Gerold Mann schrieb Geschichte in Klipphausen

Nach fast 30 Jahren als einer der erfolgreichsten Bürgermeister in Sachsen ist jetzt Gerold Mann im Ruhestand.

Klipphausen wurde umbenannt. Für einen Tag. Es hieß am 30. September 2019 Mannhausen. Auf dem gelben Hinweisschild war auch das Konterfei von Gerold Mann abgebildet, und als Zusatz hatte es die Aufschrift: „Ein MANN, eine Kommune, ein Wille“.

Dieses Schild stand am Festzelt am Schloss Klipphausen – eine originelle Idee der Verwaltung und Räte der Gemeinde Klipphausen. An jenem 30. September nahm Gerold Mann seinen Abschied. Fast 30 Jahre, seit dem 1. Juli 1990 war er Bürgermeister in der Gemeinde Klipphausen, die heute 43 Ortsteile hat, in denen über 10 000 Einwohner leben. „Es ist die Zeit gekommen, um Platz zu machen. Ein Jüngerer soll jetzt die Geschicke der Gemeinde lenken“, sagte der 65-Jährige. Für ihn beginne nun ein neuer Lebensabschnitt.

Mehr Zeit für Hobbys

Drei Jahrzehnte hatte für Gerold Mann die Gemeinde oberste Priorität, bestimmte sein Leben und das seiner Familie. Jetzt im Ruhestand wolle er das machen, was in all den Jahren oft zu kurz gekommen sei: Sich mehr um die Familie kümmern, um die Enkel, um sein Haus und den Garten in Sora, um sein Hobby, die Brieftauben, 80 an der Zahl sind es. Nächstes Jahr will er mit seiner Frau in die USA reisen. Da wollen sie auch Alpaka-Züchter besuchen. Seine Frau hat selbst seit mehreren Jahren eine Alpaka-Herde mit 40 Tieren. „Jetzt habe ich auch mehr Zeit, ihr da als mithelfender Ehemann zur Seite zu stehen“, meinte er scherzhaft. In diesen Wochen wolle er zum Bespiel die Gelände-Umzäunung für die Alpakas reparieren. Und nicht ausgeschlossen sei es auch, dass Gerold Mann wieder zu großen Radtouren aufbricht. Vor zehn Jahren war er mal bis nach Kroatien geradelt, an die 700 Kilometer.

Seinem Nachfolger im Bürgermeisteramt wolle er nicht reinreden. „Mirko Knöfel ist jung, hat Wissen, ist ehrgeizig und mit der Gemeinde eng verbunden. Er soll selbst seinen Weg machen, vielleicht auch manches anders als ich“, sagte er. Als Kreisrat, er wurde im Mai 2019 wieder in den Kreistag Meißen gewählt, will er aber seine reichen kommunalpolitischen Erfahrungen weiter vermitteln.

Nach außen wollte sich Gerold Mann in den vergangenen Monaten nichts anmerken lassen, dass sein Berufsleben-Finale als Bürgermeister immer näher rückte. Doch wer ihn kannte, Freunde, Bekannte und Verwaltungsmitarbeiter spürten schon, dass ihm das sehr nahe ging. „Da spielte schon Wehmut mit, wurden Erinnerungen lebendig“, meinte Gerold Mann selbst.

Kfz-Schlosser und Meister

Bürgermeister wollte er eigentlich nicht werden. Geboren wurde er in Wilsdruff, wuchs in Klipphausen auf, machte seinen Zehn-Klassen-Abschluss, lernte Kfz-Schlosser und arbeitete dann unter anderem in der Landwirtschaft in der Region, wo er später auch seinen Meisterabschluss erwarb. Nach der Wende hatte Gerold Mann große Pläne, er wollte sich selbständig machen, in Sora an der Hauptstraße eine Kfz-Werkstatt mit Tankstelle aufmachen. Doch alles kam anders. „Wir haben ihn solange bekniet, bis er endlich Ja sagte“, erinnerte sich die Lehrerin und langjährige Gemeinderätin Dr. Rosemarie Zschoche aus Hartha, die mit anderen Gleichgesinnten nach der Wende einen Aufbruch auch in der Kommune organisierte. So wurde Gerold Mann 1990 zum Bürgermeister von Klipphausen gewählt. „Es war eine Zeit des Neuanfangs, eine lebenswertere Gemeinde wollten wir schaffen“, bemerkte er. Unbekümmert hätten sie damals losgelegt, sich nach der Arbeit in bundesdeutsche Kommunalverordnungen vertieft. „Und wir sind damals Risiken eingegangen, die heute undenkbar wären“, meinte Gerold Mann. So entstand Anfang der 90er Jahre das Gewerbegebiet in Klipphausen, dann das Wohngebiet am Flachsgrund. „Wir hatten Glück, fanden Investoren aus dem Westen, die uns nicht übers Ohr hauen wollten, sondern uns mit Rat und Tat zur Seite standen“, erinnerte sich Gerold Mann. Und seinen damaligen Kolleginnen in der Gemeindeverwaltung Klipphausen, Sekretärin Ursula Marek (71) und Kämmerin Johanna Pätzig (72), imponiert noch heute, wie Gerold Mann das alles geschafft hat. „Ein Chef, wie man es sich nur wünschen kann: Freundlich, kompetent und hilfsbereit. Er war auch gewieft, wusste die Chancen zu nutzen, um die Gemeinde voranzubringen“, bemerkten die beiden Frauen. Finanzbearbeiterin Johanna Pätzig schätzt auch ehrlich ein: „Uns war schon sehr mulmig zumute, als wir damals die ersten zwei Millionen Mark an Kredit aufnahmen. Aber alles ging gut. Wir zahlten genau zurück.“

Eine DVD über die vergangene fast 30-jährige Entwicklung in der Gemeinde, die die Verwaltung Gerold Mann zum Abschied schenkte, zeigt anschaulich, wie der langjährige Bürgermeister die Gemeinde Klipphausen geprägt hat. „Er hat in all den Jahren eine lebenswerte Kommune geschaffen. Wir haben ihm vieles zu verdanken“, sagte der langjährige Gemeinderat und Bauunternehmer Volker Grafe, der mit ihm auch Fußball in der SV 61 Sora gespielt hat, wo Gerold Mann Stürmer war. „Wie glücklich waren wir, als nach der Wende in Sachsdorf eine neue Schule und eine Kläranlage entstand“, bemerkte der 54-Jährige.

Vieles wurde geschaffen

Gerold Mann hat als Bürgermeister Geschichte in der Gemeinde Klipphausen geschrieben. Heute gibt es ein Gewerbegebiet in Klipphausen mit über 100 Unternehmen und an die 3 000 Arbeitsplätzen, wo unter anderem Hightech-Firmen Teile für Raketentechnik und Elektroautos sowie hochmodernen Anlagen im Maschinenbau herstellen. Auch das Gewerbegebiet in Röhrsdorf prosperiert. „Ich wollte nach der Wende vor allem vielen Bürgern helfen, sich eine neue berufliche Existenz aufzubauen und auch eine bessere Infrastruktur in der Gemeinde schaffen“, nannte Gerold Mann seine damaligen Beweggründe. So wurde zum Teil auch ohne Fördermittel des Freistaates das Abwasser- und Trinkwassernetz in den Orten modernisiert, neue Schulen, Kindertagesstätten, Feuerwehrgeräte- und Vereinshäuser entstanden, marode Straßen wurden erneuert. Was heute so leicht aufzuzählen ist, bedeutete in den drei Jahrzehnten beharrliches Dranbleiben des Teams um Gerold Mann, um den Alltag für die Bürger spürbar zu erleichtern. Nur einige Beispiele: 1992 erster Spatenstich für das Gewerbegebiet in Klipphausen, 1997 Einweihung des Schulzentrums in Sachsdorf, 1998 neue Trinkwassernetze für mehrere Dörfer, 2005 Einweihung der Grundschule in Naustadt, 2009 ein neues Feuerwehrhaus in Scharfenberg, 2014 neue Kita in Miltitz, 2015 Einweihung des Feuerwehrgerätehauses in Sora, 2016 Richtfest an der neuen Kita in Taubenheim, 2019 neuer Trinkwasser-Hochbehälter in Hühndorf, Grundsteinlegung für eine Oberschule in Ullendorf.

Fusionen gut gemeistert

Und auch solche gravierenden Einschnitte im kommunalen Geschehen wie die Gemeindefusionen 1994, 1999 und 2012 als jeweils Röhrsdorf und Weistropp sowie dann Scharfenberg und Gauernitz und später noch Triebischtal zu Klipphausen kamen, hat Gerold Mann im Bunde mit seinen kommunalen Nachbarn gut gemeistert. Auch bei solchen Katastrophenfällen wie die Hochwasser 2002 und 2013 oder der Starkregen 2014 stellte er sich an die Spitze der Helfer, um die Schäden zu begrenzen. Bibermeister wurde er da auch liebevoll genannt, als es um den Dammbau in Wildberg ging, um die Siedlung zu schützen.

Mirko Knöfel, seit dem 15. Oktober vereidigter Bürgermeister der Gemeinde Klipphausen, sagte: „Ich habe von Gerold Mann vieles gelernt. Nicht vergessen werde ich auch, wie er mir als junger Mann Unterstützung gab für die Jugendfeuerwehr in Klipphausen. Danke für alles.“    

Und der 2. stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Uwe Krause meinte: „Was er sich in den Kopf gesetzt hatte, wollte er auch verwirklichen. Da blieb er beharrlich dran. Er konnte Prioritäten setzen, verzettelte sich nicht in Nebendinge.“ Gerold Mann sei als Bürgermeister ein Glücksfall für die Gemeinde gewesen. „Er hatte guten Kontakt zu den Bürgern und Vereinen, konnte ihnen zuhören. Das haben viele geschätzt“, ergänzte noch Uwe Krause. Und auch sein Vorgehen, älteren Bürgen persönlich zu runden Geburtstagen zu gratulieren, kam gut an.

Kein Blatt vor den Mund

Steffi Horst, mehrere Jahre Ortschaftsratsvorsitzende in Scharfenberg, die im Mai als Gemeinderätin und jetzt zur 1. Stellvertreterin des Bürgermeisters gewählt wurde, drückte seine Leistungen so aus: „Er hat Bleibendes für die Gemeinde geschaffen.“ Denn wenn einer sich noch in den letzten Jahren vor dem Ruhestand die Sache aufbürdet, auch eine Oberschule in der Gemeinde zu schaffen, der viel Ärger bei Landesbehörden hat, etliche Widerstände überwinden muss und dennoch nicht kapituliert, sei das außergewöhnlich. „Andere Kommunalpolitiker würden sich zurücklehnen, um sorglos das Rentenalter zu erreichen, nicht so Gerold Mann“, ergänzte noch der Tanneberger Gemeinderat Uwe Krause.

Mit seiner Art, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, hat sich der Bürgermeister oftmals keine Freunde in übergeordneten Verwaltungen und Ministerien in Dresden gemacht. „Vor allem in den letzten Jahren wurde doch von der Landespolitik der ländliche Raum immer mehr hintenangestellt und die kommunale Selbstverwaltung ausgehebelt. Bürokratische Hemmnisse, zum Beispiel bei Fördermittelanträgen, uferten aus. Dagegen habe ich mich gewandt“, sagte Gerold Mann. Selbst der frühere sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich musste sich da vom Klipphausener Bürgermeister einiges anhören, als dieser die vom Freistaat veranlasste sogenannte Reichensteuer für finanzstarke Kommunen vehement kritisierte. Gemeinderäte wie auch Uwe Krause haben diese geradlinige Art des Bürgermeisters sehr geschätzt: „Er hat vor der Obrigkeit nicht gekuscht, um sich vielleicht dadurch deren Wohlwollen zu sichern.“

Ein bewegender Abschied

Die Verabschiedung von Gerold Mann am 30. September war gewissermaßen ein Spiegelbild, wie sehr Einwohner, Unternehmen, Vereine, Kirchgemeinden, Feuerwehren, Verwaltungsmitarbeiter und weitere Partner ihn als Mensch und Bürgermeister schätzten. Auch viele seiner Amtskollegen aus Kommunen im Landkreis Meißen sowie auch ehemalige Bürgermeister waren gekommen, um ihm ihre Referenz zu erweisen. Mädchen und Jungen aus Kindertagesstätten und Schulen der Gemeinde trugen originelle Rezitationen und Lieder vor, die extra auf den langjährigen Bürgermeister zugeschnitten waren. Da gab es viel Beifall der zahlreichen Gäste im Festzelt am Schloss Klipphausen.

Schüler der Evangelischen Oberschule Klipphausen hatten zum Beispiel einen Korb mit 104 Äpfeln mitgebracht, genauso viele Schüler lernen zurzeit dort. „Ohne Sie, lieber Gerold Mann, gäbe es in Klipphausen keine Oberschule“, sagten die Kinder. Und weiter: „Der Bürgermeister kann nicht so einfach in Rente gehen. Die Alpakas fressen ihr Gras alleine, der Garten sieht aus wie Pillnitz, die Brieftauben haben alle Post zugestellt, der Trecker fährt wie am Schnürchen… In unserer Schule gibt es bestimmt immer etwas zu tun, der Rasen will gemäht werden, die Tafeln müssen sauber sein, die Bücher gestempelt und dann will auch noch der Umzug organisiert werden.“ (Im Frühjahr 2021 soll der Neubau der Oberschule auf Ullendorfer Flur fertig sein.)

Auch die anderen Mädchen und Jungen aus den Kindereinrichtungen hatten tolle Texte einstudiert. Dank dafür ihnen und den Lehrern. Das Org-Team der Gemeinde, dem Gemeinderäte und Verwaltungsmitarbeiter angehörten, hatte sich ebenfalls etwas Besonderes einfallen lassen. So wurde extra ein Lied verfasst, das der einstige langjährige Gemeinderat Christian Lucius musikalisch in Szene setzte. In einer Strophe hieß es: „Mann oh Mann, was für ein Mann der Bürgermeister. Ne Schule hier, ne Kita da, Gewerbe wuchs auf unsrem Acker, Behördengänge fielen ihm schwer, doch ein Mann schlägt sich da wacker. Bürokratie wohin man schaut, das muss Mann nicht verstehen. Unsere Gemeinde erblüht, das kann ein jeder sehen.“

Vergleich mit Sonnenkönig

Der Meißner Landrat Arndt Steinbach schloss sich dem mit einem humorvollen Vergleich mit dem Sonnenkönig an, wie der französische König Ludwig der XIV. auch genannt wurde und wo diese Bezeichnung in den vergangenen Jahren von einigen journalistischen Besserwissern im Landkreis auch auf Gerold Mann als Bürgermeister gemünzt wurde. Dazu ein kleiner Ausschnitt aus der Landrats-Rede: „Ludwig der XIV.“, so der Landrat, „förderte wirtschaftliche Entwicklung und wandelte Frankreich von einer Landwirtschafts- zu einer Industriegesellschaft. Bürgermeister Mann legte den Fokus ebenfalls auf eine kluge Ansiedlungspolitik. Mit dem Gewerbepark an der A 4 wurden schon Anfang der 90er Jahre entscheidende Weichen für Wohlstand gestellt. Klipphausen gilt auch heute noch als eine reiche Gemeinde, das Geld ist gut angelegt.“ Und weiter sagte der Landrat: „Ludwig der XIV. hat auch viel gebaut, z. B. Schloss Versailles, Umbau Lovre. Bürgermeister Mann z. B. Kita Miltitz für 2,3 Millionen, Vereinszentrum Weistropp für 1,3 Millionen, die FFw-Gerätehäuser Taubenheim, Tanneberg, Sora und Garsebach für ebenfalls viele Millionen. Sein letzter großer Coup: Neubau Oberschule mit Zweifeldsporthalle und Kunstrasenplatz.“ Und zum Schluss bemerkte der Landrat: „Ludwig der XIV: Sein Ehrgeiz ruinierte das Land, nie zuvor ging es der französischen Bevölkerung so schlecht wie gegen Ende seiner Regierungszeit. Darin unterscheidet sich Bürgermeister Mann vom richtigen ,Sonnenkönig'. Wie man sieht, geht es der Gemeinde prächtig, und der Bürgermeister ist in weiten Teilen der Bevölkerung beliebt.“

Mutiges Herangehen

Dr. Anita Maaß, Bürgermeisterin von Lommatzsch, verwies in ihrer Grußrede darauf, dass ohne Gerold Mann der beliebte Radrundkurs Meißner 8 nicht entstanden wäre. Auch Meißens OB Olaf Raschke lobte die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit, und Uwe Anke, Nossens langjähriger Bürgermeister, sagte: „Auf das Wort von Gerold Mann war stets Verlass.“ Der Röhrsdorfer Pfarrer Christoph Rechenberg ging auf den 250. Geburtstag des großen Naturforschers Alexander von Humboldt in diesem Jahr ein und bemerkte, dass seine Haltung, beharrlich neue Sachen zu erforschen, umzusetzen und zum Allgemeingut zu machen auch für den Bürgermeister zutreffe.

Hardt Hoffmann, Geschäftsführer der Sächsischen Haustechnik, stellte die Frage: „Was bedeutet Mut?“ Und er antwortete darauf, dass es sehr mutig von Bürgermeister Gerold Mann war, gleich Anfang der 90er Jahre ein Gewerbegebiet in Klipphausen zu entwickeln und zu bauen. „Das verdient große Hochachtung“, sagte er. Die Sächsische Haustechnik gehöre mit zu den ersten Betrieben, die sich damals in diesem Gewerbegebiet ansiedelten.

Auch Landtagsabgeordnete Daniela Kuge (CDU) lobte das Engagement des Bürgermeisters, der in der Gemeinde und im Landkreis Meißen viele Akzente gesetzt habe. Er sei einer der erfolgreichsten Bürgermeister in Sachsen gewesen. Dank an Gerold Mann sagte im Namen des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung Uwe Krause, 2. stellvertretender Bürgermeister. Ein Buch mit den jährlichen Höhepunkten sowie eine DVD vom Auftreten des Bürgermeisters in den vergangenen 30 Jahren künden von seinen Aktivitäten.

Heurechen und Apfelbaum

Glückwünsche und Präsente an seinem letzten Arbeitstag nahm der scheidende Bürgermeister auch von vielen anderen entgegen. So schenkte der Bauhof der Gemeinde beispielsweise ein Puzzlespiel aus Holz mit den 43 Ortsteilen der Gemeinde, der Ullendorfer Landwirt Hermann Schmick einen Heurechen zur Futtergewinnung für die Alpakas und der Lampertswalder Bürgermeister Wolfgang Hoffmann einen Apfelbaum. Alles weitere aufzuzählen würde hier den Platzrahmen für diesen Beitrag sprengen. Doch unbedingt erwähnt werden muss noch das Engagement und die liebevolle Mühe vieler Beteiligten, um Gerold Mann einen würdigen Abschied zu bereiten. Dank gilt deshalb dem Org-Team von Gemeinderat und Gemeindeverwaltung um Kämmerin Silvia Kunas und Hauptamtsleiterin Anja Jähnigen, den jetzigen und ehemaligen Gemeinderäten Steffi Horst, Dr. Rosemarie Zschoche, Uwe Krause, Christian Lucius, Thomas Forbriger und weiteren, den Mitgliedern des Posaunenchors aus Röhrsdorf und anderen Orten sowie der Feuerwehr Hühndorf für den Aufbau des Zeltes. Aber auch dem Imbiss Springsklee aus Wilsdruff, dem Unternehmen Milek-Haug aus Naustadt und dem Getränkemarkt Auerbach in Röhrsdorf sei gedankt, ebenfalls den fleißigen Service-Mädels und den Mitarbeitern des Bauhofs. Und noch ein Dankeschön an das Unternehmen „Unser Bäcker“ für den gesponserten leckeren Kuchen, an die Firma Flyeralarm für den Druck des Buches und an Meißen-TV für die DVD der Rückblicke.

Eine erfüllte Zeit

Gerold Mann, der seit 1972 verheiratet ist, zwei Kinder und vier Enkel hat und in Sora wohnt, dankte allen Beteiligten für die schöne Abschiedsfeier, die ihn sehr bewegt habe, wie er sagte. „Es freut mich sehr, dass damit meine Tätigkeit so gewürdigt wurde. Die knapp 30 Jahre als Bürgermeister waren eine erfüllte Zeit für mich. Ich denke, dass ich Klipphausen gut vorangebracht habe. Manches ist mir auch nicht gelungen, anderes hätte ich vielleicht aus heutiger Sicht besser machen können. Aber insgesamt ziehe ich ein positives Fazit“, bemerkte der Bürgermeister und dankte vor allem auch dem Gemeinderat, den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und allen anderen Weggefährten in den vergangenen drei Jahrzehnten.

Sein Sohn Silvio, der seinem Vater beim Abtransport der vielen Präsente half, meinte: „Ich bin stolz auf meinen Vater, auf seine Leistungen. Von Null auf 100 plus. Das muss erst einmal jemand toppen.“ Und auch Gabriela Mann freute sich, dass das Lebenswerk ihres Mannes so geschätzt wird. „Jetzt kommt für meinen Mann ein neuer Lebensabschnitt, mehr Zeit für die Familie und seine Hobbys. Auch darauf freue ich mich.“

Text und Bilder: Dieter Hanke, 03.10.2019