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Ideen und Einsatz für Kinder und Eltern

Die Gemeinde dankt Erzieherinnen und Erzieher in Krippen, Kindergärten und Hort für ihre Arbeit in dieser schwierigen Zeit.

Die Wochen seit dem 17. März waren für Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten und im Hort in den Einrichtungen in der Gemeinde Klipphausen wahrlich nicht leicht. Oftmals neue Hygiene- und Betreuungsanforderungen, die mit den Mitarbeiter-Dienstplänen zu vereinbaren waren, dazu Fragen von Eltern und anderes mehr forderten die Teams. Es gab mitunter Unsicherheit, wie am besten vorzugehen ist oder dass Dienstanweisungen vom Freistaat von heute auf morgen umzusetzen waren. „Das alles hat uns sehr zu schaffen gemacht. Ich danke allen Mitarbeitern in unserer Einrichtung, die sich engagiert bemühen, Lösungen im Interesse der Kinder und Eltern zu finden“, sagte Ramona Kammler.

Erfahrungen kommen zugute

Seit August 2002 ist Ramona Kammler Leiterin in der Kindertagesstätte in Sachsdorf. In diesen 18 Jahren hat sie mit ihrem Team schon manche überraschende Herausforderung mit Besonnenheit und Elan bewältigt. Diese Erfahrungen seien ihr auch diesmal zu Gute gekommen. „Wir haben zusammen eigenverantwortlich entschieden und sind damit gut gefahren. Wir mussten das alles unter einen Hut bringen - die Sicherheit der Kinder und Mitarbeiter, die strengen staatlichen Vorschriften und die personellen und räumlichen Gegebenheiten in unserer Einrichtung und auch die Anfragen und Sorgen von Eltern. Ich denke, dass ist uns gelungen“, so Ramona Kammler. Waren es am 20. März in Sachsdorf zunächst nur etwa fünf Kinder in der Notbetreuung, so stieg die Zahl am 1. April auf 13 Mädchen und Jungen und danach weiter an. Bei der jetzt eingeschränkten Regelbetreuung kamen nochmals weitere Kinder hinzu. Zu Normalzeiten werden in der Sachsdorfer Kindertagesstätte über 140 Kinder, davon knapp 30 im Krippenbereich betreut.

Nicht gewohnte Abläufe

„Die Gemeinde möchte sich ganz herzlich bei den Erzieherinnen und Erziehern in den Krippen, Kindergärten und Hortbereichen für ihre hohe Einsatzbereitschaft bedanken und auch für ihre Mühen, schwierige Situationen mit Umsicht zu meistern“, sagte Bürgermeister Mirko Knöfel. Er hatte stellvertretend für alle Kindereinrichtungen in der Gemeinde Klipphausen am  8. Mai die Kindertagesstätten in Sachsdorf und Naustadt besucht. Sein Dank galt aber auch den Lehrern in den Grundschulen in Klipphausen, Naustadt und Burkhardswalde sowie in der Evangelischen Oberschule Klipphausen, die in dieser schwierigen Zeit neue Anforderungen bei der Bildung der Kinder zu bewältigen hatten. Und nicht zuletzt möchte er auch den Eltern ein Dankeschön sagen. Sie standen plötzlich bei der Betreuung und Bildung ihrer Kinder oftmals vor bislang nicht gewohnten Abläufen zu Hause und erleiden vielfach auch finanzielle Einbußen durch Kurzarbeit oder andere arbeitsmäßige Einschränkungen. „Es verdient Respekt und Anerkennung, wie sich da die Eltern einbringen“, bemerkte der Bürgermeister.

Bewegung an frischer Luft

Nicht nur in der Kindertagesstätte in Sachsdorf, sondern auch in anderen Kindereinrichtungen in der Gemeinde fallen in dieser Zeit auch Veranstaltungen aus, die bei Kindern, Eltern, Oma und Opa und weiteren Besuchern immer viel Freude fanden. In der Sachsdorfer Kita sind das zum Beispiel das Zuckertütenfest und das Regenbogenfest. „Das ist sehr schade. Doch trösten wir uns, es kommen auch wieder bessere Zeiten und damit Freude und Abwechslung“, sagte Ramona Kammler.

Bewegung an frischer Luft ist auch in diesen Wochen und Monaten gefragt. Im Außengelände der Kita Sachsdorf waren beim Bürgermeister-Besuch gerade die Erzieherinnen Romy Kuhnke, Andrea Woiterski und Manuela Köpke zusammen mit dem Erzieher Michael Reinhardt bei der Beschäftigung mit den Kindern. Auch hier galt: Abstandsregeln und andere Hygieneanforderungen einhalten. „Da müssen wir zusammen durch“, bemerkte Erzieher Michael Reinhardt, der seit zehn Jahren an der Einrichtung tätig ist und jetzt die Käfergruppe betreut. Zusammen mit dem Hausmeister hätten sie die vergangene Zeit auch genutzt, um Anlagen und Geräte aufzufrischen. „So wurde Rasen angesät, Gelände reguliert, Bank und Klettergerüst neu gestrichen und auch eine neue Rutsche aufgestellt“, bemerkte der 31-Jährige.

Bereiche sind getrennt

Der Hort-Außenbereich ist vom Gelände für Kinderkrippe und -garten getrennt. „160 Kinder sind es zu normalen Zeiten in der Hortbetreuung“, sagte Erzieherin Yvonne Brendel beim Bürgermeister-Besuch. Mit fünf Kindern hätten sie angefangen, beim Bürgermeister-Besuch waren es in der Woche 20. „Es werden nun ständig mehr“, so die 34-Jährige.

Hygiene hat Priorität

Auch in der Kita in Naustadt konnte sich Mirko Knöfel überzeugen, dass das Erzieher-Team verantwortungsbewusst und mit Einsatz diese schwierigen Tage und Wochen meistert. Separate Gruppen, zwei Schichten für die Erzieherinnen bei der Notbetreuung. Hygiene hat auch hier Priorität. Dreimal am Tag werden zum Beispiel Türklinken und Handläufe desinfiziert. Die langjährige Kita-Leiterin Ramona Schaffenicht: „Bei uns ziehen alle mit, um diese außergewöhnlichen Zeiten zu überstehen.“ Bewährt hat sich dabei die gute Zusammenarbeit und Unterstützung der Gemeindeverwaltung. Ihrem Engagement und ihren reichen Erfahrungen als Leiterin ist es mit zu verdanken, dass auch hier besorgte Eltern Rat erhielten, dass staatliche Anweisungen nicht formal, sondern entsprechend den Bedingungen in dieser Einrichtung umgesetzt wurden und dabei dennoch Hygienekonzept und -standards sowie eine gute Betreuung im Blick waren.

Auch in Naustadt nahm in den vergangenen Wochen die Zahl der Kinder in der Einrichtung wieder zu. Zu normalen Zeiten werden hier im Hort 134, im Kindergarten 82 und in der Kinderkrippe 36 Mädchen und Jungen betreut.

Text und Fotos:  Dieter Hanke, 02.06.2020