Fast 700 000 Euro für das Jahnbad

Die Gemeinde bekommt vom Bund Fördergelder für die Sanierung dieser beliebten Freizeitstätte.

Große Freude in der Gemeinde Klipphausen: Die geplante Sanierung des Miltitzer Jahnbades wird mit insgesamt 675.000 Euro aus Bundesfördermitteln unterstützt. Das hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. de Maizière im Wahlkreis Meißen mitgeteilt. Klipphausen gehört damit zu den Kommunen in Deutschland, wo jetzt aus dem Bundeshaushalt Mittel für kommunale Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur bereitgestellt werden. „Sie dienen der Förderung investiver Projekte mit besonderer regionaler Bedeutung und hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für den

gesellschaftlichen Zusammenhalt, die soziale Integration in der Kommune und die Stadtentwicklungspolitik“, bemerkte der Bundestagsabgeordnete. In Sachsen würden insgesamt 20 Projekte mit über 15,6 Millionen Euro gefördert. Bundesweit seien es 186 Projekte mit einer Fördersumme von über 300 Millionen.

„Das ist für uns ein Segen, dass wir dabei sind “, sagte Klipphausens Beigeordneter und Bauamtsleiter Dieter Schneider. Immerhin hätte es insgesamt 1 300 Bewerbungen gegeben. Die Sanierung und Modernisierung des Jahnbades sei für 2021/22 vorgesehen. „Etwa 1,45 Millionen Euro werden für dieses Großvorhaben veranschlagt“, so der Bauamtsleiter. Die finanzielle Unterstützung des Bundes würde etwa 45 Prozent der Kosten ausmachen.

Saniert werden sollen Becken, Gebäude, Spielplatz und weitere Außenanlagen. Die solarthermische Anlage auf dem Dach des Technikgebäudes soll ebenfalls neu werden. „Wir werden auch prüfen, ob die Pumpenanlagen erneuert werden müssen, denn es gibt hier mittlerweile energieeffizientere Technik“, so Schneider. Auch andere Anlagen im Freibad würden auf dem Prüfstand stehen.

Die Gemeinde hatte das Projekt Jahnbad im vorigen Jahr beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung angemeldet und gehofft, in das Förderprogramm des Bundes mit aufgenommen zu werden. Das hat nun geklappt. Die Gemeinderäte hatten damals auch einen Beschluss gefasst, mit dem dieses Investitionsvorhaben in die Finanzplanung der Gemeinde eingeordnet wurde.

Das Jahnbad ist bei den großen und kleinen Badefans sehr beliebt. 2018 gab es ein Rekordergebnis. Vom 25. Mai bis 2. September kamen insgesamt 20 560 Gäste in diese kommunale Anlage im Triebischtal. Doch nicht nur das 25 Meter lange und 10,75 Meter breite Becken für Schwimmer oder das Nichtschwimmerbecken mit der fast 18 Meter langen Rutsche aus Edelstahl sowie das Planschbecken brachten da Freuden, sondern auch die anderen Anlagen. Die großzügige Liegewiese, die Terrassen oder auch Kinderbelustigungen sowie Sportmöglichkeiten boten den Besuchern einen angenehmen Aufenthalt. Geschätzt wird von den Besuchern auch das Frischwasser im Bad, das aus dem ehemaligen Kalkbergwerk zuläuft. Hinzu kommt, dass die Eintrittspreise moderat sind.

Das Jahnbad hat eine lange Tradition. Seit 1933 existiert es, gebaut vom damaligen Turn- und Sportverein. Nach der Wende wurde es von der damaligen Gemeinde Miltitz modernisiert, im Juli 1993 wiedereröffnet. Auch das Vorschulschwimmen für Mädchen und Jungen aus Kindertagesstätten oder das Schulschwimmen und das Ferienlager der DLRG Meißen für Kinder und Jugendliche im Sommer sind hier präsent. Für die Gemeinde Klipphausen, die jährlich an die 100 000 Euro für den Unterhalt des Bades zuschießt, ist diese Freiszeitstätte ein Stück Lebensqualität im ländlichen Raum und gehört zur Daseinsfürsorge. Nun nach 25 Jahren sind die Anlagen vielfach wieder verschlissen und bedürfen der Erneuerung. Die Gemeinde stellt sich dieser Aufgabe.

Text: Dieter Hanke