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Sachsdorf

Erstmals erwähnt: 1227
Eingemeindet: 1950

WissenswertesSachsdorf

Es ist zeitlich nicht genau festzustellen. Wir dürfen es zwischen 1100-1170 vermuten. Der Name weist nach Niedersachsen. Da viele Orte der Umgebung Siedlungen von Thüringern und Franken sind, ist die Annahme berechtigt, dass die Angehörigen dieser Stämme den von Sachsen angelegten Ort "Dorf der Sachsen" oder "Sachsdorf" nannten. Wahrscheinlich folgten die ersten Ansiedler dem Ruf des Meißner Markgrafen oder Versprechungen begüterter Ritter, die ihr weiträumiges Waldgebiet in fruchtbares Ackerland verwandelt sehen wollten. Der Grundherr überließ ihnen hier gegen jährlich zu entrichtende Zinsen und Frondienste Land zur Rodung.

Die Ansiedler gliederten ihren Besitz in Hufen und Teilhufen. Sie errichteten ihre Höfe in der Talmulde, die sich vom Saubach her ostwärts durch das Gelände erstreckt, in der Art des so genannten Waldhufen-Dorfes. 1227 wird der Ort erstmals in einer Urkunde erwähnt.
In der näheren Umgebung dürfte Sachsdorf der älteste Ort sein. Insbesondere ist er entschieden älter als das benachbarte Klipphausen. Zu dieser Annahme berechtigen die folgenden Fakten: Da ist zunächst die gegenüber den benachbarten Orten bessere Qualität der landwirtschaftlichen Nutzfläche der 456 ha umfassenden Gemeinde. Weiter weisen die entschieden geringeren Steuern, Zinsen und Frondienste sowie das älteste Braurecht darauf hin.

E. Leuschner