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Meißen - Baeyerhöhe - Rothschönberg

Meißner Hochlandtour

Auf dem Hauptwanderweg Ostsee - Saaletalsperren


 

18 km (Gehzeit ca. 5 - 6 Std.)

 

Wegbeschreibung

Die Wandertour führt durch das Hochland des Landkreises Meißen. Der Begriff ‚Meißner Hochland‘ selbst geht auf den
alten Meißnischen Kreis zurück, als Stolpen und Reinsberg als höhergelegene Teile dazu gehörten. Der Hauptwanderweg ‚Ostsee-Saaletalperren‘, um 1960 angelegt, wird nicht mehr als Fernwanderweg durchgehend betreut. Im Kreis Meißen führt er durch die verschiedensten Landschaften. Aus der Westlausitz, dem Keulenberggebiet kommend führt er über Meißen ins Tal der Freiberger Mulde zum Erzgebirge. Früher mit blauem Dreieck versehen, weist nun ein blauer Balken den Weg. Als Streckenwanderweg sollte öffentliche Verkehrsmittel zur Rückfahrt genutzt werden, da auch nur kleinere Parkplätze an den Endpunkten vorhanden sind.

Die Tour führt durch eine abwechslungsreiche Strecke meist abseits von Straßen, von Nord nach Süd als Tages- wanderung durch eine alte Kulturlandschaft an der Grenze von sorbischen Gebiet zum Besiedlungsland der Mark Meißen. Das Landschaftsschutzgebiet Triebischtäler, von denen Teile auch als NATURA 2000 – Gebiete geschützt sind, ist naturreich. Ein Mosaik lieblicher Täler samt Gewässern, Talauen, steilen Hanglaubmischwäldern und Ackerhochflächen säumt den Weg. Man trifft auf Spuren der Steingewinnung, Bergbau und steinerne Zeugen des Meissner Massivs mit granitischen Gesteinen sowie Schiefergesteinen im Süden. Aber auch die kleinen Ortschaften und historischen Gebäude sind sehenswert. Von den Höhen ergeben sich reizvolle Aussichten.

Die kurze Routenbeschreibung beginnt in Meißen-Buschbad unterhalb des Götterfelsens, einer Pechstein-klippe, mit dem Kreuz, dessen Vorgänger die SanktAfra-Schule gestiftet hatte. Der Hauptwanderweg setzt sich dort in anderer Richtung, zum Meißner Burgberg fort.

Die beschriebene Route führt als Aufstieg durch Wald bis nach Obersemmelsberg, unterhalb der Polenzer Linden (Höhe 264m ü NN) vorbei, mit Abstieg ins kleine Triebischtal bei der historischen Preiskermühle.

Entlang der ehemaligen Kleinbahnstrecke (1909 – 1966) auf der nun der Radweg ‚Meißner 8‘ und einigen Mühlenstandorten führt die Tour später auf einen Wiesen- und Waldpfad entlang des mit vielen Mäandern (Bachschlingen) erhaltenden natürlichen Verlaufs der kleinen Triebisch bis nach Taubenheim. Taubenheim ist ein alter Herrensitz der im Zuge der Besiedlung der Mark Meißen angelegt wurde und dessen Schloss (mit Park), mit Kirche den unteren Ortsbereich dominiert. Südlich von Taubenheim wurde auch in geringem Umfang Silbererz abgebaut, nördlich in Taubenheim wurde Ton gewonnen und zu Klinkern verarbeitet.

Nach Taubenheim wird die Grenze des Meissner Massivs durchschritten, das mit ca. 350 Mio. Jahre alten granitischen Gesteinen jünger ist als das Nossen-Wilsdruffer Schiefergebirge, dessen Gesteine bis 500 Mio. Jahre alt sind. Der Pfad führt bis auf die Baeyerhöhe, der höchsten Landmarke im Landkreis mit 321m ü NN und guter Rundsicht, bei dem der aufgestellte Richtungsstein hilft die Gegenden am sichtbaren Horizont zu bestimmen.

Der Weg führt nach weiter nach Burkhardswalde, einem alterwürdigen Ort, dessen Geschichte noch mancher Aufklärung bedarf und das als einstiger Markflecken samt historischem Gasthof, Wallfahrtkirche sowie dem merk-würdigen Steingut oder dem gut erhalten Kalkofen mit der alten Eiche viel Sehenswertes besitzt (Abstecher).

Die Tour führt nun am Kalkrestloch ‚Grüner See‘ vorbei wieder in das große Triebischtal unterhalb Tanneberg. Nach Unterschreiten der 58m hohen Autobahnbrücke der A4 wird zunächst das Tor des Rothschönberger Stollns, der der Entwässerung der Freiberger Silberzgruben diente, erreicht. Danach sollte noch ein Rundgang durch die ansehnliche Rittergutssiedlung Rothschönberg mit dem Schloss der Familie von Schönberg samt Park und Pavillon eingeplant werden.

Der Hauptwanderweg führt weiter zum Schloss Heynitz, nun bereits in der Lommatzscher Pflege weiter über die Höhen nach Wendischbora und Nossen zur Fr. Mulde.

 

Informationen

Landschaftsschutzgebiet Triebischtäler

Das Landschaftsschutzgebiet der Triebischtäler wurde 1974 ausgewiesen. Die Triebisch mit einem Gesamteinzugsbiet von 177 km² gehört zum Typ der Silikatischen Gebirgsbäche. Es ist Forellengewässer und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.


Götterfelsen

Pechsteinfelsen. Aussichtspunkt 60m über den Talboden. Wahrscheinlich ein alter Kultplatz. Das Kreuz wurde von der damaligen Landesschule St. Afra 1843 errichtet und nach dem 2. Weltkrieg erneuert. Unterhalb befindet sich die Buschmühle. Das Buschbad war 1797 Badekurort.

Preiskermühle

Ehemalige Wassermühle, 1548 erbaut. Beliebte Ausflugschenke mit Schankgarten bis 1985. Malerisches 3-Seit-Gehöft mit Fachwerkbau, seit 2003 in Sanierung - Kulturdenkmal.

Taubenheim

Ersterwähnung 1186 ‚Adelbertus von Duvenheim‘. Wald-hufendorf. An der Triebisch schöne ehemalige Häusleranwesen des Ritterguts. Das Schloss mit Park ist derzeit nicht zugänglich.

Baeyerhöhe

Erhebung auf 320,5 m üNN mit Trigonometrischen Punkt 1. Ordnung. Gedenkstein zu Vermesser Johann Jacob Baeyer, der maßgeblich die sächsische Landesvermessung begründete.

Burkhardswalde

Historischer Ort. Ersterwähnung 1334 als ‚Burchartswalde‘ Wahrscheinlich älter. Waldhufendorf mit bedeutsamen Kultur-denkmalen wie gotischer Kirche aus 15. Jh, Gasthof, Steingut.

Rothschönberg

Ehemalige Rittergutssiedlung zum Adelssitz der Familie von Schönberg. 1254 Ersterwähnung der Schönbergs. Schloss aus 15.Jh. mit Landschaftspark - im Sommerhalbjahr Ausstellungen.

Gasthäuser

- Mühlenstübchen Buschmühle Meißen

- Hotel/Gasthaus Helmmühle u.h. Polenz

- Landgasthof ‚Meißner Blick‘ Seeligstadt

- Historischer Gasthof Burkhardswalde

- Gasthof Rothschönberg

- Eiscafe Wunschwitz bei Heynitz