^ Nach oben

Premiere mit der Fräse im Gewerbegebiet

Die Baufirma Koch setzt erstmals beim Breitbandausbau im Gewerbegebiet Klipphausen eine neue Verlegetechnik ein, um schneller voranzukommen...

Im Gewerbegebiet Klipphausen will jetzt das Unternehmen Straßen- und Tiefbau Stefan Koch aus Niederwartha, das hier beim Breitbandausbau im Auftrag der  Arbeitsgemeinschaft Teichmann Bau GmbH aus Wilsdruff und der Coswiger Tief- und Rohrleitungsbau GmbH tätig ist, noch besser zum Zuge kommen. Dafür hat sich der Baubetrieb den neuen Raupenlader mit Kettenantrieb „Bobcat T 770“ Riesenfrsemit Anbaugeräten für 140 000 Euro zugelegt. Mit dieser modernen Verlegetechnik für die Glasfaserkabel sollen im Gewerbegebiet Klipphausen die Arbeiten noch effektiver und schneller von statten gehen.

Problemlos durch Asphalt

Ein imposantes Fräsrad aus Stahl mit einem Durchmesser von 1,50 Metern, das mit über 70 Fräszähnen ausgestattet ist, dringt auf der Straße problemlos durch den Asphalt in den Boden ein. Bei einer Arbeitsbreite von 30 Zentimetern entsteht bei sauberen Schnitten bis zu einer Tiefe von 90 Zentimetern ein exakter Grabenverlauf. Der 37-jährige Inhaber und Geschäftsführer Stefan Koch nennt die Vorteile dieser Verlegetechnik: „Das Ganze ist platzsparender, effektiver, sauberer und günstiger als die Schachtung von offenen Gräben.“ Dadurch würden sich auch die Belastungen für die im Gewerbegebiet angesiedelten Unternehmen verringern. Denn noch am selben Tag können nach der Verlegung der Haupt- und Verteilerkabel diese schmalen Gräben wieder verschlossen werden.

Premiere dieser Verlegetechnik war vor wenigen Tagen auf der Bremer Straße nahe dem Logistikunternehmen Freischlader und dem Versanddienstleister DHL. „Saubere Ausführung. Wir sind sehr zufrieden und hoffen jetzt dadurch auf einen Schub bei unseren Arbeiten“, meinte der Chef des Baubetriebes, der zwölf Bauleute, sechs Lehrlinge und zwei Büroangestellte beschäftigt. Neben dem Breitbandausbau, die Firma war hier in der Vergangenheit schon in Walda-Kleinthiemig bei Großenhain im Einsatz, ist das langjährige Familienunternehmen unter anderem bei der Schaffung von Außenanlagen für Groß- und Kleinkunden, bei der Aushebung von Baugruben für Wohnhäuser, dem Bau von Bodenplatten sowie bei Aufträgen im Spezialtiefbau tätig. „Auch beim Breitbandausbau im Gewerbegebiet Klipphausen wollen wir mit Qualitätsarbeit aufwarten“, so der gelernte Straßen- und Tiefbauer Stefan Koch, der das Unternehmen vor zehn Jahren von seinem Vater übernommen hatte.

Bis zu 80 Meter am Tag

 Auch Torsten Haubold, Außendienstmitarbeiter der Firma Bobcat, war erfreut, dass der Raupenlader mit Kettenantrieb Bobcat T 770 auch seine guten Gebrauchseigenschaften in Klipphausen unter Beweis gestellt hat. „Wir arbeiten mit den Bauleuten Hand in Hand“, sagte er. Die Niederwarthaer Baufirma wird mit dieser Bau-Kompaktmaschine als Trägergerät neben dem großen Fräsrad auch solche Anbauvorrichtungen wie unter anderem Asphaltschieber, Schaufel und Palettengabel nutzen. An einem Tag, so Stefan KochBreitbandarbeiter, wollen wir mit dieser geländegängigen Kompaktraupe, wenn es optimal läuft, bis zu 80 Meter an Gräben ausheben.

Adrian Otte, Straßen- und Tiefbauerlehrling im dritten Lehrjahr beim Bauunternehmen Koch, wird den Bobcat auf den Straßen im Gewerbegebiet Klipphausen steuern. „Ich freue mich sehr, dass mir diese hohe Verantwortung übertragen wurde“, sagte der 20-Jährige. Hohe Konzentration und gutes Augenmaß sowie technisches Verständnis seien dafür nötig“, bemerkte der Azubi, der seinen Zwischenprüfung bereits bestanden hat und so schon Straßen- und Tiefbauer ist. Adrian Otte, der in Dresden wohnt, wird nach seiner Ausbildung vom Betrieb Koch übernommen.

Beim Breitbandausbau im Gewerbegebiet Klipphausen, das- komplett vom Bauunternehmen Koch bewerkstelligt wird, sind wie der Geschäftsführer sagte die Hausanschlüsse für Unternehmen zu 80 Prozent erledigt. Bei der Grabenschachtung, die jetzt ein Schwerpunkt ist, wurde bisher ein Stand von etwa 20 Prozent erreicht. „Wir sind optimistisch, dass wir bei den Arbeiten insgesamt den geplanten Zeitablauf einhalten“, sagte Stefan Koch.

Text und Fotos Dieter Hanke, 14.10.2021

 

Spalt