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Gauernitz

Geografie:

Gauernitz liegt inmitten der Elbtalweitung zwischen Dresden und Meißen, einer abwechslungsreichen und naturbelassenen Landschaft. Die vielgestaltige Flora dieser der Umgebung gehört zu den artenreichsten Mitteleuropas. Einst wurde an den Elbhängen Weinbau betrieben, heute ist die Umgebung von Streuobstwiesen geprägt. Mischwälder durchziehen die stark gegliederten linkselbischen Täler, wie das Saubachtal in Constappel, das Prinzbach- und Regenbachtal und den Eichhörnchengrund. Zu Gauernitz gehört die Gauernitzer Elbinsel, neben der Pillnitzer Elbinsel eine der beiden erhaltenen Elbinseln in Sachsen. Gemeinsam bilden sie ein Naturschutzgebiet.

historischer Schaufelraddampfer

 

 

 

 

 

 

Zur geschichtlichen Entwicklung:

Die Täler links der Elbe waren bereits im 7. Jahrhundert von Slawen besiedelt. So gab es an der Elbe im heutigen Gauernitz (= Ahorndorf) ein kleines slawisches Fischerdorf, das auch heute noch Bestandteil des Ortes ist. Die starken Einflüsse slawischer Kultur sind bis in die heutigen Tage sichtbar geblieben. Auch heute noch existieren viele der großen Drei- und Vierseithöfe, die ursprünglich aus einem slawischen Rundling hervorgingen.

Nach der endgültigen Unterwerfung der Daleminzier im Jahre 928/929 errichtete König Heinrich I. die Burg Meißen. Nachdem er die Gebiete links der Elbe erobert hatte, richtete er zur Sicherung drei Burgwarte ein. Diese werden im Jahre 1071 urkundlich erwähnt. Ein Burgwartsmittelpunkt wird auf dem 237 m hohen Gohlberg bei Constappel vermutet.

Im 12. Jahrhundert begann der Landesausbau im Zuge der hoch mittelalterlichen Ostsiedlung. Nach und nach wurden die bewaldeten Hänge der Elbtäler gerodet und fielen dem Ackerbau zum Opfer. Somit verwandelte sich das Land in das heute von Wiesen und Äckern geprägte Erscheinungsbild.

Um 1500 entdeckte man Silbererz und begann mit dem Abbau und der Verhüttung. Der Silberbergbau wurde dann bis in das 17. Jahrhundert an verschiedenen Stellen betrieben.

Dank der vielen Bachläufe in den Tälern entstanden auch Wassermühlen, die heute durch den technischen Fortschritt ihre Wirtschaftlichkeit verloren haben. Im Eichhörnchengrund kann man ein funktionstüchtiges Modell im Maßstab 1:5 besichtigen. Von den etwa 10 Wassermühlen im Bereich der linkselbischen Täler befinden sich vier auf dem Gebiet von Gauernitz.

Die Geschichte der Gegend um Gauernitz hing nicht zuletzt immer auch mit der Entwicklung des Fürsten- und Herrensitzes der hier ansässigen Adelsgeschlechter derer von Schönburg-Waldenburg, von Zinzendorf und von Ziegler und Kliphausen zusammen.

1923 wurde Gauernitz nach Constappel eingemeindet, doch schon fünf Jahre später benannte sich die so entstandene Landgemeinde nach dem größeren Ortsteil in Gauernitz um. 1937 erfolgte die Eingemeindung von Hartha und Pinkowitz, am 1. Juli 1950 die von Wildberg. Die bis dahin selbständige Gemeinde Gauernitz wurde am 1. Januar 1999 mit Klipphausen und Scharfenberg zur Gemeinde Klipphausen vereinigt.

Quelle: Wikipedia

Sehenswürdigkeiten:

Renaissanceschloss

Miniaturmühle

Miniaturmühle