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Rothschönberg

 

Erstmals erwähnt: 1392
Eingemeindet: 2012

In seinem Namen bewahrt Rothschönberg das Andenken der Familie Schönberg, die ihren Wohnsitz über Jahrhunderte hinweg im Schloss ausbaute. Die günstige Lage an zwei Flüssen führte zur Errichtung mehrerer Mühlen in Rothschönberg, beispielsweise der Bley-, Wetzel- und der Dorfmühle.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Rothschönberg ist eine unregelmäßige Vierseitenanlage mit Bauteilen der Spätgotik und der
Renaissance. Vorgelagert sind ein Garten, eine Lindenallee mit Pavillon und der Schlosspark. Das heutige Schloss entstand, wie eine Tafel über dem Tor besagt, hauptsächlich zwischen 1651 und 1659.

Die Rothschönberger Kirche wurde zwar erst 1539 ersterwähnt, es wird aber davon ausgegangen, dass der Ort schon seit dem 13. Jahrhundert eine Kirche hat. Im Altarraum der Kirche stehen Grabsteine derer von Schönberg. . Nach gravierenden Zerstörungen nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche in den 1970er Jahren restauriert, sie steht heute unter Denkmalschutz.

Nahe des Schlosses befindet sich seit 1877 das sandsteinumrahmte Hauptportal des "Königlichen Rothschönberger Stollns", eines einzigartigen Denkmals sächsischen Bergbaus. Weitgehend nach einem vor 1838 Projekt für die Grubenentwässerung des Freiberger Reviers wurde 1844 am Hauptmundloch in Rothschönberg mit dem Bau des Erbstollens begonnen. Der Stollen funktoniert heute noch. Er leitet Wasser aus inzwischen stillgelegten Gruben des Freiberger Reviers ab.

Quelle: Historischer Leitfaden - Durch die linkselbischen Täler zwischen Dresden Meißen