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Tanneberg

Erstmals erwähnt: 1227
Eingemeindet: 1999

Tanneberg liegt im Süden des Klipphausener Gemeindegebiets. In der Gemarkung Tanneberg befinden sich die Orte Alttanneberg und Neutanneberg. Die Triebisch verläuft bei Tanneberg durch einen engen, unverbauten und an den 50 Meter hohen Hängen bewaldeten Abschnitt des Tals, der als Tanneberger Loch bekannt ist. Hier hindurch führte bis zu ihrer Verlegung auf die Hochfläche im Jahr 1999 die Bundesautobahn 4.

In Alttanneberg, ein Waldhufendorf, befindet sich außerdem ein ehemaliges Rittergut mit Herrenhaus, dessen Ursprünge auf eine mittelalterliche, etwa in der Zeit von 1200 bis 1250 erbaute Burganlage zurückgehen. Das Bodendenkmal liegt auf einem kleinen Geländesporn in einer Talnische und enthält den Rest eines Burggrabens, wurde jedoch vom Herrenhaus überbaut.

Das 1607 in einem Kirchenbuch erstmals genannte Neutanneberg entstand als lockerer Häuslerabbau in der Tanneberger Flur. Im Jahr 1944 gründete sich die Freiwillige Feuerwehr Tanneberg.

Durch die Eingemeindung von Triebischtal am 1. Juli 2012 wurde Tanneberg ein Ortsteil der Gemeinde Klipphausen. Die Ortsteile der früheren Gemeinde Tanneberg, also Tanneberg, Rothschönberg und Perne, bilden innerhalb der Gemeinde Klipphausen eine Ortschaft mit eigenem Ortsvorsteher und neunköpfigem Ortschaftsrat.

Am Nordrand Alttannebergs, neben dem Rittergut, steht die von einem kleinen Friedhof umgebene Tanneberger Kirche. Ihr Vorgängerbau wurde 1539 als Pfarrkirche erwähnt, brannte aber nieder. Im Jahr 1630, zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, entstand die Kirche in ihrer barocken, bis heute erhaltenen Form neu. Seit 1925 war sie eine Filialkirche von Blankenstein, heute zählt sie zur Kirchgemeinde Burkhardswalde-Tanneberg. Im Jahr 1967 ermöglichten Spenden und Arbeitseinsätze die Neuanschaffung eines Bronzegeläuts. Neben der Kirche steht einer der ältesten erhaltenen Pfarrhöfe Sachsens, der ab 1654 erbaut wurde. Das Pfarramt befindet sich in Burkhardswalde; Gottesdienste finden in Tanneberg zweiwöchentlich statt

In der Nähe des ehemaligen Standorts der Eulenmühle befindet sich das Ausflugslokal Triebischtalbaude in Neutanneberg. Es ist bekannt für seinen 1500 Sträucher umfassenden Rhododendrongarten, den Streichelzoo, eine Ausstellung historischer Landtechnik und einen sowjetischen Jagdbomber des Typs Suchoi Su-22 der Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee, der neben dem Restaurant auf einer Freifläche steht.

 

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tanneberg_(Klipphausen)