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Einige waren zu schnell unterwegs

In Taubenheim und Burkhardwalde wurde die Geschwindigkeit von Fahrzeugen gemessen.

Vom 13. März bis zum 16. April war der mobile Geschwindigkeitsmesser der Gemeinde Klipphausen im Ortsteil Taubenheim in Aktion. Der Bauhof hatte die Anlage auf der Hauptstraße kurz vor der Kindertagesstätte in Richtung Pinkowitz installiert. Dort befindet sich für Lkw eine 30 km/h-Zone, für Pkw beträgt die Höchstgeschwindigkeit 50 km/h. „Knapp 10 000 Messungen nahm die Anlage in diesem Zeitraum vor“, informierte Steffen Möring, Mitarbeiter des Bauhofs, der das Gerät betreut. Es würden jeweils von einem Fahrzeug immer drei Messungen erfolgen. Und zwar die erste Messung ungefähr 50 Meter vor der Anlage, die zweite etwa 30 Meter davor und die dritte an die zehn Meter vor dem Gerät. Das bedeutet, dass etwa 3 300 Fahrzeuge in diesem Zeitraum die Strecke in Taubenheim passierten. „Die durchschnittliche Geschwindigkeit aller Fahrzeuge lag bei 42 km/h“, so der Bauhofmitarbeiter weiter. Die maximale Geschwindigkeit eines Fahrzeugs registrierte die Anlage bei 99 km/h.

Leider ist dieser mobile Geschwindigkeitsmesser nicht in der Lage, Lkw, Pkw und Motorräder getrennt zu erfassen, so dass es keine eindeutigen Aussagen für eine Wertung gibt. Denn die Anlage war vom Bauhof auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h eingestellt worden, die in diesem Abschnitt für Laster bindend ist, doch für Pkw sind dort bis zu 50 km/h möglich. Steffen Möring konnte so nur pauschal sagen, dass sich die meisten Laster-Fahrer an das Geschwindigkeitslimit hielten. Wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Fahrzeuge höher als 42 km/h gewesen wäre, zum Beispiel 50 km/h, hätte das zu Folge, dass möglicherweise mehr Laster schneller unterwegs gewesen wären. Die Gemeinde wolle sich jetzt mit dem Hersteller der Anlage, einer Firma aus Österreich in Verbindung setzen, um eventuell mit einer Nachrüstung eine getrennte Erfassung nach Lkw und Pkw zu erhalten.

Nach Taubenheim kam die Anlage nach Burkhardswalde. Kurz vor der Grundschule aus Richtung Miltitz und Munzig, einem 30 km/h-Abschnitt, wurde der Geschwindigkeitsmesser aufgestellt. Seit Mitte April wird gemessen - ein freundliches elektronisches Smiley der Anlage für Kraftfahrer, die korrekt unterwegs sind, und eine traurige graphische Darstellung des Gesichts, wenn zu schnell gefahren wurde. Im Zeitraum bis zum 22. Juni, so ergab die Auswertung von Steffen Möring, erfolgten etwa 10 000 Messungen, also etwa 3 300 Fahrzeuge. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 35 km/h. Spitzenwert waren dort 73 km/h eines Fahrzeugs.

Für den mobilen Geschwindigkeitsmesser käme möglicherweise als nächster Standort der Bereich Tanneberg in Frage. Es gibt Anfragen dazu. Doch endgültig geklärt ist diese Standort-Wahl bislang noch nicht.

Text und Foto:  Dieter Hanke, 01.07.2020