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Reppina

 Erstmals erwähnt: 1539/40

Eingemeindet: 1999

Die regellose Häusergruppe Reppina erstreckt sich von der Mündung des Wolfsbaches in das Reppnitzer Wasser bis zur Elbaue. Den Ortsteil quert die Bundesstraße 6. Heute findet man in Reppina, 1539 als Repin erwähnt, abgeleitet vom altsorbischen Wort "repa" für Rüber oder Rübenacker, nur noch wenige Hinweise auf seine funktionale Bedeutung als Schmelzhütte und Silberwäsche in den Zeiten des Silberbergbaus im Scharfenberger Gebiet.

Von Reppina aus wurde um 1550 der "König-David-Stolln" von der Stöllnergewerkschaft des Valerius Crakaw bis fast nach Naustadt in den Berg getrieben. Solche langen, waa´gerechten Stollen dienten der Frischluftzufuhr und der Ableitung des gesamten Grubenwassers in Flüsse.
1818 wurden am Ausgang des Müllergründchens mit dem Bau eines Hilfstollens zu dem inzwischen teilweise eingestürzten "König-David-Stolln" begonnen. Ab 1868 nutze die Grube "Güte Gottes" diesen Stolln zur Versorgung der inzwischen eingesetzten Dampfmaschinen mit Kohle und zum Abtransport der Erze, seit 1880 mit einer Seilschwebebahn.

Heute noch kann man an der Stelle das Mundloch des "Hilfstollns des König-David-Erbstollns" sehen.

Quelle: Historischer Leitfaden - Durch die linkselbischen Täler zwischen Dresden und Meißen