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Freude über hohe Auszeichnung

Das Engagement der St.-Bartholomäus-Kirchgemeinde Röhrsdorf für die Sanierung und den Einbau eines multifunktionalen Raumes in der Soraer Kirche wurde mit einem Preis gewürdigt. Ausbau wird 2020 abgeschlossen.

Die St.-Bartholomäus-Kirchgemeinde Röhrsdorf freut sich sehr über die Auszeichnung der Wüstenrot-Stiftung mit einem zweiten Preis für die Sanierung sowie den Einbau eines multifunktionalen Raumes in der Soraer Kirche. Pfarrer Christoph Rechenberg sowie Mitglieder des Kirchenvorstandes und Gemeindeglieder aus Sora waren bei der Preisverleihung am 21. September in der Erfurter Predigerkirche zugegen.

Deutschlandweit hatten sich im Vorjahr 200 Kirchgemeinden an dem Wettbewerb „Land und Leute – Die Kirche in unserem Dorf“ beteiligt. 20 Projekte wurden vom Preisgericht ausgewählt. Das Soraer Vorhaben, das einzige aus Sachsen, war mit dabei. „Diese Auszeichnung ist für uns eine hohe Anerkennung. Damit wird auch das Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer bei diesem Projekt gewürdigt“, bemerkte Pfarrer Christoph Rechenberg. Die Kirchgemeinde erhielt für den zweiten Platz 5 000 Euro. Die Wanderausstellung der Wüstenrot-Stiftung mit den 20 prämierten Projekten in Deutschland wird auch in Sora Station machen. In einer begleitenden Broschüre ist ebenso die Soraer Initiative mit enthalten.

Der Pfarrer informierte nun über den derzeitigen Stand des Vorhabens in dieser Kirche. Spätestens Anfang Dezember sollen dort die Malerarbeiten abgeschlossen sein, die vom hohen Baugerüst aus erledigt werden. Das Gerüst wird dann abgebaut. Die Wände - der Malerbetrieb Quaas aus Meißen ist hier in Aktion - erhalten den original vorgefundenen Farbton von 1760, ein leicht gebrochenes Gelb. Die Decke von 1948 wird im Bestand saniert. Ute Schreiber aus Großdobritz wird die drei Engelsfiguren an der Decke restaurieren.

Die seit 1948 zugemauerten zwei Fenster an der Ostfassade über dem Altar wurden von ehrenamtlichen Helfern Ende Oktober wieder geöffnet und neue Fenster eingesetzt. „Bis Jahresende werden innen die Außenwände sowie die Fensternischen zur Schimmelvorbeugung mit Kalziumsilikatplatten belegt“, informierte der Pfarrer weiter. Ferner soll in diesem Zeitraum auch der Stuck in der barocken Patronatsloge restauriert werden, wofür das Atelier Lange aus Schloss Kaufungen zuständig ist. Weiter sind den nächsten Wochen noch Elektroarbeiten in der Kirche vorgesehen, zum Beispiel Vorarbeiten für die Beleuchtung im Kirchenschiff. 2020, so der Pfarrer, wird dann der Innenausbau in der Soraer Kirche fortgesetzt. Das betrifft zum Beispiel die Treppen auf die Empore sowie Türen.

Am 11. November nächsten Jahres begeht die Soraer Kirche ihr 250-jähriges Jubiläum. Die Kirchgemeinde hofft schon früher, aber spätestens bis dahin sollen die Sanierung sowie der Einbau des Multifunktionsraumes abgeschlossen sein. Nach Plänen des Architekten Uwe Gerschler aus Freiberg wurde hier bereits die Empore in der Soraer Kirche um etwa vier Meter in das Kirchenschiff verlängert. So entstand jetzt mehr Platz auf der Empore, etwa 40 Stühle lassen sich dort künftig stellen. Nicht nur Posaunenbläser und Kirchenchor werden davon profitieren. Zum Beispiel können dort auch Orgelkonzerte stattfinden, bei denen die Besucher rings um den Organisten sitzen und so einen guten Einblick haben. Der neue separate multifunktionale Raum für 50 bis 60 Leute, der derzeit darunter entsteht, wird beheizt sein und mit einer Glasfaltwand zum Kirchenschiff abgegrenzt, die bei größeren Veranstaltungen geöffnet werden kann. Für Christenlehre, Chor- und Posaunenprobe, Gottesdienste im Winter, Versammlungen und anderes kann so das Gotteshaus auch als Winterkirche genutzt werden. Zugleich ergeben sich noch andere Möglichkeiten für das Dorf mit seinen über 200 Einwohnern. Konzerte, Ausstellungen, Gesprächsabende, Feiern, Hochzeiten und andere Dinge sind dann dort ebenso möglich. 

Dieter Hanke, 18.11.2019