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Zündende Ideen für die Gemeinschaft

Feuerwehr und Schützenverein in Tanneberg feierten mit vielen Einwohnern und Gästen ein schönes Jubiläumsfest...

„Wir Tanneberger haben toll gefeiert, ein super Besuch. Das Fest hat die Einwohner noch näher zusammenrücken lassen“, sagte der Tanneberger Feuerwehrchef Christoph Kürbis. Und Sven Baumgart, Vorsitzender des Schießklubs „Einigkeit“, freute sich, dass zu den Feierlichkeiten auch etliche Bürger aus umliegenden Orten wie Deutschenbora, Burkhardswalde, Blankenstein und weiteren Dörfern gekommen waren. Jedenfalls war das originell geschmückte Tanneberg vom 21. bis 23. Juni ein Besucher-Magnet anlässlich der Jubiläen 100 Jahre Schützenverein und 75 Jahre Ortsfeuerwehr. Die zahlreichen Aktivitäten wie Vogelschießen, Ausstellungen zu Schießklub und Feuerwehr, Feuerwehrtechnik-Präsentation, sportliche Wettstreite, Feuerwerk, Tanz, Hebebühne, Tombola, Umzug historischer Fahrzeuge und Landwirtschaftstechnik und vieles anderes mehr wie Kinderbelustigungen und kulinarische Genüsse kamen bei den etwa 500 Besuchern groß an. „Dafür ein herzliches Dankeschön allen Organisatoren und Helfern“ sagten die beiden Vereinsvorsitzenden.

Anerkennung vom Landrat

Lob zollte auch Landrat Arndt Steinbach (CDU), der am Freitagabend mit zugegen war. „Ein sehr schönes Fest für die Bürger, das vor allem auch das Engagement und die Leistungen der Feuerwehrleute und Mitglieder des Schießklubs in den Mittelpunkt stellte. „Die Tanneberger können stolz sein, solche tüchtigen Vereine im Ort zu haben“, bemerkte der Landrat, der auf der Festveranstaltung der Feuerwehr die Mitglieder der alten Wehrleitung mit der Landkreis-Ehrenmedaille auszeichnete. Unter den Gästen befanden sich hier auch die Landtagsabgeordnete Daniela Kuge (CDU), der Beigeordnete in der Gemeindeverwaltung Klipphausen, Dieter Schneider, der die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte, sowie Kreisbrandmeister Ingo Nestler und die beiden Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Klipphausen Mirko Knöfel und Carsten Hahn.

Vieles steht zu Buche

Bei den Festveranstaltungen der Feuerwehr am Freitag- und bei den Schützen am Sonnabendabend wurden von den beiden Vorsitzenden die Anfänge und Entwicklungen ihrer Gemeinschaften skizziert. Da war unter anderem die Rede davon, dass einst die Feuerwehrleute ein altes Tragkraft-Spritzenfahrzeug mit der höchsten Laufleistung im Landkreis Meißen besaßen (692 500 Kilometer) und mit etwa neun Quadratmetern auch das kleinste Feuerwehrhaus im Landkreis. Heutzutage sind die Mitglieder der Wehr besser ausgestattet mit ihrem neuen Gerätehaus an der Neukirchner Straße, das 2012 eingeweiht wurde und mit einem neuen Tragkraftspritzenfahrzeug mit Allradantrieb, das ein Jahr später kam. Doch bei aller Bilanz, es spricht für die Tanneberger Feuerwehrleute vor allem auch, dass ihr Blick nach vorn geht. Da umriss Automatisierungstechniker Christoph Kürbis, der seit Februar 2019 Wehrleiter ist, solche Anforderungen wie eine gute Ausbildung und eine hohe Einsatzbereitschaft der Kameraden. Auch die Ende 2015 gegründete Jugendfeuerwehr Tanneberg-Rothschönberg, wo schon fast 20 Mädchen und Jungen mitmachen, soll weiter vorankommen. Kreisbrandmeister Ingo Nestler würdigte da gegenüber dem Amtsblatt das Engagement der beiden Jugendwarte. Und so war die Festveranstaltung und der anschließende rege Gedankenaustausch auf dem Festplatz, bei dem auch andere Feuerwehrteams aus der Gemeinde Klipphausen und von auswärts teilnahmen und zum Jubiläum gratulierten, ein Treffpunkt, der Akzente für die Zukunft setzte, aber auch Hoffnungen der Kameraden deutlich machte. Denn zum Beispiel benötigen die Tanneberger dringend einen Mannschafts-Transportwagen, um auch für die Belange der Jugendfeuerwehr besser gerüstet zu sein.

Sven Baumgart, langjähriger Vorsitzender des Schützenvereins, der beruflich als Lagerleiter und Disponent in der Metzger GmbH für Dach und Trockenbaustoffe in Klipphausen tätig ist, konnte ebenfalls auf der Festveranstaltung seines Vereins, eine beeindruckende Entwicklung konstatieren. Aus einem ehemaligen „Eisenschuppen“ der Landwirtschaft entstand 2000 ein schmuckes Vereinsdomizil, das 2013 modernisiert wurde. „Es hat sich für uns ausgezahlt, dass wir Eigentümer des Gebäudes und auch von Grund und Boden sind und so selbst entscheiden können, was machbar ist und wie wir vorgehen“, meinte der 48-Jährige. So will sich der Schießklub in Kürze noch eine zweite elektronische Trefferanzeige für den 10-Meter-Schützenstand zulegen, auch an ein neues Sportgewehr sei gedacht.

Auf einer Wellenlänge

Auch Sven Baumgart betonte, dass in der engen Gemeinsamkeit beider Vereine im Ort der Schlüssel für den Erfolg liegt. „Es geht doch um unser Dorf, um ein harmonisches Zusammenleben der Einwohner, um Geselligkeit, Kultur und Sport und einen sicheren Schutz bei Bränden und Havarien. Da liegen wir beide Vereine auf einer Wellenlänge und bündeln unsere Kräfte“, sagte Sven Baumgart. Dass die Jubiläums-Feierlichkeiten so toll ankamen, liegt da mit an der gemeinsamen Organisation.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt: Beim Vogelschießen wurde Frank Frenzel aus Tanneberg nun schon zum zweiten Mal Schützenkönig, die Mannschaft des Schießklubs wurde Sieger beim Volleyballturnier, die Tombola (initiiert von Heike Winkler & Anett Baumgart) fand wieder großen Zuspruch, bei der Chronik von Tanneberg sowie über den Schießklub wirkten Katja Linke & Anett Baumgart mit. Allerhand Gaudi bereitete das Schießen mit der Armbrust um Wurst-Präsente von der Meißner Fleischerei Maucksch. Ein Renner war auch die Fahrzeug-Hebebühne, die Oliver Jürgas (30) organisiert hatte und betreute. 28 Meter ging es da für Wagemutige nach oben, wo sich eine herrliche Aussicht auf das Umland bot.

Text und Fotos Dieter Hanke, 23.07.2019