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Auch Sportplatz-Bau kommt gut voran

Zum neuen Schulkomplex in Ullendorf gehören auch ein Kunstrasenplatz und weitere Sportanlagen.

„Der Innenausbau von Schulgebäude und Sporthalle klappt, auch der Bau des Sportplatzes verläuft zügig. Das ist eine gute Gewähr, um planmäßig im Frühjahr nächsten Jahres den Schulkomplex fertig zu stellen“, sagt der Meißner Chefplaner Dr.-Ing. Knut Hauswald zu diesem Großvorhaben der Gemeinde an der Taubenheimer Straße in Ullendorf. Auch Thomas Röhrig, Vorarbeiter bei der Baustein Meißen GmbH, freut sich, dass es auf dieser Baustelle Hand in Hand geht. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn wir nach getaner Arbeit am Tag auf das Geschaffene blicken und sagen können: Wieder ein gutes Stück gemeistert.“

Dieses Meißner Unternehmen, das vor einiger Zeit schon den neuen Spielplatz an der Burkhardswalder Grundschule gebaut hat, errichtet jetzt für das künftige Schulareal der Evangelischen Oberschule Klipphausen den Sportplatz, Schulhof, Parkplatz und Außenanlagen.

3,8 Zentimeter hoher Rasen

Die Konturen des Sportgeländes unmittelbar neben dem Schulgebäude und der Sporthalle zeichnen sich immer mehr ab. Für den neuen Kunstrasenplatz, der 90 Meter lang und 45 Meter breit sein wird, wurde der Unterbau schon weitgehend eingebracht. Das sind Drainageleitungen zur Entwässerung des Spielfeldes, eine Kiesfilter- und eine Schottertragschicht. Der Schotter stammt aus Freital-Wurgwitz. Darauf kommt dann noch eine gebundene elastische Kunststoffschicht Polytan, die wasserdurchlässig ist, ehe dann der 3,8 Zentimeter hohe Kunststoffrasen den Abschluss bildet. „Insgesamt ist der Gesamtaufbau für den Platz 50 Zentimeter hoch“, sagt der gelernte Tiefbau-Facharbeiter Thomas Röhrig. Da müsse alles exakt sein und stimmen. „Für die Feinschotter-Planung des Spielfeldes haben wir zum Beispiel eine lasergesteuerte Raupe eingesetzt, um einen gleichmäßigen Aufbau zu haben“, bemerkt der Vorarbeiter, der in der Vergangenheit zum Beispiel schon einige Außenanlagen für Kindertagesstätten in Meißen und Dresden mit gebaut hat und auch beim Spielplatzbau in Burkhardswalde dabei war.

Traversen und Gehweg 

Doch nicht nur das Spielfeld selbst ist schon zum guten Teil fertig, auch die angrenzenden Bereiche sind das. Die Männer der Baustein Meißen GmbH haben sich seit dem Baustart Mitte Mai kräftig ins Zeug gelegt. So verläuft parallel zum Spielfeld an der Seite des Schulgebäudes die 100-Meter-Laufbahn. Anschließend erstreckt sich die Weitsprunganlage. Auch hier wird noch eine Polytan-Kunststoffschicht als abschließender Belag aufgebracht. Fertig ist auch schon der umlaufende Gehweg am Sportplatz, der mit sandgestrahltem Betonpflaster versehen wurde. Das Pflaster lieferte eine Firma aus der Oberlausitz.

Auch die Traversen und Böschungen am Sportplatz an der Schulgebäudeseite, wo dann insgesamt neun Bäume, Bodendecker und Gras wachsen werden, sind schon angelegt, ebenso die zwei Treppenabgänge zu Gehweg und Spielfeld sowie Einfassungen der einzelnen Bereiche. Zwischen den zwei bepflanzten Traversen links und rechts an dieser Längsseite werden auf der Böschung Sitzgelegenheiten für Zuschauer sein. Auch die Abgrenzungen für Kleinfeldtore – auf jeder Längsseite des Platzes sind das zwei - wurden bereits geschaffen. „So können später auf dem Platz außer den Spielen auf dem Großfeld auch extra mal Kleinfeld-Fußballturniere stattfinden“, bemerkt der 37-jährige Vorarbeiter, der selbst früher Fußball gespielt hat.

Ballfangzäune an Querseiten

Mit Spielfeld und angrenzend bebauten Flächen hat das Sportplatz-Areal die Außenmaße von 106 Metern in der Länge und 51 Metern in der Breite. Doch so ein Sportplatzbau umfasst noch mehr, und die geleisteten Arbeiten sind auf den ersten Blick oft nicht mehr erkennbar. Zum Beispiel betrifft das auch die Ringleitungen und Einläufe für die Entwässerung rund um den Platz.

Die Pfosten für die sechs Meter hohen Ballfangzäune an den Querseiten des Platzes stehen auch schon, insgesamt sind es 19 Stück. Die Fundamente dafür sind etwas über einen Meter tief. An den Pfosten werden Doppelstabmatten montiert, die verhindern sollen, dass der Ball weit wegfliegt. Vorarbeiter Tommy Prietzel und Baufacharbeiter Torsten Schütz vom Unternehmen ZAUN modern aus Röhrsdorf hatten die Pfosten einbetoniert. „Unser Unternehmen wird auch noch den Außenzaun um das Gelände errichten“, sagt der 31-jährige Vorarbeiter aus Groitzsch.

Planer loben engen Kontakt

Ein Blick über das Sportgelände hinaus offenbart, wie das Areal in der Umgebung und in die Landschaft eingebettet ist. An der Ostseite befindet sich das Schulgebäude, angrenzend an der Südseite ist die Sporthalle. An der Nordseite erstrecken sich Fluren in Richtung Meißen, und an der Westseite befindet sich ein kleines Wäldchen. Geplant haben den Sportplatzbau Claudia Hostmann und Michaela Noack vom Dresdner Planungsbüro Noack Landschaftsarchitekten. „Uns freut, dass es eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Klipphausen gibt. Bei einem so großen Schulprojekt ist das vorteilhaft für alle Partner“, sagt Frau Noack.

Klinkerriemchen angebracht   

Aber nicht nur die Arbeiten auf dem Sportplatz kommen gut voran. Auch an der Sporthalle geht es voran. So klebten hier zum Beispiel Fliesenleger vom Unternehmen Cera Fly aus Großharthau sandsteinfarbene Klinkerriemchen unter anderem an die Eingangsseite des Gebäudes, das dadurch attraktiver wirkt. „Akkurat müssen wir da vorgehen“, sagt Fliesenleger und Geschäftsführer André Herzog. Mit einem Spezialkleber werden die Fliesen an der Gebäudewand befestigt. Genau 1,3 bis 1,4 Zentimeter beträgt der Abstand zwischen den einzelnen Fliesen. „Am Schulgebäude bringen wir im unteren Bereich und zwischen den Fenstern Klinkerriemchen an“, bemerkt noch der 39-Jährige.

Text und Fotos: Dieter Hanke, 27.07.2020