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Neue Sportanlagen für Burkhardswalder Schule

50-Meter-Laufbahn, Ballwurfanlage, Weitsprunggrube und anderes werden für knapp 300 000 Euro errichtet.

Baustart soll am 6. April sein. An der Burkhardswalder Grundschule werden neue Sportanlagen entstehen: 50-Meter-Laufbahn, Ballwurfanlage, Weitsprunggrube und auch eine längere Laufstrecke. Neben der Sporthalle soll das neue Sport-Domizil gebaut werden. „Wir sind glücklich, dass es nun losgeht. Viele Jahre haben wir darauf gewartet“, sagte Uta Fleischer, Leiterin der Grundschule.

Die Mädchen und Jungen dieser Grundschule hatten bislang nur marode Anlagen für Leichtathletik-Disziplinen nahe dem Schulgebäude zur Verfügung. Die Bezeichnung Sportplatz war hier höchst geschmeichelt. Eine Sperrung schien unausweichlich. „Der Sportunterricht im Athletikbereich war nur mit Abstrichen möglich. Der Lehrplan konnte hier nicht gänzlich eingehalten werden “, bedauerte die Schulleiterin.

Jetzt wird die Firma Josef Saule aus Dresden für bessere Bedingungen sorgen. Diese hatte nach einer öffentlichen Ausschreibung vom Gemeinderat den Zuschlag bekommen. Knapp 300 000 Euro wird der neue Sportplatz kosten. Der Freistaat steuert 179 000 Euro Fördergelder bei, wie Michael Hegenbart von der Bauverwaltung der Gemeinde Klipphausen, der das Projekt begleitet, informierte. 

Der Bauhof der Gemeinde hatte bereits in den vergangenen Wochen am Standort für eine Baufeldfreimachung gesorgt. Auch zwei Bäume sowie Sträucher mussten weichen. Der Dresdner Baubetrieb wird nun ans Werk gehen: Zunächst Erdaushub für die Anlagen, Geländeregulierung, eine Telekom-Leitung muss umverlegt werden. Die Planung des Vorhabens liegt in den Händen des Radeberger Planungsbüros Schubert. Mitte Juni dieses Jahres sollen die neuen Sportanlagen fertig sein. 50-Meter-Laufbahn, Ballwurf- und Weitsprunganlage sollen einen Tartanbelag erhalten.

Traurig sind Eltern sowie Lehrer der Grundschule darüber, dass für das neue Sportplatzgelände keine Einfriedung vorgesehen ist, außer Winkelstützen und Zaun an der Ballwurfanlage. An die 20 000 Euro hätte eine Einfriedung des Areals gekostet. Doch angesichts der anderen umfangreichen Investitionen der Gemeinde wie zum Beispiel der Bau der neuen Oberschule oder im Abwasserbereich war dafür das Geld nicht mehr da. Michael Hegenbart: „Wir mussten leider diese Maßnahme verschieben.“ Es bleibt nun die Hoffnung, dass dann im Haushalt 2021 die Finanzen für eine Sportplatz-Einfriedung zur Verfügung stehen. Schulleiterin Uta Fleischer: „Wir sind froh, dass wir neue Sportanlagen erhalten. Doch wir möchten auch, dass diese lange in einem guten Zustand bleiben.“

Eltern und Lehrer befürchten nämlich, dass die neuen Anlagen, die dann frei zugänglich sind, durch Fremde beschmutzt oder beschädigt werden. „Gerade der Tartanbelag könnte Schaden nehmen“, so Uta Fleischer. Ein Vorschlag von Eltern, vorübergehend den Bauzaun für eine Absicherung des Geländes zu nehmen, fand nicht die Zustimmung der Gemeinde.

Trotz dieses Wermutstropfens in Sachen Einfriedung sind die Burkhardswalder natürlich froh, dass mit den neuen Sportanlagen die Schule und der Ort weiter aufgewertet werden. „Im Vorjahr wurde schon ein wunderschöner neuer Spielplatz an der Grundschule eingeweiht, der von den Kindern rege genutzt wird. Nun kommt der neue Sportplatz. Das freut uns sehr“, drückte Schulleiterin und langjährige Gemeinderätin Uta Fleischer die Meinung vieler Burkhardswalder aus. An der Grundschule lernen derzeit 170 Schüler in acht Klassen, die nun bald bessere Bedingungen für den Sportunterricht haben werden.

Dieter Hanke, 01 April 2020