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Roitzschen

 

Erstmals erwähnt: 1264
Eingemeindet: 2012

Erstmals erwähnt wurde Roitzschen eventuell 1071 als „Rocina in burgwardo Trebista“; die Zuweisung gilt jedoch als unsicher. Sicher ist hingegen, dass es sich bei dem 1264 genannten „Reschen“ um den heutigen Klipphausener Ortsteil handelt. Der Ortsname leitet sich vom altsorbischen *rěka, deutsch Bach, ab und bedeutet „Am Bach gelegener Ort“, was durchaus mit der Lage von Roitzschen in Einklang steht.

Neidmühle und weitere Kulturdenkmale

Umgeben von felsigen Talflanken, fast unterhalb des geschichtsträchtigen Jockischberges und einst noch ohne Talstraße und Bahnstrecke auf engstem Raum wie heute gelgen, war früher die Roitzschener Neidmühle gewiss auch ein Objekt der Mühlenromantik für Außenstehende. Als Bauzeit werden die Jahre 1562/63 angenommen, als Bauherr Peter Zscherper genannt. Woher ihr unattraktiver Name stammt, bleibt ungewiss. War es Neid der Dorfbewohner von Roitzschen auf die vom „Neidmüller“ Melchior Hoffmann um 1597 nebenbei erfolgreich mitbetriebene Fischerei? Im 30-jährigen Krieg wurde diese Mühle, wie manch andere auch, verwüstet. Das heutige Wohnhaus ist 1716 erbaut worden. Bis heute reichen sich rund 20 Besitzer in die Chronik des Mühlen-Grundstückes ein.

Außerdem finden sich in Roitzschen noch viele weitere Sehenswürdigkeiten. Darunter zählen die Eisenbahnbrücke über der Triebisch, die Furkert-Bartsch-Mühle und die ehemalige Brauerei sowie das Kalkbergwerk mit dem Mundloch des Adolf-von-Heynitz-Stolln.