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Neues Sportdomizil für Grundschule

 50-Meter-Laufbahn, Ballwurfanlage, Weitsprunggrube und anderes wurden für über 300 000 Euro in Burkhardswalde errichtet...

 

...„Wunderbar, sehr schöne Sportanlagen. Wir sind glücklich, dass die Kinder hier nun sehr gute Bedingungen für den Sportunterricht haben“, sagte Uta Fleischer, Leiterin der Burkhardswalder Grundschule. Und ihre Stellvertreterin Uta Ackermann3er Bild meinte: „Kinder haben Spaß am Sport, wollen sich bewegen. Da sind diese neuen Anlagen genau richtig.“ Und beide hoben hervor, dass nun dem Lehrplan in Sachen Sport wieder gut entsprochen werden kann.

Gerade rechtzeitig vor Beginn des neuen Schuljahres 2020/21wurde das neue Sportdomizil in Burkhardswalde fertig. Neben der Sporthalle an der Schule entstanden nach dem Baustart im April eine 50-Meter-Laufbahn, eine Schlagballweitwurfanlage, die auch für andere sportliche Disziplinen genutzt werden kann, sowie eine Weitsprunganlage mit zwei Anlaufbahnen.

 Gelungene Farbkontraste

Die Gesamtgestaltung des neuen Areals passt sich der Umgebung an, so der Sporthalle, aber auch dem Gelände mit den angrenzenden Bäumen und Böschungen. Ein gelungenes Ensemble, in dem farbliche Kontraste sich verbinden mit einer harmonischen Gestaltung. Dominierend in den Anlagen ist der rote Tartanbelag. Zwischen Laufbahn und Weitsprunganlage haben mehrere Sitzgelegenheiten aus Beton Bnkeeinen blauen Holzbelag. Anthrazitfarben ist an der Wurfanlage der sechs Meter hohe Ballfangzaun an zwei Seiten.

Der neue Komplex umfasst aber nicht nur sportliche Anlagen. Um die angrenzende Sporthalle wurde ein Weg angelegt, eine gelb-beigefarbene wassergebundene Wegedecke bestehend aus einem abgestuften Mineralgemisch und mit einer Stahlbandeinfassung. Am Ende des Komplexes, an der Wurfanlage, entstanden weitere zehn Sitzelemente aus Betonfertigteilen und bieten Zuschauern Gelegenheit, die Kinder bei ihren sportlichen Leistungen anzuspornen. Sträucher und Bodendecker wurden an Böschungen, entlang des Ballfangzaunes, aber auch am Eingang der Sporthalle und an weiteren Stellen gepflanzt. Mehrere neue Bäume an der Südseite der Sporthalle kamen ebenfalls in den Boden. Ein behindertengerechter Zugang zur Sporthalle wurde erneuert. Gewissermaßen i-Tüpfelchen im Areal sind ein großer Findling, ein Granitblock, vor der Sporthalle und ein schon vorhandener Mast mit mehreren Schwalbennestbrutstellen, die aber jetzt erneuert wurden.

 Dank an die Bauleute

„Solide Arbeit. Die Planer und Bauleute haben sich viel Mühe gegeben. Die Gemeinde dankt dafür allen Beteiligten“, sagte Bauamtsleiterin Elvira Grübler. Vor allem sei auch anerkennenswert, dass mit Umsicht und Kreativität in einem durch natürliche Gegebenheiten wie Böschungen, Bäume und Gefälle eng begrenztem Gelände solche attraktiven Sportanlagen geschaffen wurden.

Das Baufeld war beengt, zudem musste der Altbaumbestand geschützt werden. Da hatten die Bauleute um Vorarbeiter Markus Ulbricht manche Schwierigkeit zu meistern. Zum Beispiel auch die Bodenbeschaffenheit. Im Bereich der Ballwurfanlage war der Boden instabil, ein sehr hoher Feuchtigkeitsgehalt, ein Lehmboden - Auelehm genannt. „Wir haben deshalb dort auf etwa 400 Quadratmetern ein 40 Zentimeter hohes Kalk-Zementgemisch eingebracht“, informierte Bauleiter Enrico Hausmann von der Josef Saule GmbH, Niederlassung Dresden. Dieses Landschafts- und Sportplatzbauunternehmen hat das Projekt in Burkhardswalde verwirklicht. Beton-Winkelstützwände, so an Böschungen an der Wurf- und der Weitsprunganlage, wurden errichtet, um stabile Anlagen zu schaffen und dem Geländeniveau Rechnung zu tragen. Im Bereich der Weitsprunganlage wurde ebenfalls der Boden stabilisiert. Die Auslaufzone an der Laufstrecke wurde etwas angehoben, damit die Läufer dort gefahrlos austrudeln können.

Verständnis bei den Nachbarn 

Noch andere Arbeiten mussten zusätzlich vorgenommen werden, die sich erst beim Bau Gruppenfotoherausstellten und erforderlich waren, wie zum Beispiel die Umverlegung einer Telekom-Leitung durch die instabilen Bodenverhältnisse oder die Anpassung von Drainagen.

„Die reichen Erfahrungen dieses Dresdner Unternehmens beim Landschafts- und Sportplatzbau haben sich beim Vorhaben in Burkhardswalde ausgezahlt“, bemerkte Heiko George vom Bauamt der Gemeindeverwaltung, der diese Investition von Seiten der Kommune begleitete. Er würdigte da besonders auch die enge und unkomplizierte Zusammenarbeit von Schule, Baubetrieb und Gemeinde bei diesem Projekt. Neben dem Bauunternehmen Josef Saule waren da auch die Polytan GmbH aus Burgheim (Bayern) für die Tartanbeläge, die Dresdner Firma Rintz für die Bodenstabilisierung und die Firma Nawrath aus Heidenau, die den Zaun errichtete, mit von der Partie. Die Planung des Vorhabens lag bei der Landschaftsarchitektin Susann Uhlig vom Planungsbüro Schubert aus Radeberg. Wie Bauleiter Enrico Hausmann von der Josef Saule GmbH hervorhob, habe es während der Bauzeit, die natürlich nicht immer lautlos von statten ging, stets einen engen Kontakt zu den Anwohnern gegeben. „Wir freuten uns, dass es da Verständnis über die teilweise aufgetretenen Beeinträchtigungen gab“, meinte der Bauleiter.

 Fördermittel vom Freistaat und der Bundesregierung

An die 330 000 Euro hat das Vorhaben in Burkhardswalde gekostet. Der Freistaat Sachsen und die Bundesregierung steuerten 179 000 Euro Fördergelder bei. Mehrkosten in Höhe von etwa 35 000 Euro hatten sich durch die Mehrarbeiten (mehr Erdaushub, mehr Schotter, Leitungsumverlegung, Bodenstabilisierung und anderes) ergeben.   

Am 28. September, 9 Uhr, werden die neuen Sportanlagen in Burkhardswalde offiziell von der Gemeinde eröffnet. Doch schon vorher, mit Schuljahresbeginn können die etwa 170 Schüler der Burkhardswalder Grundschule die neuen Sportmöglichkeiten nutzen. Für die Mädchen und Jungen geht nun auch eine längere Zeit zu Ende, wo sie in den leichtathletischen Disziplinen wie Lauf, Weitsprung oder Schlagballweitwurf arg gehandicapt waren. Denn die bisherigen Sportanlagen an der Halle waren so marode, dass sie gesperrt werden mussten, damit die Schüler nicht gefährdet werden. Die Folge: Der Lehrplan im Athletikbereich konnte nicht vollständig erfüllt werden, es gab Abstriche in diesem Teil des Sportunterrichtes, obwohl sich die Schule um Ausweichmöglichkeiten bemühte. Auch die Hortkinder waren traurig, denn am Nachmittag waren so Sport und Spiel auf diesen Anlagen nicht mehr möglich.

Jetzt heißt es wieder „Sport frei!“ in diesem Bereich. Vielleicht hat nun auch der Burkhardswalder Heimat- und Feuerwehrverein mit dem neuen Sportareal eine bessere Gelegenheit für seine Dorfolympiade, die immer ein Höhepunkt des Dorffestes war.

 Vorteil für Schule und Ort

Eltern sowie Lehrer der Grundschule hoffen, dass nun das neue Sportplatzgelände noch eine Einfriedung erhält. Voraussichtlich etwa 20 000 Euro wird diese kosten. Angesichts anderer umfangreicher Investitionen in der Gemeinde fehlten in diesem Jahr dafür die Mittel. Vielleicht klappt es später, so die Burkhardswalder. Schulleiterin Uta Fleischer: „Wir möchten, dass die neuen Sportanlagen lange in einem guten Zustand bleiben.“ Eltern und Lehrer befürchten nämlich, dass diese Einrichtungen, die frei zugänglich sind, durch Fremde beschmutzt oder beschädigt werden. „Gerade der Tartanbelag könnte Schaden nehmen“, sagte Uta Fleischer.

 Trotz dieser noch ausstehenden Sache sind die Burkhardswalder Bürger natürlich froh, dass mit den neuen Sportanlagen die Schule und der Ort weiter aufgewertet werden. 2018 war schon ein wunderschöner neuer Spielplatz an der Grundschule eingeweiht worden, der von den Kindern rege genutzt wird. Klipphausens Bürgermeister Mirko Knöfel meinte deshalb auch: „Mit der nun neuen Investition in attraktive Sportanlagen erhält die Grundschule nicht nur bessere Bedingungen für den Sportunterricht und für Freizeitmöglichkeiten der Hortkinder. Zugleich hat damit diese Bildungsstätte eine größere Ausstrahlung, was insgesamt für den Ort vorteilhaft ist.“

 Die Bauleute der Josef Saule GmbH sind nun bei einem neuen Projekt zu Gange. Jetzt bauen sie eine Sportstätte an der Saalhausener Straße in Dresden. „Das Burkhardswalder Projekt behalten wir in guter Erinnerung“, sagte Bauleiter Enrico Hausmann. Es würde sich gut in andere Vorhaben einreihen, die das Unternehmen schon verwirklicht hat, so zum Beispiel die Außen- und Sportanlagen am Gymnasium in Dresden-Tolkewitz oder auch den Wegebau auf der Herkulesallee im Großen Garten in Dresden.

Mauerweitsicht

 

Text und Fotos: Dieter Hanke, 10.09.2020

 

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