Im Juni rollen die Bagger an

Der Bau der neuen Oberschule in Ullendorf beginnt.

Jetzt geht es los: Am 11. Juni 2019 rollen die Bagger an. Da ist Baustart für die neue Oberschule auf Ullendorfer Flur an der Taubenheimer Straße. Die Erschließung beginnt. „Wir freuen uns schon sehr darauf“, sagt der Meißner Architekt und Dombaumeister Dr. Ing. Knut Hauswald, der zusammen mit der RBZ-Generalplanungsgesellschaft Dresden für die Planung dieses neuen Schulkomplexes der Gemeinde Klipphausen sowie für die Bauleitung den Hut aufhat.  „Am 12. August beginnt dann der Rohbau des Ensembles“, bemerkt der 58-jährige Architekt.

Auf der Sitzung des Gemeinderates Anfang Mai werden die Räte über die Vergabe der Arbeiten an Unternehmen für die Erschließung und den Rohbau des Komplexes befinden. „Bei der europaweiten Ausschreibung für den Rohbau hat es vier Angebote von Firmen aus Sachsen gegeben, die jetzt geprüft werden“, teilt Dr. Hauswald weiter mit. Diese Ausschreibung beinhaltete zusammen das Schulgebäude und die Sporthalle. Der Architekt: „Das spart uns Kosten. Abgerechnet wird dann aber jedes Objekt für sich.“ Bei den Arbeiten zur Erschließung sind es über fünf Unternehmen, die sich bewerben, ebenfalls hiesige Betriebe. Die Erschließung wird zunächst für die Sporthalle vorgenommen, da diese in den Hang hinein gebaut wird. Etwa einen Monat ist dann das Areal für das Schulgebäude an der Reihe.

Komplex für 300 Schüler

Vorbereitet von den Planern, so Dr. Hauswald, würden jetzt weitere Ausschreibungen, die im Mai/Juni auf den Markt gebracht werden. „Das betrifft das Paket Dach, Fassade, Fenster und Türen“, informiert der Architekt. Später seien dann die Auschreibungen für die Haustechnik an der Reihe.

Große Freude herrscht bei den Planern und bei der Gemeindeverwaltung darüber, dass das sächsische Kultusministerium einen vorzeitigen Baubeginn genehmigt, der nicht dem Ausreichen von Fördermitteln des Freistaates für dieses Großvorhaben an die Gemeinde entgegensteht. „Alle Beteiligten  hoffen nun, dass wir Fördergelder für den Schulbau erhalten“, sagt Dr. Hauswald.  Ende vergangenen Jahres hatte bereits das Sächsische Staatsministerium des Innern innerhalb des Programms Investive Sportförderung im Land Sachsen der Gemeinde einen Fördermittelbescheid über 1,718 Millionen Euro für den Neubau der Zweifeld-Sporthalle und des Kunstrasenplatzes im geplanten Schulkomplex übergeben. Die Gesamtkosten für die Halle liegen bei 4,6 Millionen Euro. Für den Bau des Schulhauses  hat die Gemeinde Klipphausen ebenfalls einen Antrag auf Fördermittel gestellt. Hier befindet aber das sächsische Kultusministerium über eine Vergabe im Rahmen der Schulbauförderung.

Wie Dr. Hauswald sagt, soll der gesamte Schulkomplex im Frühjahr 2021 fertig sein. Dann werden dort die Schüler der Evangelischen Oberschule Klipphausen, deren Träger der Christliche Schulverein Wilsdruffer Land ist, Einzug halten.   In der neuen zweizügigen Oberschule sollen mal zwölf Klassen mit je 26 Schülern lernen. Die Kosten für den würfelförmigen Schulbau und für die Sporthalle, die gleichermaßen von Schülern und Vereinen genutzt werden soll, sowie für Sportplatz und Freianlagen werden insgesamt mit 13 Millionen Euro veranschlagt.

Text: Dieter Hanke, 02.05.2019