so gut unterstützt wurde, so zum Beispiel auch bei Sortimentsgestaltung, Einkauf und Marketing.

Nach Miltitz gezogen

Axel Frost ist vor Kurzem von Höckendorf im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nach Miltitz in der Gemeinde Klipphausen gezogen. Die Familie hat sich dort ein Haus gekauft. „Der Fahrweg ist da wesentlich kürzer, was der Familie zugutekommt“, bemerkt er. In Miltitz hat er jetzt auch sein Büro für buchhalterische Arbeiten, wo seine Frau tätig ist. Seit 2012 sind sie verheiratet, haben drei Kinder, alles Jungs. „Die Umgebung ist landschaftlich reizvoll, auch für die Kinder gibt es da vieles zu erleben“, sagt er. Im großen Garten am Haus wollen sie noch Sträucher und anderes pflanzen. Die Kinder haben Saatgut bekommen und wollen auf ihren eigenen Beeten Gemüse anbauen.

Text und Fotos: Dieter Hanke, 06.03.2019