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Ärger über illegal abgelagerten Müll

Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde sammeln in der Landschaft viele alte Sachen und Unrat ein.

Andreas Uhlmann ist verärgert. „Die illegalen Sperrmüllablagerungen in der Gemeinde verschandeln nicht bloß unsere reizvolle Natur. Sie kosten dem Steuerzahler auch Geld, und unsere Mitarbeiter werden dadurch von anderen Arbeiten im Interesse der Bürger abgehalten“, sagt der 61-jährige Leiter des Bauhofs der Gemeinde Klipphausen. Jeweils freitags auf den sogenannten „Müll-Runden“ des Bauhofs im Gemeindegebiet sammeln die Mitarbeiter Unmengen an Müll ein und lagern diesen dann vorübergehend in Containern auf dem Bauhof-Gelände, ehe er später auf Wertstoffhöfe und Deponien abgefahren wird.

Das Sammelsurium solcher Sachen ist breit: Alte Reifen, Fernseher, Kühlschränke, Computer, Kochherde, elektrische Haushaltsgeräte, aber auch Plaste, Papier, Flaschen, Gläser, Alttextilien, Lampen und anderes mehr füllen große Container auf dem Bauhof. Selbst Polstermöbel, Schränke, Kommoden, Stühle und weitere Möbel werden von egoistischen Zeitgenossen illegal in der Landschaft abgelegt. Gefährlich für die Umwelt ist auch, dass sich Farbeimer, Tapetenreste oder Chemikalien ebenfalls darunter befinden.

„Das ist eine große Sauerei. Unsere schöne Natur und Umwelt wird dadurch gefährdet“, bemerkt Andreas Uhlmann. 2020 hat der Bauhof im ersten Halbjahr schon an die 40 Kubikmeter Müll eingesammelt. Drei Container kamen da zusammen. Allein im Juni waren es fast 30 Altreifen, darunter etliche, die an einem Feldweg von Weistropp nach Unkersdorf lagen. Offenbar misten auch einige unbelehrbare Bürger ihre Schuppen und Keller aus, verfrachten den Müll in ihr Fahrzeug und schmeißen diesen dann bei Dunkelheit in die Landschaft. Meist werden da abgelegene Gegenden bevorzugt. Der Bauhof kennt solche Standorte, wo vermehrt illegale Ablagerungen anzutreffen sind. Zum Beispiel sind solche Standorte an einer Anhöhe in einem kleinen Wäldchen an der Kreisstraße kurz nach Taubenheim in Richtung Sönitz oder in Polenz am Buschbadweg in Richtung Meißen. Auch hinter dem Hundeplatz in Kleinschönberg müssen Bauhof-Mitarbeiter oft Sperrmüll einsammeln.

Falls die Umweltfrevler ausfindig gemacht werden, drohen ihnen saftige Geldbußen. „Wir hoffen, dass Bürger mit wachen Augen mit dafür sorgen, dass sich solche Umweltsünder nicht einfach ihrer Abfälle auf diese Weise entledigen“, meint der Bauhofleiter.

Text und Fotot: Dieter Hanke, 22.07.2020