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Weitzschen

Erstmals erwähnt: 1334
Eingemeindet: 2012

Erstmals erwähnt wurde Weitzschen eventuell 1228 als Bestandteil des Namens „Hildebrandus de Witsen“, womit damals ein Herrensitz im Ort bestanden haben könnte. Die Zuweisung gilt jedoch als unsicher. Sicher ist hingegen, dass es sich bei dem 1334 genannten „Wicschen“ um den heutigen Klipphausener Ortsteil handelt. Als Teil von Sönitz kam Weitzschen 1974 in die Gemeinde Taubenheim, die wiederum seit 2003 zu Triebischtal gehört. Durch die Eingemeindung von Triebischtal 2012 wurde Weitzschen ein Ortsteil der Gemeinde Klipphausen.

Bergbaugeschichte

Weitzschen liegt unter einem alten Bergbaugebiet. In naher Umgebung befinden sich unter anderem die Garsebacher Schweiz als weltgrößtes Pechsteinvorkommen, die Kalkwerke Miltitz und Groitzsch sowie das Mundloch des Rothschönberger Stolln. Im Südwesten der Weitzscher Flur wurde vermutlich seit 1492 Bergbau betrieben, um silberhaltiges Gestein zu fördern. In diesem Bereich lagen unter anderem die Bergwerke „Hilfe-Gottes-Stolln“, „Wilder Mann“ und „Donat-Spat“; in der Nähe befanden sich außerdem die Gruben „Johanna-Erbstolln“ und „Freundlicher Bergmann“ bei Munzig. Im Jahr 1802 erfolgte die vorläufige Einstellung des Bergbaus, 1831 dann die Wiederaufnahme. Mangels abbauwürdiger Vorkommen endete der Abbau 1859 endgültig. Beim Bau der Miltitzer Schule entdeckte man 1956 den alten Stolln wieder.

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Weitzschen